Beiträge von Peter Waldbauer


    Hallo liebe Facebook-Gruppe,

    hier ein Ebook-Tipp für die nächste Begegnung mit dem staatlichen Freund und Helfer:

    Sind Sie auch ein ängstlicher und ahnungsloser Bürger, der seine Rechte nicht kennt und dem jedes Mal vor Angst die Knie schlotterten, sobald er in eine Verkehrskontrolle gerät. Sagen Sie brav „Ja“ und „Amen“ zu allem, was Ihnen die Polizeibeamten vorschlagen: ob Atemalkoholtest, Drogentest, Blutabnahme oder Selbstzüchtigung? Bei einer Festnahme bedanken Sie sich dafür, dass man Sie nur hart angefasst und rüde gegen die Wand gedrückt, Ihnen aber nicht sämtliche Knochen gebrochen hat? Aus Angst vor Folter verzichten Sie darauf, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren oder begnügen sich mit dem Hinweis des Polizisten, dass Anwälte nur unnötig Geld kosten und sie nur derjenige brauche, der etwas ausgefressen hat? Kurz und gut, Sie sind ein staatsgläubiger, unterwürfiger Bürger, der von Polizeiarbeit soviel weiß, wie eine Kuh vom Tangotanzen.

    Dank dieses tollen Aufklärungsbuches und Ratgebers werden Sie aufsteigen in den elitären Kreis der mündigen Bürger, Sie werden souverän ihre Rechte vertreten und den Respekt der Polizei genießen, wann immer Sie ihr begegnen. Der nächsten Verkehrskontrolle sehen Sie gelassen entgegen, ja, Sie freuen sich sogar darauf. Ihr Leben wird wieder angstfrei und glücklich sein.

    Inhaltsverzeichnis

    ·         Vorwort

    ·         Die Polizei

    - Gründung der Polizei

    - Aufgabe der Polizei
    - Gesetzesgrundlagen

    - Organisation der Polizei

    ·         Das Erscheinungsbild der Polizei
    - Uniform
    - Ausrüstung
    - Fahrzeuge
    ·         Die Amtsbezeichnungen („Dienstgrade“)
    - Polizeimeisteranwärter

    - Polizeimeister

    - Polizeiobermeister 

    - Polizeihauptmeister 

    ·         Spezialisten bei der Polizei

    ·         Der Beruf des Polizisten
    - Karriere in einem Traumberuf
    - Hohes Ansehen der Polizei
    - Berufsausbildung
    - Berufsvoraussetzungen

    ·         Die fünf Polizistentypen

    - Der harte Hund

    - Der Sozialarbeiter

    - Der Abgeklärte
    -
    Der Intellektuelle
    -
    Die Übereifrige
    ·         Der Tagesablauf der Schutzpolizisten

    ·         Guten Tag, Polizei! – Grundlagen der Kommunikation

    ·         Die Gegner der Polizei

    ·         Die Personenkontrolle
    - Richtiges Verhalten bei der Personenkontrolle: Quittung verlangen

    ·         Die allgemeine Verkehrskontrolle
    - Richtiges Verhalten bei der Verkehrskontrolle: Freiwillig mit zur Wache

    ·         Die schönsten Ausreden bei der Verkehrskontrolle

    ·         Die Hausdurchsuchung
    -
    Richtiges Verhalten bei der Hausdurchsuchung: Solle mer se reinlasse?

    ·         Die schönsten Ausreden bei der Hausdurchsuchung

    ·         Sonstige polizeiliche Maßnahmen

    ·         Die polizeiliche Vernehmung
    - Allgemeine Fragetechniken
    - Spezielle Fragetechniken
    - Vernehmungstechniken

    ·         Hilfsangebote der Polizei

    ·         Polizei-Hardcore: Das SEK

    ·         Die schönsten Ausreden von Polizisten

    ·         So drehen Sie den Spieß um: Strafverfolgung von Polizisten
    - Dienstaufsichtsbeschwerde

    - Anzeigen einer Ordnungswidrigkeit

    - Drohen mit Strafanzeige

    ·         Polizei-Notruf - Digitale Ansagen

    ·         Kleines Polizei-Lexikon - Von A wie Alibi bis Z wie Zeuge.

    ·         Test: Verstehen Sie Polizeideutsch?

    ·         Nachwort


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    Ebook: 1,99 €
    ASIN: B07Q4R2ZF1

    Viele Grüße

    Peter Waldbauer


    Passend zur besinnlichen – zur „dunklen“ - Jahreszeit möchte ich auf meinen Bestattungsratgeber aufmerksam machen.


    Viele Menschen fühlen sich hilflos und überfordert, wenn sie die Bestattung eines Angehörigen in die Hand nehmen müssen, denn manche Bestattungsunternehmen nutzen diese Hilflosigkeit und Trauer der Angehörigen aus.


    Der Ratgeber will in Bestattungsfragen sensibilisieren und zeigt konkret, wie sich Angehörige vor unseriösen Bestattern schützen und Betrugs- und Kostenfallen umgehen können. Das Buch enthält außerdem einen umfangreichen Serviceteil sowie ein ausführliches und kommentiertes
    Adress- und Webseitenverzeichnis.


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    ISBN 978-3-95558-032-2
    Preis: 19,90 €


    Freundliche Grüße
    Peter Waldbauer


    Patrick Wagner, ein 45-jähriger Wirtschaftslehrer, erlebt skurrile Abenteuer in der urologischen Ambulanz. Er muss sich mit körperlichen wie geistigen Problemen herumschlagen. Warum treibt ein kastaniengroßes Organ Männer in den Wahnsinn? Bedeutet Blut im Urin das Ende aller Tage? Was haben Blasenbeschwerden mit Mathe zu tun? Weshalb wird nach dem Katheterziehen die Differentialrechnung angewandt und wieso ist es hilfreich,
    während des Pinkelns die erste Ableitung zu bilden? Vor allem aber: welche Nachteile hat es, wenn man den Anordnungen der Schwester uneingeschränkt folgt?

    Darüberhinaus setzt sich Wagner mit dem Zustand in deutschen Notaufnahmen auseinander, mit der Arbeitsbelastung von Ärzten und Schwestern, mit der Rolle des Arztes in der Gesellschaft, mit dem richtigen Arzt-Patienten-Verhältnis, mit der Frage: gesetzlich oder privat versichert?, mit krankheitsverhütender Ernährung und Lebensweise sowie mit dem Thema Früherkennung.


    Er sinniert über die Vor- und Nachteile einer hightechbasierten Apparatemedizin und befürchtet, dass das klassische Anamnesegespräch zu kurz kommt. Er stöhnt über die juristisch perfekt ausgefeilten Aufklärungsbögen und erfährt die positiven Aus-wirkungen einer gelungen Integrationspoltik am eigenen Leib, da er mit deutsch-türkischen Ärzten die besten Erfahrungen macht.


    Das Buch - ISBN-13: 978-3845926940 -ist bei Amazon oder direkt beim Verlag (www.aavaa.de) bestellbar.


    als Print:
    - Standardausgabe 11,95 € (Taschenbuch: 159 Seiten)
    - Großdruck 11,95 €
    - Miniformat 7,95€


    als Ebook: Kindle-Edition / Epub / Pdf) 4,99 €

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    Freundliche Grüße
    Peter Waldbauer



    Hallo liebe Community,


    In 14 Kapitel informiert dieses Buch auf satirische Weise über verschiedene Aspekte des Verkäuferberufes. Der Hauptaugenmerk richtet sich
    dabei auf die Situation im klassischen Einzelhandel, wo das Verkaufsgespräch im Laden stattfindet. Aber auch spezielle Verkaufsgespräche wie Hardselling oder Telefonverkauf werden behandelt.
    Der letzte Teil - das kleine Verkäufer-ABC – behandelt in Stichwortmanier knapp 100 häufig verwendete Begriffe, deren jeweilige Bedeutung „durch den Kakao gezogen“ wird. Zur Abrundung findet sich am Ende des Buches ein kleiner Test, mit dem der Leser das neuerworbene Wissen „überprüfen“ kann.


    Inhaltsverzeichnis


    · Vorwort
    · Der Beruf des Verkäufers
    · Berufsvoraussetzungen
    · Die 8 Verkäufertypen
    · Verkäufermanagement
    · Grundlagen der Kommunikation
    · Das kleine 1*1 des Verkaufens
    · Verkaufstechniken
    - Bedarfsermittlung
    - Vorlage der Ware
    - Verkaufsargumentation
    - Die Tricks bei der Preisverhandlung
    - Arten von Kundeneinwänden
    - Einwandbehandlung
    -Die 12 lustigsten Kundeneinwände
    - Abschlusstechniken
    - Kaufentscheidung bestätigen
    - Ergänzungsangebote
    · Hardselling
    · Telefonverkauf
    · Die 14 schönsten Kundenausreden am Telefon
    · Reklamationen
    · Die 7 schönsten Verkäuferausreden
    · Das kleine Verkäufer–ABC: Von A wie Absatzhelfer bis Z wie Zuschlag.
    · Test: Verstehen Sie Verkäuferdeutsch?
    · Nachwort


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    Ebook: 1,99 €
    ASIN: B07FGVH26J


    Viele Grüße
    Peter Waldbauer

     


    Witze über den Tod – sind die denn angebracht? Oder begeht man damit ein Sakrileg? Wenn man sieht, wie zahlreich diese »makabre Rubrik« unter den Witzen kursiert – in der mündlichen Überlieferung seit tausenden Jahren, in der Literatur sowieso und neuerdings auch im Internet – dann steht fest: vielleicht gerade über den Tod! Und damit auch über seine zahlreichen Begleiter: den Arzt, den Pfarrer und natürlich den Bestatter. Ja, spinnen wir uns ruhig noch eine Station weiter – auch über das Abkommen mit dem lieben Gott. Mit ihm oder seinem Assistenten Petrus verhandeln wir über unseren weiteren Aufenthalt. Werden die beiden unseren Argumenten zugänglich sein?


    Treffen kann es einen bekanntlich überall. Dort, wo man es erwartet – im Krankenhaus; aber vor allem dort, wo man es am wenigsten erwartet, aber
    vielleicht am liebsten hätte: im Bett beim Sex. Sex gebiert Leben und ist das Gegenteil vom Tod. Vielleicht versuchen wir ja deswegen, dem
    Sensenmann ein Schnippchen zu schlagen. Nach einer Beerdigung kann die Lust oft am stärksten sein.


    Den größten Raum in der vorliegenden Sammlung nehmen jene Witze ein, bei denen die Ehefrau die Hauptrolle spielt. Es ist wie sonst auch im
    Leben:Beziehungen sind das Maß aller Dinge, ob es uns gefällt oder nicht. Dieser Umstand verfolgt uns bis in den Tod – mindestens so weit.
    Wohl dem, der über die Absurdität der menschlichen Existenz lachen kann.

    INHALT – Schwarzer Humor

    Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . .
    Die Rolle der Ehefrau . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . .
    Schwiegermütter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . .
    Tod und Sex . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Tod und Arzt . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Beim Bestatter . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Im Beisein des Pfarrers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Auf Wolke sieben . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . .
    Auf dem Friedhof . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Schottenwitze. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    In der Firma . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..
    Jüdische Witze . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . .
    Polizei und Gericht . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . .
    Skelettwitze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . .
    Vermischtes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . .
    Und dann war da noch … . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . .
    Wie stirbt man standesgemäß? . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . .
    Was sagt der Trauerredner? . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . .
    Grabsprüche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Makabre Sprüche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Gesetzestexte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . .


    Produktinformation
    Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
    Anaconda Verlag
    ISBN-13:
    978-3730605806[b][font='Arial']
    Preis: EUR 4,95


    Link zu Amazon


    Viele Grüße
    Peter Waldbauer

    In leichter, gleich wohl gepflegter Sprache präsentiert dieses Buch philosophische Erkenntnisse zu einer Vielzahl von Alltagsthemen und dies auf unterhaltsame Weise. Dazu gehören Bildung und Bücher ebenso wie Krankenhaus und Gericht, Politik, Medien oder Sport. Bei dieser Lebenskunstphilosophie à la Dobelli geht es weniger um die großen Fragen des Lebens, sondern um die kleinen. Manche Gedanken beanspruchen
    die Länge eines kurzen Essays, andere verkürzen sich zu Abschnitten oder Absätzen. So entsteht ein angenehmer Lesefluss, der auch das zwanglose
    Auswählen einzelner Themen und Leseabschnitte ermöglicht.


     



    Link zum Buch: tinyurl.com/yaeydvuw
    Ebook: 1,99 €

    ASIN: B07C3PQ44V

    Hallo liebe Forums-Mitglieder, Gäste und Moderatoren,


    das Phänomen Serienkiller beherrscht seit über einem viertel Jahrhundert die Medien. Der Startschuss fiel 1989, als der Roman „Das Schweigen der Lämmer“ von Thomas Harris erschien. Zwei Jahre später wurde das Buch verfilmt mit Jodie Foster und Anthony Hopkins in den Hauptrollen. Der Thriller gewann fünf Oskars und begründete die Kultfigur des Dr. Hannibal Lecter.
    Seit Anfang der 1990er Jahre haben unzählige Thriller, als Buch oder Film, den Serienkiller zum Inhalt. 2013 startete die amerikanische Fernseh-Serie „Hannibal“. Das anhaltende Interesse kumuliert auch in einer großen Anzahl von Sachbüchern. Das Thema ist zur zeitlosen Subkultur geworden. Doch das ausgelutschte Genre der Serienkiller-Bücher und -Filme taugt auch hervorragend als Satire. Über das, was als echter Schauer konzipiert worden ist, kann man sich schrecklich amüsieren. In 29 Kapiteln informiert dieses Buch in schaurig-lustiger Weise über Aspekte des Serienkiller-Themas, aufgelockert durch Exkurse unter der schönen Überschrift „Dr. Lecter plaudert aus der Praxis“. Hier stellt „der Doktor“ uns reale Serienkiller vor und zwar relativ sachlich. Auch gibt es kurze Einschübe, in denen „Hannibal“ (also wieder der Doktor) uns Ratschläge erteilt. Wir sollten ihnen folgen, wollen wir nicht schutzlos den Serienkillern ausgeliefert sein. So ist es kein Zufall, dass die gute Clarice uns schon im Titel begegnet, denn die Inhalte der Hannibal-Lecter-Trilogie ziehen sich als roter Faden durchs ganze Buch.




    Link zum Buch:

    Ebook: 1,99 €
    ASIN: B079Q2B9TH

    Ich möchte in diesem Essay einmal auf die (gerade von Erstautoren) häufig gestellte Frage eingehen, wieviel man als Autor eigentlich verdient? Nun, um es gleich vorweg zu nehmen, als Autor ist nicht das große Geld zu erwarten. Autoren nagen bekanntlich am Hungertuch. Dies ist kein Klischee, sondern dem ist tatsächlich so. Es gibt viele Autoren, die von Sozialhilfe leben. Die bekanntesten Beispiele in den USA sind: Stephen King, Dean Koontz, Dan Brown, John Grisham und James Patterson.


    Als Autor verdient man nämlich im Durchschnitt nur etwa 100.000,- Euro pro Monat. Und das zu aller Schande auch noch – vor Steuern! Ich meine natürlich pro Buch. Das sind nun wirklich keine Reichtümer, denn die Trillionäre Bezos (Betreiber einer Buchklitsche), Brin, Page und Zuckerberg (Computernerds, die noch nie im Leben richtig gearbeitet haben) verdienen diesen Betrag pro Nanosekunde. Wer Autor werden will, muss also eine gehörige Portion Idealismus mitbringen.


    Ein Verdienst von 100.000,- € Euro pro Monat pro Buch mag manchem Leser sehr wenig erscheinen – das stimmt zwar, dafür aber ist dieses Einkommen einigermaßen verlässlich zu erzielen. Schauen wir uns dazu ein paar Beispielrechnungen anhand meiner eigenen Bücher an.


    Nehmen wir den „Bestattungsratgeber“. Er ist für Angehörige geschrieben. Zur deutsche Bevölkerung zählen etwa 80 Millionen Bürger, ein Prozent stirbt pro Jahr, macht 800.000 Sterbefälle. Im Durchschnitt hat jeder Verstorbene zwei bis drei Angehörige, aber rechnen wir pessimistisch mit einem Angehörigen, der den Bestattungsratgeber erwirbt (die Konkurrenzbücher zu diesem Thema scheiden wegen mangelnder Qualität selbstverständlich alle aus), das heisst pro Jahr kaufen 800.000 Buchkäufer meinen Bestattungsratgeber. Nun, 800.000 mal…ja mal was?…der Verleger hat mir verboten, konkrete Zahlen zu nennen, aber es ist ja kein Geheimnis, dass das Autorenhonorar generell etwa 10 % beträgt. Also lautet die Rechnung 800.000 mal 1,80 €, macht 1,44 Millionen € pro Jahr, das entspricht genau 120.000,- € pro Monat. Und das passiert regelmäßig, denn gestorben wird ja weiterhin. Lieber also etwas weniger verdienen als in anderen freien Berufen (z.B. Hausarzt), dafür aber sicher.


    Oder mein Lexikon über den Antisemitismus. Wieviele Nazis gibt es denn? Wieviel Rechtsradikale? Die Statistik verrät, etwa 20 Prozent der Deutschen sind latent oder offen antisemitisch eingestellt, haben also Vorurteile gegen Juden. Nun 20 Prozent von 80 Millionen macht 16 Millionen Buchkäufer. Und dabei spielt es keine Rolle, ob ein bildungsferner Hintergrund vorliegt oder nicht, denn lesen können sie alle. Die vierte Klasse Grundschule haben sie mindestens absolviert. Sagen wir mal grob, es dauert 10 Jahre, bis jeder auf das Buch aufmerksam geworden ist, dann haben wir 1,6 Millionen Buchkäufer pro Jahr, das entspricht 133.333 Buchkäufer pro Monat. Jetzt wieder: das ganze mal 10 Prozent von (bitte Netto-Verkaufspreis einsetzen). Sie sehen – 100.000,- € monatlich pro Buch zu erzielen ist wirklich ein Kinderspiel.


    Und weiter geht’s mit dem Saarlandbuch. Wieviele Saarländer gibt es? Eine Million. Die Hälfte scheidet wieder aus, die andere Hälfte kommt als potenielle Buchkäufer in Betracht. Macht 500.000 * 10 Prozent von…Und jeden Tag werden ja wieder neue Saarländer geboren. Es geht immer so weiter. Sie wissen jetzt, wie`s läuft.


    Natürlich, da haben Sie recht, ist es nicht immer so, dass man seine Zielgruppe zu 100 Prozent ausschöpfen kann. Auch als genialer Autor nicht. Manchmal erreicht man nur 98 Prozent seines Marktpotenials. Damit muss man dann halt leben.


    Als Autor 100.000 € pro Monat zu erzielen, ist also nicht besonders schwer. Vorausgesetzt natürlich, man behandelt absolute Mainstream-Themen wie Antisemitismus, Bestattung, Regionalita (Saarland) oder Gastronomie. Wer sich Genres und Nischen zuwendet, die kein Mensch interessieren und die bei Verlagen ein Schattendasein fristen, wie Krimi, Thriller oder Chick-Lit, kann solche Zahlen natürlich nicht vorweisen.


    Krimis – um jetzt mal eine völlig unbeliebte Sparte heranzuziehen – verkaufen sich im Durchschnitt ja nur 50.000 mal pro Titel. Da nützt es auch nichts, wenn sie schlecht geschrieben sind und von einem 23-jährigen Erstautor mit Mc-Donalds-Job-Biographie stammen. Bei Krimis erreicht der Verlag, wenn er Pech hat, gerade mal die 20. Auflage. Also, dafür die Druckerpresse anzuwerfen…ich weiß nicht. Krimis werden von den Verlagen eigentlich nur aus Idealismus veröffentlicht, um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Sie werden in einer Art Mischkalkulation quersubventioniert durch marktgängige Bücher wie Doktorarbeiten, Hausfrauenbiographien, Erste-Liebe-Ergüsse und Familiensagas pensionierter Oberstudienräte.


    Auch Thriller werden kaum gelesen. Da sieht es mit den Absatzzahlen noch trostloser aus als bei den Krimis. Das ist auch kein Wunder, denn Thrill
    haben die Leute in ihrem Privatleben genug: Betriebsprüfung, Seitensprung-Management, Haftprüfungstermine wegen verweigerter Unterhaltszahlung, Bürointrigen, Besuche beim Filius in der Geschlossenen, Nachbarschaftskriege, Gehaltspfändung, polizeiliche Verfolgungsjagd nach alkoholbedingtem Durchbrechen einer Straßensperre, Versteckspiele mit dem Gerichtsvollzieher, etc. Da ist man heilfroh, wenn man abends mal etwas Sinnvolles tun kann. Statt seine knappe Zeit mit Büchern zu verschwenden, bevorzugt man mediale Weiterbildung anhand niveauvoller TV-Formate wie GZSZ oder DSDS.


    Und Chick-Lit. Schauen Sie sich doch nur die Größen unter den Selfpublisherinnen (Indies) an. Jene Romance-Königinnen und Histo-Queens, die vorwiegend über das Internet veröffentlichen. Die schaffen es pro Monat doch höchstens ein Buch zu schreiben. Und brauchen ganze vier Bücher um Auflagenmillonärin zu werden. Dass man damit auf keinen grünen Zweig kommt, ist doch klar. Deshalb kommen sie in ihrem Leben nie über einen
    zweistelligen Millionenbetrag an Tantiemen hinaus. Oder kennen Sie etwa eine Chic-Lit-Queen, die mit eigener Learjet-Flotte um die Welt düst sowie die Kapuzenpullis aus Silicon Valley?


    Es ist also keineswegs so, dass man heute ein Buch veröffentlicht und morgen bereits Milliardär ist. Es kann im Extremfall bis zu vier Wochen dauern, bevor die erste Million hereinrollt.


    Jetzt können Sie natürlich fragen: woran liegt das, dass Autoren so wenig verdienen? Liegt es daran, dass Bücher so wenig kosten, zu viele Freizeitangebote existieren, es zu viele Konkurrenzmedien gibt oder daran, dass das Unterschichten-Fernsehen den Markt kaputt macht? Vergessen Sie alle diese vorgeschobenen Gründe. Der Hauptgrund ist folgender: es gibt einfach zu wenige Autoren. Die Verlage suchen händeringend nach neuen Autoren, aber niemand meldet sich. Keiner will schreiben. Das Manuskript-Angebot unbekannter Autoren bei Verlagen tendiert gegen Null. Fragen Sie mal Ihren Nachbarn oder die Kassiererin bei Aldi, wann sie zuletzt ein Buch geschrieben haben? Oder den Polizisten bei der nächsten Verkehrskontrolle. Falls Ihnen diese Klientel nicht representativ genug erscheint, fragen Sie Ihren Chef oder Ihren Arzt. Sie werden zu hören bekommen: Nada. Nichts. Tote Hose. Und weil es so wenige Autoren gibt, gibt es auch zu wenige Leser, denn die fleißigsten Leser sind nun einmal Leute, die selbst schreiben. Wer nicht schreibt, der nicht liest. So einfach ist das.


    Als Folge dieses unhaltbaren Zustandes gibt es auch jedes Jahr viel zu wenige neue Bücher. Die Gesamtzahl der jährlichen Neuerscheinungen ist wirklich ein Witz. So als ob die Bundesrepublik ein Entwicklungsland wäre. Lassen Sie sich von der offiziellen Zahl (es kursiert die Mär von einer Quadrillion neue Bücher pro Jahr) nicht täuschen. Die Zahl ist zwar formal richtig, aber wenn man sämtliche „Unreinheiten“ herausrechnet, bleibt von den Neuerscheinungen praktisch nichts mehr übrig. Das, was die Zahl so phänomenal aufbläst, sind Schulbücher, Fachbücher, Lexika und andere Nachschlagwerke sowie Neuauflagen.


    Außerdem zählen dazu Bücher, die zwar formell als „Buch gelten“, die aber so dünn sind, dass sie eigentlich als Reklamheft einzuordnen wären. Oder sie sind so dick, dass man sich beim Tragen einen Leistenbruch zuzieht. Dann fallen sie unter das Waffengesetz und müssen ebenfalls ausscheiden. Dann gibt es noch Bücher, die Themen behandeln, über die schon einmal ein anderer Autor geschrieben hat. Das ist ja eigentlich Schmu und sollte auch nicht mitgezählt werden. Wo kommen wir denn hin, wenn sich die Autoren gegenseitig die Themen klauen. Wer eine Liebesgeschichte kennt, kennt doch alle, oder?


    Das schlimmste übrigens, was einem Autor passieren kann, ist, dass sein Buch verfilmt wird, womöglich noch in Hollywood. Meist erhält er für die Filmrechte nur ein Taschengeld, das gerade mal reicht, um drei Häuserblocks in Citylage zu erwerben. Wenn er dann auch noch am Drehbuch mitarbeitet, kommt er überhaupt nicht mehr zum Schreiben und verdient weniger als vorher. Und wenn der Film herauskommt, vergleicht jeder Leser das Buch mit dem Film und wirft dem Autor vor: was?! So war das gemeint! Das habe ich mir aber ganz anders vorgestellt. Von diesem Autor lese ich nie wieder etwas. Romanverfilmung in Hollywood – das ist das Schlimmste. Wenn das passiert, ist es mit der Karriere ganz aus.



    Ebook: 1,99 €

    Ein Ebook für Leser, die sich gerne der alten Zeiten erinnern, die schwelgen wollen in der Nostalgie der Achtziger, der ausschweifenden Disco-Nächte, des „Saturday-Night-Fevers“ und der endlosen Exzesse. Aber auch für jene, die der Unterschied interessiert zwischen den unzähligen Betriebstypen der Gastronomie. Was unterscheidet Bistro und Bar, Restaurant und Bistrorante, Resto-Bar und Café-Restaurant? Wo verläuft die klare Trennung zwischen Pinte und Pub, Kneipe und Beisl, Taverne und Spelunke? Wer die Feinheiten kennt und alle Untertypen der Betriebsart Discothek frei aufsagen kann, gewinnt vielleicht eines Tages bei Jauch die Million. Falls nicht, hat er immerhin erfahren, warum er nie am Türsteher vorbeikam und sich dabei gut unterhalten.Die wilden Jahre der Achtziger. Ja, es war eine schöne Zeit. Über allem schwebte der Hauch von Miami Vice, jener Erfolgsserie mit Don Johnson und Philip Michael Thomas. Für die vielen Nachahmer damals bedeutete dies nicht nur kesse Sprüche, sondern auch das passende Outfit: Sonnenbrille und Stoppelbart, Sportwagen (am liebsten Ferrari) und pastellfarbenes Sakko. Vor allem galt es, jene Lässigkeit an den Tag zu legen, die leicht zum Lotterleben ausarten kann, in jedem Fall zum Hedonismus. Die grenzenlose Lust am Ausgehen – dafür war in den Achtzigern gesorgt.

    Hier zur Unterhaltung mal wieder etwas zum Schmunzeln...


    Entschuldigung, was sind Sie – Autor?!
    Das ist doch kein Beruf! Haben sie nichts gelernt oder warum tun Sie sich das an? Sie haben vielleicht Nerven. Soll Ihre Familie sich für Sie schämen müssen?Ihre Eltern müssen ja vermögend sein, wenn sie Sie in Ihrem Alter noch durchfüttern. Oder jobben Sie nebenher in der Kneipe? So pro forma, so dann und wann, wenn`s dem Herrn Schriftsteller mal beliebt. Jaja, so bummelt man man durchs Leben.


    Das Studium wohl abgebrochen. Erst Jura, dann Germanistik und Literaturwissenschaften war auch nichts für Sie, wie? Zu theoretisch. Was andere über Schriftsteller sagen, interessiert Sie nicht, Sie sind selbst einer. Na, wenn Sie sich da mal nicht täuschen. Jobs waren auch nicht so Ihr Ding. Die Leute haben Sie genervt, waren Ihnen zu gewöhnlich, zu dumm, zu oberflächlich und Sie haben sie erschlagen mit Ihrer Tiefsinnigkeit. Ja, ja.


    Autor – nicht zu fassen! Was machen Sie denn den ganzen Tag? Sagen Sie nichts – ich weiß es. Im Café sitzen, Zeitung lesen, ein bißchen vor sich hinkritzeln und mit der Kellnerin flirten. Ach, früher schrieben die Autoren auch im Kaffeehaus? Ja, weil ihnen nichts anders übrig blieb. Weil in ihren winzigen Buden der Wind durch die Ritzen pfiff. Aber Sie – Sie kokettieren damit. Und immer die existenzialistische Zigarette in der Hand, wie? Und den Dreitagebart und den verlotterten Trenchcoat, den Mantelkragen hochgeschlagen, damit es maskulin aussieht. Sie sind mir einer!


    Was schreiben Sie überhaupt? Hoffentlich keine Krimis, gibt schon genug Mord und Totschlag auf der Welt.Thriller etwa, mit Psychopathen als Protagonisten? Oder Fantasy? Noch einer auf den Spuren von Tolkien.Naja, Hauptsache, keine feuilletonistische Nabelschau, kein manisches Kreisen um die eigene Befindlichkeit. Das sind mir die richtigen. Sitzen in Talkshows, machen auf oberschlau, aber kriegen keinen Satz unfallfrei heraus.


    Nein, nein, hören Sie mir auf mit Botschaften! Botschaften hat jeder, hab ich auch. Eine für meine Frau, zwei für meinen Schwager und für meinen Chef gleich mehrere. Und? Belästige ich die Welt deshalb mit Traktaten? Wenn Sie unbedingt etwas loswerden müssen, gehen Sie zur Beichte. Dafür müssen keine Bäume sterben.


    Und mit Ihrem Verlag kommen Sie zurecht? Ach, Sie sind dort angesehen. Wie hoch war Ihr letzter Vorschuss? Soso, mehr Freiexemplare als gewöhnlich. Sie sind ja ein richtiger Geschäftsmann. Und Ihr Lektor? Schreibt gerne mit, was? Inoffizieller Co-Autor. Streicht Ihnen ganze Seiten raus und den Titel lehnt er immer erst ab. Nach tagelanger Diskussion einigt man sich dann, findet einenKompromiss. Kompromiss, haha. Wir wissen ja, wer am längeren Hebel sitzt. Und die Abrechnung müssen Sie dreimal anmahnen. Mensch, vergessen Sie`s.



    Hallo liebe Forum-Gemeinde,


    hier ist ein kleines, locker geschriebenes Büchlein, das ich 2015 veröffentlicht habe und das nun in der 3. Auflage erscheint. Zunächst einmal der Pressetext des Verlages:
    "Der Homo Saarlandicus lebt in dem kleinsten Flächenbundesland Deutschlands. Und mit der zweitkleinsten Einwohnerzahl im Bundeslandvergleich
    ist er eine fast schon seltene Spezies. Grund genug, ihm auf die Spur zu kommen und die 2.570 km2 Lebensraum unter die Lupe zu nehmen. In essayistischer Weise liefert Peter Waldbauer ein unterhaltsames Bekenntnis zum Saarland: Augenzwinkernd porträtiert er sowohl den gemeinen Saarländer und dessen Eigenheiten als auch Städte, Sprache, Gastronomie und den ganz normalen Alltag dort. Eine Pflichtlektüre für Saarländer und alle, die es ins Saarland zieht."


    Wie kam es zu der Idee?
    Wie meistens - spontan. Ich selbst wohne seit 2006 in der Nähe von Heidelberg und habe zuvor 30 Jahre in Saarland gelebt. Nach einigen Jahren in meiner neuen Umgebung sind mir einige Dinge, die im Saarland anders waren, so stark aufgefallen, dass ich sie beim Spazierengehen immer wieder spontan in Sätzen formulierte. Hauptsächlich ging es dabei um die Mentalität der Leute in der Rhein-Neckar-Region, um den unterschiedlichen Arbeitsethos zwischen Saarländern und Kurpfälzern/Badenern und vor allem - um die Gastronomie. Richtig geärgert hat mich beispielsweise, wenn hier spät abends kaum noch Lokale mit guter Küche geöffnet waren. Diese Ignoranz gegenüber Genuss - im Saarland ein Unding!


    Eines weiß ich sicher: wäre ich im Saarland geblieben, hätte ich das Buch nie geschrieben. Kulturelle Unterschiede erkennt man am besten aus der Ferne und erst mit etwas Abstand zum Gewohnten. Natürlich ist das Buch nicht nur für Saarländer, sondern auf für jene, dienicht im Saarland wohnen, aber vielleicht gerne mal hinreisen. Ich wollte zeigen, wie der Saarländer zu leben versteht. Vielleicht mag sich mancher von der saarländischen Lebensart - die ja so viel mit der französischen gemein hat - eine Scheibe abschneiden oder, falls nicht, sie wenigstens als amüsantes Phänomen bestaunen.

    Also, da es hier eine Rubrik gibt - Welche Sternzeichen sind im Forum unterwegs? - habe ich mal folgenden Beitrag eingestellt:

    Was haben Markus Heitz, Christoph Hardebusch und Sebastian Fitzek gemeinsam? Ganz einfach: sie sind Sternzeichen Waage. Zufall? Einfach die passenden rausgesucht? Aha!
    Okay, dann weiter: Akif Pirincci, Charlotte Link, Rebecca Gablé, Ingrid Noll, Jacques Berndorf, Jakob Arjouni, Elfriede Jelinek – ebenfalls alle Waage. Und früher: Günter Grass und Otfried Preußler. Ja, die Häufigkeit ist schon auffallend.

    In diesem Sternzeichen geboren zu sein, „garantiert“ anscheinend den Bestseller-Erfolg. Sicher, es gibt auch andere erfolgreiche Schriftsteller, die keine Waagen sind, aber die Waagen katapultiert es ziemlich rasch nach oben, in vielen Fällen über Nacht. Sie sind für die höhere Gesellschaftsebene - „berühmte Schriftsteller“ - offenbar gemacht. Wenn irgendwo ein neuer Stern am Literatenhimmel auftaucht, kann man fast sicher sein, dass es sich mal wieder um eine Waage handelt.


    Woran liegt das? Nun, hier eine Theorie: Es ist der künstlerische Anspruch der Waagen, unbedingt einen kreativen Beruf auszuüben. Dies zeigt sich schon recht früh bei ihnen und von da an beschäftigt sie höchstens noch die Frage, welche Kunstform es sein wird. Manchmal gelingt die Abgrenzung auch nicht, so wie bei Grass, der nebenbei zeichnete und bildhauerte. Vielseitigkeit oder die Fähigkeit genauso gut „etwas anderes“ machen zu können, findet man bei den Waage-Autoren seltener. Sie sind in dieser Hinsicht (zu ihrem Vorteil) festgelegt. Entweder hungern oder berühmt werden. Also, fangen sie früh an und von da an heisst es: volle Kraft voraus.


    Außerdem fördert ihre starke Kreativität natürlich den Erfolg und macht sie einzigartig. Wie bei Pirincci (Katzenkrimi), Mario Puzo (Familienstruktur Mafia), Anne Rice (Welt der Vampire) Otfried Preußler (Der kleine Wassermann), Günter Grass (Oskar Matzerath) oder Fitzgerald (Benjamin Button). Ja, sie sind schon toll, die Waage-Autoren.


    Auf internationaler Ebene fallen mir noch Namen ein wie: Cecelia Ahern (P.S. Ich liebe dich), Marc Levy, Donna Leon, Carlos Ruiz Zafón, Italo Calvino, John le Carré, Truman Capote, Graham Greene, Arthur Miller und William Faulkner. Früher: Oskar Wilde, Büchner und Kleist. Und natürlich das „Urgestein“ Cervantes.


    Jetzt bitte nicht mit Stephen King kommen (ja, ich weiß, Jungfrau ist auch ein „typisches“ Schriftsteller-Zeichen); oder mit John Grisham oder Dan Brown oder Nicholas Sparks (die ebenfalls keine Waagen sind). Es geht hier nicht um Ausschließlichkeit, es geht um Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit, zumindest eine leicht erhöhte („signifikant“ wie der Statistiker sagt).


    Also, ihr Waage-Nachwuchs-Autoren, freut euch und haltet durch. Es nur eine Frage der Zeit, bis ihr entdeckt werdet. Und die anderen? Die sollen natürlich auch weiter machen – Stephen King & Co lassen grüßen.

    Kennt Ihr den Film „Cliffhanger“ mit Sly Stallone?
    Erinnert Ihr euch an die Anfangsszene, in der Stallone die Freundin seines Bergkameraden retten will und diese abstürzt? Stallone (alias Gabe Walker) erleidet danach ein Trauma und will nie wieder in die Berge. Später macht ihn auch noch seine Freundin (Janine Turner) fertig. Man will ihr zurufen: Jetzt hör doch mal auf, laß` den armen Sly in Ruhe.


    Oder Rambo I. Diese Abneigung, die Rambo (wieder zu Beginn) entgegenschlägt als er seinen Vietnamkameraden besuchen will. Die ältere Frau, die die Wäsche aufhängt (wahrscheinlich dessen Mutter) ist dermaßen abweisend zu Rambo, dass man sofort für ihn Partei ergreift. Erst recht danach, wenn der Sheriff ihn nicht in der Stadt haben will und ihn wegen „Landstreicherei“ (so etwas Harmloses) verhaftet. Soviel Ungerechtigkeit für den armen Sly („ich hab` nichts getan“) ist schwer zu ertragen.


    Was Stallone in seinen Filmen macht, ist ganz einfach: Mitleid wecken. Der Held muss leiden und zwar so, dass er dem Zuschauer leid tut. Stallone (der seine Drehbücher selbst schreibt) folgt hier radikal der amerikanischen Drehbuchautoren-Schule, die mit der amerikanischen Creative-Writing-Schule fast identisch ist. Diese wiederum fusst auf den 3.000 Jahre alten Regeln des Dramas seit Aristoteles.


    Konflikt ist – wie hinlänglich bekannt – ja die Basis jeder Geschichte, aber Konflikt ist schon Streit, Bankraub, Verfolgungsjagd, etc. Mitleid ist viel stärker, Mitleid schafft Identifikation mit der Figur. Bloßen Konflikt kann man auch als unbeteiligter Zuschauer verfolgen. Bei Mitleid will ich, dass die Figur zu ihrem Ziel kommt.


    Stallone weiß also genau, was er macht. Es genügt ihm nicht „Aktion“ zu drehen. Er baut den Mitleidseffekt immer in seine Filme ein, selbst dort, wo es komisch und absurd wirkt. Zum Beispiel in Rambo II (der Auftrag). Mit einer Vietnamesin, die er eben erst kennengelernt hat, bahnt sich eine Liebesbeziehung an („ich bin entbehrlich“) und prompt wird sie von den Feinden erschossen. Rambo ist daraufhin wütend und wütet nun erst recht unter seinen Verfolgern. Das ist natürlich Unsinn, denn so schnell kann sich der Zuschauer für die weibliche Figur gar nicht erwärmen. Aber Stallone ist eben ein Besessener. (Brigitte Nielsen schildert in ihrer Autobiographie, dass er schon früh morgens am Schreibtisch saß und an seinen Drehbüchern feilte.)


    In Rocky III stirbt sein Trainer Mickey, in Rocky IV stirbt seine Freund Apollo, in Rocky V verliert er sein ganzes Vermögen – der Held muss leiden. In „Over the Top“ ist sein Schwiegervater die ganze Zeit gegen ihn, in „Lock up“ wird er vom Gefängnisdirektor tyrannisiert, in „Copland“ basiert der ganze Film auf dem Mitleideffekt, usw. Immer hat die Figur, die Sly spielt, seelische Probleme, wird benachteiligt, gehänselt, nicht für voll genommen, ungerecht behandelt, erleidet Schicksalsschläge, stirbt der Freund oder Vertraute. Wohin man schaut Mitleid, Mitleid, Mitleid. Danach kommt die Action – schon klar – aber zuerst muss die Figur mitleidsvoll eingeführt sein. Auch im Film Cliffhanger zittert und friert Sly später noch genügend im Schnee, um dem Mitleidseffekt neuen Antrieb zu geben.


    Stallone ist natürlich nicht der einzige in Hollywood, der den Dreh raus hat. Michael Douglas kann es genauso (natürlich nur, wenn er den Guten spielt). Bei Polizisten gehört es ja schon zur Grundausstattung ihrer Figur: Alkoholproblem + geschieden + Krach mit Exfrau/ Freundin + Geldprobleme + Tochter ist rebellisch + Dienstaufsichtsbeschwerde + Vorgesetzter hat ihn auf dem Kicker (Eddie Murphy in Beverly Hills Cop). Wenn man das Muster einmal erkannt hat und in Filmen darauf achtet, wirkt es fast schon wieder amüsant - ein Einheitsbrei, der aber im einzelnen Film funktioniert, sodass man die übergeordnete Struktur vergisst.


    Und in Romanen? In Romanen ist es genauso.
    Clarice Starling in Schweigen der Lämmer: Nein, es genügt dem Autor nicht, dass sie aus dem Waisenhaus kommt, sie muss auch noch von Krendler (Justizministerium) fertig gemacht werden und anfangs (Anfang ist immer sehr wichtig) wird sie von Lecter traktiert und ganz abscheulich von Mick (aus der Zelle nebenan). Zudem besteht die Gefahr, dass sie bei der Prüfung durchfällt, weil sie wegen der Jagd auf Buffalo Bill nicht zum Lernen kommt. Ach ja, und gegen das Anbaggern von Dr. Chilton, dem schmierigen Anstaltsleiter, muss sie sich auch noch wehren. Die arme Clarice hat ein ganz schönes Päckchen zu tragen. Und das, obwohl sie es als Frau ohnehin schwer hat, in einem Männerberuf. Clarice ist genau wie Stallone ein Underdog.


    Und ihr Vorgesetzter John Crawford? Der hat`s natürlich besser, weil er männlich ist und erfahren und in der Hierarchie weiter oben angesiedelt, aber – dessen Frau (Bella) ist schwer krank und sie stirbt schließlich, so dass auch Crawford – gemäß den Regeln des Dramas – leidet.
    Der arme Holden Caufield im „Fänger im Roggen“ – ein einziger Mitleidsroman, der arme Art in „Die Geheimnisse von Pittsburgh“ wird von seinem Vater im Restaurant zum Weinen gebracht, der arme Grenouille (das Parfüm) wird in der Gerberei schamlos ausgebeutet, der arme Oliver Twist und erst der arme Pinocchio…Ja, es ist wirklich einfach dieses Schema, aber so läuft das Spiel mit den Figuren.


    Also, liebe Romanschreiber. Wenn ihr wollt, dass die Leser mit euren Figuren mitfiebern, dass sie wissen wollen, wie es es mit ihnen weiter geht, und dass sie euer Buch auf keinen Fall vorzeitig aus der Hand legen, dann sorgt dafür, dass es euren Helden erst einmal so richtig dreckig ergeht!

    Hallo zusammen,


    nachdem ich mir vor mir einiger Zeit noch einmal ein paar Kinder- und Jugendbücher aus früherer Lesezeit zu Gemüte geführt habe (u.a. Otfried
    Preußler und Danny`s Streiche im Wilden Westen) ist mir eines in Erinnerung gekommen, an dessen Namen und Autor ich mich nicht mehr erinnere. Ich weiß von der Geschichte nur noch soviel: 2 jugendliche Helden im Wald sind hinter etwas her oder laufen vor etwas weg und dann treffen sie plötzlich auf ein rundes Haus, aus dem ein rundes Männchen tritt. Das runde, ältere Männlein ist sehr nachdenklich, aber hilfsbereit und nimmt die beiden mit in sein Haus. Dann zieht das Haus seinen Schornstein ein, so dass es nun wirklich kugelrund ist und rollt eine Zeitlang durchs Gelände, den Wald, die Berge. etc. Irgendwann halten sie an und dem runden Männlein gelingt es, die Probleme der beiden jugendlichen Helden zu lösen...(keine Ahnung mehr was das war).


    Ich finde die Idee sehr kreativ und würde das gerne noch einmal lesen. Das Buch war schon etwas dicker, keine Kurzgeschichte. Es muss um das Jahr 1976 erschienen oder im Handel gewesen sein. Vielleicht erinnert sich jemand aus meiner Altersgruppe (Jahrgang 1966), das auch gelesen zu haben und kann helfen. Damals gab es ja noch nicht so viele Kinder-/Jugendbücher wie heute. Vielen Dank für Hinweise/Tipps.