Beiträge von Blackfairy71

    Zitat

    Hinweis:
    ZDF und ORF verfilmen derzeit diesen Roman „Die Seelen im Feuer“. Die Autorin hat am Drehbuch mitgearbeitet und war auch bei den Dreharbeiten dabei.


    Am 2. März läuft der Film um 20:15 Uhr im ZDF.


    Und ich habe das Buch immer noch nicht gelesen... :rolleyes:

    Zitat

    Obwohl das Buch die Henkerstochter heißt sind eigentlich ihr Vater und der junge Medicus Simon die Hauptpersonen


    Den Titel fand ich auch etwas unpassend. Aber ansonsten hat mir das Buch ganz gut gefallen. Ich muss die Reihe auch mal weiterlesen, gibt ja schon ein paar Teile davon. :D:


    Autor: Hope Cavendish
    Titel: Zeitgenossen III - Pakt mit den Rittern des Dan
    Originaltitel: s.o.
    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
    Erschienen: 13. Dezember 2014
    ISBN 10: 1505337143
    ISBN 13: 978-1505337143
    Seiten: 228
    Einband: TB
    Serie: Teil 3 von zur Zeit 3 der "Zeitgenossen"
    Preis: 8,99 Euro


    Inhaltsangabe:
    Gemma trifft ihre Freunde Maddy, Miguel und Francisco wieder. Die Begegnung mit Francisco verläuft ganz anders, als sie erwartet hätte. Ausgerechnet er hilft ihr dabei, sich über viele Dinge in ihrem Leben klar zu werden. Bei dem Versuch, mehr über die Ritter des Dan herauszufinden, lernen Gemma und Fergus dann einen irischen Schriftsteller kennen, dessen Werk eines Tages bahnbrechende Berühmtheit erlangen wird. Sehr viel später erst tritt Giles wieder in ihr Leben und zwischen ihm und Gemma scheint sich alles verändert zu haben. Welche Rolle spielen die Ritter des Dan dabei? Wird Gemma nun einen neuen Kampf aufnehmen?

    Meine Meinung:
    Dies ist der dritte Teil der historischen Vampirsaga und mittlerweile schreiben wir das Jahr 1840. Gemma verlässt London und besucht ihre Freunde Miguel und Maddy auf Mallorca, da sie schon seit vielen Jahren nichts mehr von Giles gehört hat. Zunächst hat sie Angst dort auch auf Francisco zu treffen, doch das Wiedersehen läuft anders als erwartet.
    Auf einer einsamen Wanderung über die Insel will Gemma sich über einiges klar werden und zurück bei den Freunden, beschließen sie gemeinsam, mehr über die Ritter des Dan herauszufinden, einem geheimen Orden von Vampirjägern. Zurück in London gesellt sich auch Fergus wie verabredet wieder zu ihnen, der Gestaltwandler. Nur Giles bleibt verschwunden und Gemma muss annehmen, dass sie in seinem Leben keine Rolle mehr spielt.
    Als sie ihn schließlich doch wieder treffen, verhält er sich abweisend, schließt sich den Freunden aber bei der Suche nach den Rittern des Dan und im anschließenden Kampf gegen die Sybarites in New Orleans an. Gibt es für Gemma und Giles vielleicht doch noch eine Chance?

    Ich liebe diese Reihe und es ist bei jedem neuen Teil wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Gemma, Maddy, Miguel, Francisco, Fergus und Giles, sie alle sind mir ans Herz gewachsen und ich begleite sie immer wieder gerne auf ihren Reisen durch die Zeit, auf denen sie Zeugen wichtiger Ereignisse werden oder berühmte Personen treffen. In diesem Teil fand ich die Begegnung mit dem irischen Schriftsteller besonders amüsant. Sein größter Erfolg ist mein absolutes Lieblingsbuch und für mich ein Meisterwerk der Vampirliteratur. Auch die Orte, die die Freunde besuchen, fand ich wieder sehr interessant. Mallorca, London, New York, Chicago...
    Der Schreibstil von Hope Cavendish ist wie immer sehr anschaulich und lebendig und man sieht die Städte und Straßen genau vor sich, als wäre man dabei.

    Auch der dritte Teil ist wieder eine gute Mischung aus historischem und Vampir-Roman und das Ende bietet schon einen kleinen Ausblick auf den vierten Teil. Ich bin schon sehr gespannt wie es weitergehen wird mit der Suche nach dem Ursprung der Vampire.

    Veröffentlicht am: 04.02.15

    Ich habe dein Posting leider zu spät gesehen. Ich habe das Buch gelesen...vor zwei oder drei Jahren etwa. Es stimmt, dass es zwischendurch ein paar Längen gab und insgesamt hätte es spannender sein können. Aber trotzdem mochte ich es irgendwie. Es war mal was anderes aufgrund von Merrilys Job und ich mag sie einfach und ihre Tochter ebenso.
    Ich habe sogar die nächsten beiden Teile gelesen und Teil 5 liegt schon auf dem SUB. :D1: Zwischen den ganzen Thrillern und Horrorgeschichten, die ich so lese, brauche ich zwischendurch mal was Ruhiges und da passt Merrily ganz gut. :D:


    Autor: John Matthews
    Titel: Stadt in Angst
    Originaltitel: Letters from a murderer
    Verlag: Page & Turner
    Erschienen: Sept. 2014
    ISBN 10: 3442204380
    ISBN 13: 978-3442204380
    Seiten: 512
    Einband: broschiert
    Serie: --
    Preis: 14,99


    Inhaltsangabe:
    Klappentext: New York 1891. Eine Prostituierte wird brutal ermordet. Ihre Leiche weist dieselben Verletzungen auf wie die Opfer einer berüchtigten Mordserie in England. Hat der Mörder den Atlantik überquert, um seine Spur zu verwischen? Oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter? In der amerikanischen Metropole, die ohnehin mit Bandenkriminalität, Korruption und Verbrechen zu kämpfen hat, geht die Angst um. Der aristokratische englische Kriminalanalytiker Finley Jameson soll den Fall für Scotland Yard vor Ort aufklären. Und er ist zunächst wenig begeistert, als ihm der toughe New Yorker Cop Joseph Argenti zur Seite gestellt wird. Doch trotz aller Bemühungen des ungleichen Ermittlerduos wütet der Mörder weiter – und treibt zudem ein perverses Spiel mit der Polizei ...

    Meine Meinung;
    Das Thema Jack the Ripper interessiert mich schon lange. Am interessantesten ist natürlich die Tatsache, dass er nie gefasst wurde. Jedenfalls offiziell.
    Interessant ist auch, dass es in New York ähnliche Morde gab, als die in London aufhörten. Hier setzt die Geschichte von John Matthews ein. Eigentlich ermittelt der Polizist MacCluskey im Fall einer ermordeten Prostituierten, aber dem Polizeichef und auch dem Bürgermeister passt es nicht, dass dieser anscheinend korrupt ist und damit ein schlechtes Licht auf die gesamte Polizei wirft. Also wird kurzerhand der Detective Joseph Argenti auf den Fall angesetzt. Ihm zur Seite gestellt wird der Kriminalanalytiker Finley Jameson gestellt, der schon bei den Mordfällen in London ermittelt hat und sich in die Denkweise von Jack the Ripper hinein versetzen kann.
    Dies passt MacCluskey natürlich gar nicht und er nutzt seine Verbindungen zu Gangsterboss Mike Tierney, um den neuen Ermittlern bei jeder Gelegenheit Steine in den Weg zu legen.

    Charakterlich treffen mit Argenti und Jameson zwei Gegensätze aufeinander, die sich erst einmal zusammenraufen müssen. Aber die Jagd auf den berühmtesten Serienkiller aller Zeiten vereint sie und nach und nach werden sie ein gutes Team. Unterstützung bekommen sie von Jamesons Assistenten und gutem Freund Lawrence, der einen brillanten Verstand hat, aber in der Vergangenheit leider oft missverstanden wurde.
    Wie schon in London schickt der Ripper auch in New York Briefe an die Zeitungen und beginnt auch hier ein Spiel mit den Ermittlern, besonders mit Jameson. Und der Killer wird immer dreister, mordet schließlich sogar fast unter den Augen der Polizei und gibt Jameson dafür die Schuld.
    Aber gibt es noch mehr Verbindungen zwischen den Opfern, außer, dass sie alle Prostituierte waren? Was haben die Zeichen auf den Leichen zu bedeuten?

    Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten, da ich ja keinem die Spannung nehmen möchte. Aber auf jeden Fall ist John Matthews mit "Stadt in Angst" ein spannender historischer Krimi gelungen, der den Leser in die dreckigen und stinkenden Straßen des New York 1892 versetzt. Das Verbrechen regiert, in den Armenvierteln ist ein Leben keinen Cent wert und jeder kämpft um das eigene Überleben. Der Schreibstil ist lebendig und es gibt immer wieder Wendungen in der Geschichte, so dass keine Langeweile aufkommt.
    Letztendlich ist es natürlich ein fiktiver Roman, aber das heißt ja nicht, dass nicht alles so gewesen sein könnte ;-)

    Ob es eine Fortsetzung geben wird, geht aus dem Buch so nicht hervor. Das Original "Letters from a murder" erschien 2013 und aufgrund des Endes könnte da aber durchaus noch etwas kommen.

    Veröffentlicht am: 26.01.2015


    Autor: Wiebke Lorenz
    Titel: Alles muss versteckt sein
    Verlag: Karl Blessing Verlag
    Erschienen: 2012
    ISBN 10: 3896674692
    ISBN 13: 978-3896674692
    Seiten: 352
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 15,95


    Meine Meinung:
    "Weißt du, wozu du fähig bist? Ahnst du es auch nur ansatzweise?"


    Marie Neumann sitzt in einer Forensik in Hamburg, einer Klinik für psychisch kranke Straftäter. Sie soll ihren Freunde, den Schriftsteller Patrick Gerlach, heimtückisch im Schlaf ermordet haben. Zuerst wurde ihm die Kehle durchgeschnitten, dann wurde er mit zahllosen Messerstichen attackiert. Man findet Marie in einer Blutlache bei ihm mit der Tatwaffe in der Hand.
    Sie selbst kann sich an nichts erinnern. Das Letzte was sie weiß, ist, dass sie auf einer Premierenparty von Patricks Schwester Vera war und zusammen mit Patrick nach Hause wollte. Danach ist alles weg.
    Aufgrund ihrer Krankheit ist Marie allerdings überzeugt, dass sie die Tat begangen hat, denn in Gedanken hat sie Patrick schon mehr als einmal brutal ermordet. Genau so wie sie sich schon viele andere Gewalttaten vorgestellt hat und sie bildlich vor sich sah. Auch in Bezug auf die Kinder in ihrem Kindergarten. Deswegen hat sie ihren Job als Kindergärtnerin aufgegeben.
    Marie leidet unter Zwangsgedanken, einer psychischen Erkrankung, die meistens durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst wird. In ihrem Fall war das vermutlich der Unfalltod ihrer kleinen Tochter Celia. Auch ihre Ehe mit Christopher ist an diesem Verlust zerbrochen.
    Nun sitzt sie in der Forensik, verurteilt als Mörderin und erzählt dem Psychiater Dr. Jan Falkenhagen ihre Geschichte. Nach und nach kommen ihr mit der Zeit selbst Zweifel daran, dass sie tatsächlich die schreckliche Tat begangen und Patrick, den sie liebte, wirklich ermordet hat. Gemeinsam mit dem Arzt und auch mit Unterstützung ihres Ex-Mannes Christopher rollt sie die Vergangenheit auf.
    Denn ein Leitsatz hat Marie in all der Zeit seit Ihrer Erkrankung immer wieder Mut gegeben: Denken ist nicht Tun!
    Aber wenn nicht sie Patrick ermordet hat, wer war es dann? Kommt der wahre Täter aus dem näheren Umfeld des Opfers?


    Von Anfang an hat mich die Geschichte von Marie gefesselt. Sicher hat jeder schon mal den Gedanken gehabt: "Den könnte ich jetzt umbringen!" Aber wenn man diese Anfälle mit solcher Heftigkeit hat, dass sie das ganze Denken beherrschen, man die Szene in aller Deutlichkeit vor sich sieht und sogar das Blut an den Händen fühlt und derart davon beherrscht wird, dass man Angst hat, mit dem Menschen zusammen zu sein, weil man ihm etwas antun könnte....das muss schrecklich sein. Im Nachwort erklärt die Autorin, dass sich solches Zwangsdenken fast immer gegen die Menschen richtet, die der Erkrankte liebt. Sehr anschaulich und einfühlsam macht die Autorin dem Leser das deutlich und man fühlt mit Marie.
    Marie war mir auch direkt sympathisch und ich habe ihr gewünscht, dass ihr geholfen wird und sich am Ende herausstellt, dass sie unschuldig ist. Ob das der Fall ist, das verrate ich hier nicht. Lest das Buch selbst.

    Ich würde die Geschichte als psychologischen Spannungsroman bezeichnen, im Stil von Joy Fielding. Es ist kein Thriller und auch nicht direkt ein Krimi, aber wirklich sehr gut geschrieben, ein Pageturner.

    Veröffentlicht am: 17.11.2014

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    Hast Du Dir schon mal eine Kossibox gekauft? Ich glaube, da soll es doch im November wieder eine neue geben.


    LG Karin


    Nein, bisher nicht. Ich hatte letztes mal die Halloweenbox bestellt mit verschiedenen Früchtetees. :D:

    Ich trinke gerade einen Schwarzen Tee, der heißt Hausdrache. :D: Mein Schatz meinte, das passt. Aber der heißt so, weil da Drachenfrucht drin ist. Sehr lecker übrigens. :rolleyes:


    Kennt Ihr den Teewicht? Da bestelle ich immer meinen Tee. Die haben auch tolle Geschenkideen. "Der Tee zum Buch" zum Beispiel.


    Schaut mal rein


    Autor: Freda Warrington
    Titel: Dracula kehrt zurück
    Originaltitel: Dracula - The Undead
    Verlag: dtv
    Erschienen: 01.01.2001
    ISBN 10: 3423203897
    ISBN 13: 978-3423203890
    Seiten: 416
    Einband: Taschenbuch


    Inhaltsangabe: Vor sieben Jahren haben Professor Van Helsing, Jonathan und Mina Harker und ihre Freunde dem nächtlichen Treiben des Grafen Dracula ein Ende gesetzt. Doch noch immer lasten die grauenhaften Erinnerungen auf ihren Gemütern. Um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, dass der Vampir wirklich endgültig zur Ruhe gekommen ist, brechen sie noch einmal zum Schloss des Grafen nach Transsylvanien auf.
    Doch schon während der Reise kommt es zu seltsamen Zwischenfällen. Wenig später folgt die bezaubernde Elena, mit der sich Mina angefreundet hat, den Harkers nach England, um sich als Kindermädchen um deren kränklichen Sohn zu kümmern. Aber mit Elena hält auch das Grauen Einzug in das Haus der Harkers. Das brave Kätzchen spielt verrückt, die frommen Eheleute werden von wüsten, erregenden Träumen heimgesucht und schließlich nehmen die Schatten der Vergangenheit beängstigend konkrete Gestalt an. Zu spät erkennen Mina und Jonathan, dass Elena im Bunde mit dem totgeglaubten Grafen steht. Dracula hat nur ein Ziel: Mina Harker soll endgültig die Seine werden. Die Jagd beginnt.


    Meine Meinung: Nachdem ich das Buch nach mehr als zehn Jahren nun zum zweiten Mal gelesen habe, kann ich endlich auch eine ausführliche Rezension dazu schreiben.


    Sieben Jahre sind vergangen, seit Dracula in Transsylvanien getötet wurde. Mina und Jonathan Harker haben einen sechsjährigen Sohn mit Namen Quincey, zu Ehren ihres damals getöteten Freundes Quincey Morris. John Seward und Arthur Holmwood - Lord Godalming - sind inzwischen ebenfalls beide verheiratet. Und Professor Van Helsing ist überzeugt, dass nun die Zeit gekommen ist, wieder dorthin zu reisen, um sich noch einmal zu überzeugen, dass der Vampir wirklich endgültig vernichtet ist. Also machen sich die Freunde zunächst auf den Weg nach Budapest zu einem alten Freund Van Helsings, Professor André Kovacz. Dort treffen sie auch auf Elena, Andrés Nichte, die mit ihrem Vater dort lebt. Die junge Frau freundet sich mit Mina an und bewundert die elegante Engländerin. Sie sehnt sich selbst nach einem freien Leben und möchte nicht als Ehefrau und Mutter enden, so wie es ihr strenger Vater für sie vorgesehen hat. Als die Freunde schließlich weiter zum Borgopass reisen wollen, begleiten Elena und ihr Vater sie und zusammen wohnen sie bei einer befreundeten Bauernfamilie. Ihren wahren Grund für den anschließenden Ausflug in die Berge verschweigen sie allerdings der Familie und auch Elena und ihrem Vater. Nur André Kovacz weiß Bescheid, da Van Helsing seinen alten Freund in einer Weinlaune eingeweiht hat. Ein tragischer Fehler, wie er später erkennen muss. An der Burg Dracula angekommen, erlebt jeder der Freunde diese erneute Begegnung mit dem Ort des Schreckens anders. Und als sie wieder ins Tal zurück und dann nach England heimkehren, ist nichts mehr wie vorher, denn Dracula ist erwacht und er sinnt auf Rache. Hierzu bedient er sich zunächst der jungen Elena und als sie nach dem Tod ihres Vaters als Kindermädchen nach England kommt, bringt sie das Grauen wieder ins Haus der Harkers. Jonathan verfällt immer mehr in Depressionen, die sonst friedliche Katze wird zunehmend aggressiver und Mina sehnt sich plötzlich auf eine Art und Weise nach ihrem Ehemann, wie es sich für die damalige Zeit einfach nicht gehört. Und schließlich wird klar: ihr alter Feind ist zurück. Wird es ihnen zusammen mit ihren Verbündeten dieses Mal gelingen, ihn zu bekämpfen und endgültig zu vernichten?

    Veröffentlicht wurde diese Fortsetzung von Freda Warrington 1997 und damit 100 Jahre nach Bram Stokers „Dracula“. Was man aber nach ein paar Seiten bereits vergisst, denn der Schreibstil ist sehr ähnlich und auch der Aufbau des Buches, denn auch hier gibt es Tagebucheinträge und Briefe. Aber in „Dracula kehrt zurück“ hat der Vampir eine viel größere Rolle, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch erhält er hier durchaus menschliche Züge, während Stoker ihn ja eigentlich nur als blutsaugendes Ungeheuer darstellt. Könnte natürlich daran liegen, dass dieses Buch eine Frau geschrieben hat. *g* Womit ich aber nicht sagen will, dass die Geschichte schmalzig oder schnulzig ist, keineswegs. Man kann durchaus nachvollziehen, dass Mina hin und her gerissen ist zwischen ihrem Ehemann und dem Einfluss des Vampirs, denn schließlich geht es um das Leben ihres Sohnes. Aber ist sie wirklich bereit, dafür ihre sterbliche Seele zu opfern?
    In die Geschichte eingebunden wurde der Mythos der sog. Schule der Scholomanten. Eine Schule mit zehn Schülern, die vom Teufel persönlich geleitet wurde und wo Dracula sein dunkles Wissen und seine teuflischen Fähigkeiten erlernte.


    Eine wirklich gelungene Fortsetzung, die sich nicht hinter dem Klassiker verstecken muss und die damit beginnt, womit „Dracula“ endete: Jonathan Harkers letzter Anmerkung zu den Geschehnissen in Transsylvanien. Die Charaktere sind vielschichtig und neben den altbekannten Figuren kommen ein paar neue wie Elena und André Kovacz hinzu. Dadurch sind John Seward und Arthur Holmwood leider ein wenig zu kurz gekommen, aber man kann halt nicht allen Charakteren den gleichen Raum geben. Und dafür hat die Titelfigur dieses Mal eben auch einen größeren Part bekommen, meiner Meinung nach ein Pluspunkt für die Geschichte.


    Veröffentlicht am: 12.11.14