Beiträge von Blackfairy71

    Meine Meinung:


    Miranda ist 17 Jahre alt, als sie zum ersten Mal auf Lord Benjamin Archer trifft. Eigentlich ist er gekommen, um ihren Vater zu töten. Stattdessen verliebt er sich in die eigenwillige junge Frau und verlässt London, kann sie aber nicht vergessen.
    Als er nach drei Jahren zurückkehrt, macht es ihm die Armut der Familie Ellis leicht, ihren geldgierigen Vater dazu zu bringen, ihm Miranda zur Frau zu geben. Zunächst wütend, sieht sie aber schließlich doch eine Chance auf ein vielleicht besseres Leben.
    Allerdings macht ihr Ehemann es ihr nicht leicht. Er hütet seine Geheimnisse auch weiterhin und trägt auch in ihrer Gegenwart seine Maske. Niemand weiß anscheinend, was mit ihm ist. Das Hauspersonal schweigt. Die feine Gesellschaft von London meidet ihn und bezeichnet ihn als Monster. Ist er entstellt durch eine Krankheit oder einen Unfall? Ist er von Geburt an missgebildet? Und was haben seine Verbindungen zu dem geheimnisvollen West Moon Club damit zu tun?
    Als in Archers Umgebung immer mehr Menschen brutal zu Tode kommen, wird nicht nur die Polizei misstrauisch. Als dann auch noch eine mysteriöse Frau aus Archers Vergangenheit auftaucht, beginnt Miranda sich zu fragen, wen sie eigentlich geheiratet hat.


    Dies ist der erste Teil der Reihe "The Darkest London" und er hat mir gut gefallen. Ich würde es als historische Fantasy bezeichnen mit einem guten Anteil Romantik, aber kitschig oder schnulzig fand ich es nicht. Mirandas Fähigkeit, Feuer entstehen zu lassen, würde man heute wohl als "Pyrokinese" bezeichnen. Erst durch Archer lernt sie, dies als Gabe zu betrachten und nicht als Fluch. Archer selbst dagegen leidet tatsächlich unter einem Fluch. Wie dieser sich auswirkt und was genau er aus ihm macht, werde ich hier natürlich nicht verraten. Ich fand die Auflösung jedenfalls sehr interessant und mal etwas Anderes. Sie kommt auch erst sehr spät im Buch, so dass eine ständige Spannung erhalten bleibt, da man endlich wissen will, was denn nun mit Archer los ist.
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die Sprache nicht zu altmodisch, aber auch nicht zu modern, schließlich spielt das Ganze vor fast 150 Jahren.


    Ich mochte sowohl Miranda als auch Archer von Anfang an. Sie haben beide in der Vergangenheit viel gelitten und ergänzen sich als Paar wunderbar. Sie sind füreinander geschaffen, müssen das aber erst noch erkennen.


    Mit "Im Banne des Mondes" und "Winterflammen" sind bereits zwei weitere Bücher der Reihe erschienen, die ich auf jeden Fall auch lesen möchte.


    Veröffentlicht am: 03.04.2015

    Ich bin eigentlich nicht so schreckhaft oder zartbesaitet...es sei denn, es geht um Tiere oder Kinder. Ansonsten bin ich da schon hart im Nehmen.
    Bentley Little ist ja schon krass, wie ich gehört habe. Richard Laymon ist auch nicht ohne, von ihm habe ich "Vampirjäger" gelesen und fand das stellenweise auch ziemlich ekelig.
    Ich werde "Haunted" einfach mal testen und dann berichten. Demnächst....

    Dazu habe ich auch heute erst eine Rezi bei Lovelybooks gelesen, die mich da schon überzeugt hatte, das Buch auf meine Wunschliste zu setzen. Ich liebe ja Filme zum Thema "Haunted House", aber Bücher kenne ich jetzt nicht so viele in der Richtung. Wird sich bald ändern. :D1:

    Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen, ich habe es vor zwei oder drei Jahren gelesen. Allein schon die Thematik Mittelaltermarkt und Live-Rollenspiele fand ich mal was anderes und ich gehe ja selbst gerne auf Mittelaltermärkte.


    Autor: Eva Almstädt
    Titel: Ostseefeuer
    Verlag: Bastei Lübbe
    Erschienen: 12.03.2015
    ISBN 10: 340417187X
    ISBN 13: 978-3404171873
    Seiten: 384
    Einband: TB
    Serie: Pia Korittki-Reihe Teil 10
    Preis: 9,99


    Inhaltsangabe:
    Der Pastor eines Ostseedorfes wird tot in der Sakristei aufgefunden - ermordet. Kommissarin Pia Korittki und ihr Team vom K1 in Lübeck übernehmen die Ermittlungen. Doch der Fall gestaltet sich schwierig, denn der Pastor scheint keine Feinde gehabt zu haben. Erst als ein zweiter Mord geschieht, beginnen die Fassaden zu bröckeln. Pia, die privat um das Sorgerecht für ihren Sohn Felix fürchten muss, kämpft plötzlich an allen Fronten. Denn im Dorf beginnt ein alter Aberglaube wieder aufzuleben: Es heißt, der Tod holt immer drei ...


    Meine Meinung:
    Mönkenbek ist ein kleines Dorf in Schleswig-Holstein nicht weit von der Ostseeküste entfernt. Eines Morgens wird der Pfarrer Matthias Stöver tot in der Sakristei aufgefunden, anscheinend erschlagen. Aber wer bringt einen Pfarrer um, der anscheinend sehr beliebt war in der Gemeinde, viel für die Jugend und die Kirche im Allgemeinen tat?
    Pia Korittki von der Kripo Lübeck und ihre Kollegen ermitteln und schnell wird klar, dass die scheinbar so heile Welt doch zum größten Teil nur Schein war. Die Ehe von Matthias und Katharina Stöver lief nicht besonders gut, der Pfarrer war in seiner eigenen Familie ein ziemlicher Tyrann und auch der Kirchenrat war mit seinen Entscheidungen nicht immer einverstanden.
    Zeitgleich kommt die Jugendliebe von Katharina, Adrian Pagel, zurück nach Mönkenbek und wird anscheinend am Strand überfallen. Pagel scheint Geldprobleme zu haben und will seinem Bruder eine alte Mühle im Ort verkaufen. Aber ist das der einzige Grund für seine Rückkehr?
    Verdächtige gibt es viele und es scheint, dass immer neue hinzukommen. Die Ermittlungen drehen sich im Kreis und ihr kommissarischer Vorgesetzter, Rist, macht Pia und ihren Kollegen das Leben zusätzlich schwer.
    Hinzu kommen noch die privaten Sorgen, denn Pias Ex möchte eine Änderung des Aufenthaltsbestimmungsrechts erwirken und den gemeinsamen Sohn Felix dauerhaft bei sich und seiner neuen Freundin haben. Seelische Unterstützung erhält Pia hier von ihrem Freund Lars.


    Dies ist bereits der zehnte Teil der Krimireihe um Pia Korittki. Ich selbst bin auch erst mit dem letzten Teil in die Reihe eingestiegen und hatte keine Schwierigkeiten dem Ganzen zu folgen. Die Fälle an sich sind abgeschlossen, nur das Privatleben der Ermittler entwickelt sich weiter. Es steht aber nicht im Vordergrund und es gibt immer ausreichend Erklärungen zu vorherigen Ereignissen. Meiner Meinung nach kann man also jederzeit in die Reihe einsteigen.
    Auch dieser Fall ist wieder spannend und mit einigen überraschenden Wendungen erzählt. Der Schreibstil ist flüssig wie immer.
    Wer solide Regionalkrimis mag, dem wird „Ostseefeuer“ sicher gefallen. Ich persönlich war schon oft dort oben in Dahme, Heiligenhafen und Grömitz und freue mich immer, die Namen zu lesen.


    Veröffentlicht am: 25.03.2015


    Autor: Jeremiah Pearson
    Titel: Die Täuferin
    Originaltitel: Villeins 1 - The Brethren
    Verlag: Bastei Lübbe
    Erschienen: 12.02.15
    ISBN 10: 378572537X
    ISBN 13: 978-3785725375
    Seiten: 608
    Einband: Hardcover
    Serie: 1. Teil der Bund der Freiheit-Trilogie
    Preis: 19,99 Euro


    Inhaltsangabe:
    Kristina ist 17 Jahre alt, als sie mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter von Böhmen in Richtung Mainz zieht, um andere Menschen das Lesen zu lehren. Eine nicht ungefährliche Mission, denn im Jahr 1517 ist es dem „niederen Volk" nicht erlaubt zu lesen und zu schreiben. Das ist nur dem Adel und der Kirche vorbehalten. Schließlich besteht sonst die Gefahr, dass die einfachen Leute zu viel wissen und gegen die Obrigkeit aufbegehren. Schon ihre Eltern und ihre ältere Schwester wurden deswegen als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Zusammen mit ihrem gerade angetrauten Ehemann Berthold, der doppelt so alt ist wie sie, Grit, Ott, Frieda, Rudolph und Simon begibt sie sich auf die gefährliche Reise.
    Es ist nicht nur die Mission selbst, die gefährlich ist. Auch der Krieg ist eine Bedrohung, denn ihr Weg führt sie mitten in eine blutige Schlacht. In dieser kämpft der Soldat Lud, ein Höriger aus dem Dorf Giebelstadt. Für seinen Herrn, den Ritter Dietrich Geyer, zieht er mit einigen jungen Männern aus dem Dorf in den Krieg gegen die Osmanen. Lud ist ein Hitzkopf, der immer mit dem Kopf durch die Wand muss und dem Gerechtigkeit über alles geht. Oft redet er sich um Kopf und Kragen und nimmt auch vor höher gestellten Personen kein Blatt vor den Mund. Einzig Dietrich Geyer toleriert dies.
    Kristina und ihre Leute stoßen auf dem Schlachtfeld zu ihnen und versorgen die Verwundeten. Der Trupp nimmt sie schließlich mit nach Würzburg, lässt sie aber vor den Toren der Stadt frei. Hier wollen sie einen verbündeten Drucker aufsuchen, der ihnen bei ihrer weiteren Mission helfen soll, ihre Schriften zu verbreiten. Keine einfache Aufgabe, denn überall lauert die Gefahr, entdeckt und als Ketzer verurteilt zu werden…


    Meine Meinung:
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich wusste natürlich, dass früher nicht alle Menschen lesen und schreiben konnten, aber dass darauf die Todesstrafe stand, wenn gewöhnliche Menschen andere das Lesen lehrten, das war mir so gar nicht bewusst. Da kann man nur froh sein, dass sich die Zeiten geändert haben, sonst wäre mir ja dieses Buch entgangen. *g*
    Der Autor wechselt in den jeweiligen Kapiteln die Erzählperspektiven zwischen Kristina und Lud, so dass man auch mal Teile der gleichen Handlung aus der jeweiligen Sicht des anderen erfährt, was mir gut gefallen hat. Später kommen dann noch zwei weitere Charaktere hinzu.
    Sehr schön finde ich auch das Cover sowie die Karte auf der Innenseite. Auch eine Auflistung aller Personen gibt es zu Beginn, was immer sehr hilfreich ist.


    Kristina mochte ich gleich, sie hat einen starken Willen und trotz allem, was sie schon erlebt hat, geht sie unbeirrt ihren Weg. Auch Marguerite, Grit, war mir gleich sympathisch.
    Ebenso ging es mir mit Lud. Durch die Pocken hat er seine gesamte Familie verloren und ist selbst durch die Krankheit entstellt. Er hat keine Angst vor dem Tod und tut alles, damit „seine" Jungs aus dem Krieg wieder heimkehren können. In Dietrich Geyer von Giebelstadt hat er einen strengen, aber gerechten Herrn, der eine Art Vaterfigur für ihn ist. Er will Lud sogar das Lesen beibringen, wenn sie wieder daheim sind.


    Das Ende war für mich sehr aufwühlend und emotional. Einige Fragen bleiben offen und lassen genug Spielraum für eine Fortsetzung, die hoffentlich kommen wird.


    Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch nicht nur sehr gut unterhalten hat, ich habe auch mal wieder Interessantes über unsere deutsche Geschichte erfahren. Und das von einem amerikanischen Autor.


    Veröffentlicht am: 16.03.2015


    Sowohl in der Einleitung als auch im Nachwort findet man historische Informationen der handelnden Personen und eine Übersicht über reale und fiktive Figuren dieses historischen Romanes.


    Sowas finde ich immer sehr gut. Erstens lernt man noch was und zweitens kann man da immer mal nachschlagen, wenn man etwas nicht verstanden hat und zig fremde Namen auf einen einstürmen.


    Das Buch liegt übrigens noch auf meinem SUB.

    Meine Meinung:


    Es beginnt mit einem Brief, den Edies Mutter nach fünfzig Jahren erhält, weil dieser auf dem Dachboden eines Briefträgers gefunden wurde. Ein Brief aus der Vergangenheit, über die Meredith Burchill nie spricht, schon gar nicht mit ihrer Tochter Edie. Aber nun ist Edies Neugier geweckt. Sie möchte endlich mehr über ihre Mutter erfahren, die immer so unnahbar scheint.
    Mit ihrem Besuch auf Schloss Milderhurst öffnet sie eine Tür in die Vergangenheit. Sie lernt ihre Mutter als junges Mädchen kennen, als sie 1939 von London nach Kent evakuiert wird und im Schloss des Schriftstellers Raymond Blythe landet. Den sie allerdings so gut wie nie zu Gesicht bekommt. Seine Töchter Persephone (Percy) und Seraphina (Saffy) sowie deren jüngere Halbschwester Juniper kümmern sich um sie und besonders Juniper und Meredith verbindet eine besondere Freundschaft.
    Aber je mehr Edie über die Vergangenheit ihrer Mutter und die Bewohner von Schloss Milderhurst erfährt, desto mehr wird klar, dass alle ein dunkles Geheimnis teilen. Was passierte an dem Abend im Oktober, als Juniper zurück aus London kam und sich das Leben der drei Schwestern für immer veränderte? Und was hat Edies Lieblingsbuch "Die wahre Geschichte des Modermannes" von Raymond Blythe damit zu tun?

    Edie ist Lektorin bei einem Verlag in London und Bücher sind ihr Leben. Um so erstaunter ist sie, als sie erfährt, dass ihre Mutter als Kind eine Zeit lang auf dem Schloss des berühmten Schriftstellers Raymond Blythe gewohnt hat. Ausgerechnet des Mannes, der "Die wahre Geschichte des Modermannes" schrieb, das Buch, das Edie die Tür zur Welt der Bücher öffnete. Ich fand Edie von Beginn an sympathisch, was natürlich zum größten Teil mit ihrer Liebe zu den Bücher zu tun hat. Auch das freundschaftliche, aber leicht distanzierte Verhältnis zu ihren Eltern, besonders ihrer Mutter, konnte ich nachfühlen. Und die Zwiespältigkeit, als sie beginnt in der Vergangenheit zu schnüffeln, denn natürlich ist das auch ein Vertrauensbruch. Andererseits ist es auch eine Gelegenheit für sie, ihre Mutter besser kennen zu lernen.

    Abwechselnd erzählt Kate Morton in der Gegenwart von Edies Suche und in der Vergangenheit aus der Zeit des zweiten Weltkriegs von Percy, Saffy und Juniper. Nach und nach entwirrt die Autorin das Netz aus Familiengeheimnissen und bringt Licht in die dunkle Vergangenheit der Schwestern Blythe.
    Es war mein erstes Buch von Kate Morton und zwischendurch war es ein bisschen zäh, zum Schluss hin aber wurde es wieder fesselnder. Ich habe mir sagen lassen, die anderen Bücher wären besser und deswegen werde ich auf jeden Fall noch ein weiteres lesen.
    Wer Familiengeheimnisse und Reisen in die Vergangenheit mag, der liegt bei "Die fernen Stunden " aber auf jeden Fall richtig.

    Veröffentlicht am 26.02.15

    Mit am interessantesten an diesem Buch fand ich, dass eine Vorfahrin von Katherine Howe selbst eine Beschuldigte in den berühmten Hexenprozessen von Salem war.
    Und insgesamt fand ich das gesamte Buch sehr gut und flüssig erzählt, spannend geschrieben und gut recherchiert. Auch der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart passte.
    Aber ich habe auch festgestellt, dass nich viele die Begeisterung für dieses Buch mit mir teilen. :D: Aber das ist schon okay.

    Mein zweites Buch (nach Friedhof der Kuscheltiere) von Stephen King, das ich damals gelesen habe. Ich fand es spannend, düster und sehr beklemmend. Die ganze Athmosphäre dort in dem Hotel war gruselig.
    King selbst mochte übrigens die Verfilmung von Kubrik nicht, er fand, dass Nicholson viel zu übertrieben spielte. Deswegen hat er später selbst noch mal ein Drehbuch für einen zweiteiligen Fernsehfilm verfasst, dessen Handlung näher am Buch war. Mir persönlich hat diese zweite Verfilmung auch besser gefallen.

    Ein Buch, das ich auch unbedingt mal lesen möchte.
    Die Trilogie ist ja inzwischen auch als Serie fürs Fernsehen verfilmt worden und ich habe gesehen, dass die erste Staffel "The Strain" zur Zeit auf Sky Atlantic läuft.
    Kann ich leider nicht empfangen, aber vielleicht kommt es ja auch bald auf DVD oder auf anderen Programmen.

    Eines der besten Bücher von King. Ich habe es als Teenager gelesen und war so begeistert, dass ich es kurz danach ein zweites Mal gelesen habe. Und noch heute kann ich mich an viele Szenen erinnern und sehe sie vor meinem geistigen Auge vor sich. Nach fast 30 Jahren. :D:
    Von "Das schwarze Haus" war ich aber leider dann doch ziemlich enttäuscht, ich fand es ziemlich...langweilig und ereignislos.

    Glückwunsch Karin! Bei Vorablesen habe ich auch schon oft Glück gehabt. Ich muss da auch mal wieder reinschauen, was so die nächste Zeit im Angebot ist. :D:

    Meine Meinung:


    Es beginnt damit, dass FBI-Agentin Smoky Barrett nach Virginia gerufen wird. Normalerweise liegt das außerhalb ihrer Zuständigkeit, aber die junge Frau wurde anscheinend unbemerkt in einem Flugzeug in der Luft getötet und erst bei der Landung fand man ihre Leiche. Hinzu kommt, dass sie die Tochter eines bekannten Politikerpaares war und die Mutter besteht persönlich auf Smokys Mitarbeit, da diese selbst vor drei Jahren ihre Tochter durch einen Serienmörder verloren hat. Auch ihr Mann wurde dabei getötet und Smoky selbst vergewaltigt und schwer verletzt. Noch heute hat sie zahlreiche Narben, auch in ihrer Seele, die sie immer an diese Nacht erinnern werden und daran, was sie schließlich getan hat.


    Bei der Autopsie wird in der Leiche ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 gefunden. Was hat das zu bedeuten? Nummeriert der Täter seine Opfer und wie lange mordet er dann schon im Verborgenen? Als eine weitere Frau ermordet wird, scheint klar, dass es sich um einen Serienkiller handelt. Und die letztendliche Todesursache und das Kreuz deuten auf religiös motivierte Taten hin. Das bestätigen schließlich auch Videos, die im Internet auftauchen. Der Mann nennt sich selbst „Der Prediger“ und sieht seine Opfer als reuige Sünder, denn alle hatten ein dunkles Geheimnis, dass sie niemals jemandem mitgeteilt haben. Wie aber hat der Täter davon erfahren? Smoky und ihr Team ermitteln im Umfeld der Ermordeten und wie es scheint, haben alle ihr Leben geändert und waren nun gottesfürchtige Menschen, die in ihrer Kirchengemeinde ihre Frieden gefunden hatten.
    Dann kündigt der Täter in einem Video einen weiteren Mord an und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.


    Auch im dritten Teil der Smoky-Barrett-Reihe lässt uns der Autor wieder tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und zeigt uns mal wieder, was Menschen einander antun können. Der Anfang ist vielleicht noch ein bisschen zäh, aber dann kommt die Geschichte in Fahrt und steigert sich bis zum Ende. Sie ist schlüssig und logisch erzählt.


    Auch im privaten Leben von Smoky gibt es Weiterentwicklungen, die mir sehr gut gefallen haben, denn nach allem, was sie durchmachen musste, hat sie es verdient, auch mal wieder glücklich zu sein. Manche kritisieren ja die Rolle der Smoky sei zu kalt, aber man wenn ihren Job und vor allen Dingen ihre Vergangenheit bedenkt, finde ich, sie hat ihr Schicksal gut gemeistert. Andere wären wohl daran zerbrochen.
    Ich mag Smoky, ebenso wie Bonnie und Tommy. Auch die Mitglieder ihres Teams sind mir ans Herz gewachsen: die großschnäuzige Callie, der manchmal etwas brummige Alan und der mürrische James. Jeder trägt auf seine Weise zum Team bei und letztendlich zählt nur eins: die Täter zu erwischen und zur Strecke zu bringen.
    Auch wenn hier manche Dinge wiederholt (z.B. der Mord an Smokys Familie) und somit Erklärungen für Smokys Verhalten geliefert werden und der Fall selbst in sich abgeschlossen ist, würde ich empfehlen, die Bücher chronologisch zu lesen, um die Weiterentwicklung der Figuren besser nachvollziehen zu können.


    Veröffentlicht am: 23.02.2015

    Meine Meinung:


    England 1890. Die junge Lehrerin Charlotte Pauly verlässt Berlin und bekommt im Hause des reichen Abgeordneten Sir Andrew Clayworth eine Anstellung als Gouvernante für dessen achtjährige Tochter Emily.
    Chalk Hill ist ein altes Herrenhaus, auf dem ein düsterer Schatten zu liegen scheint. Das liegt auch daran, dass Sir Andrew allen Angestellten und sogar seiner Tochter verboten hat, über den Tod seiner Frau zu sprechen. Lady Ellen Clayworth ist vor einem halben Jahr anscheinend in den nahen Fluss gestürzt.
    Charlotte ist überzeugt, dass es nicht gut ist für das Mädchen, ihre Trauer tot zu schweigen und versucht, so viel wie möglich über die Umstände des Todes von Emilys Mutter herauszufinden. Sir Andrew ist davon alles andere als begeistert, aber als das Mädchen immer mehr Albträume bekommt und behauptet, ihre tote Mutter zu sehen, kann Charlotte ihn endlich überzeugen, etwas zu übernehmen. Erscheint Emily wirklich der Geist von Lady Ellen? Um das herauszufinden engagiert er Tom Ashdown, der seit kurzem zur "Society for Psychical Research" gehört, die sich mit dem Erforschen von übersinnlichen Phänomenen befasst.


    Ich bin begeistert. "Der verbotene Fluss" ist ein wunderbarer historischer Roman mit einem Hauch Mystery. Atmosphärisch dicht, manchmal düster, sehr fesselnd und flüssig geschrieben. In manchen Szenen bekommt man wirklich eine Gänsehaut. Die Charaktere haben viele Facetten und auch die Nebenfiguren bleiben keineswegs blass. Charlotte ist eine resolute junge Frau, die trotz der Zeit in der sie lebt, weiß was sie will und den Mut hat, ganz alleine in England ein neues Leben zu beginnen. Auch ihre Art, mit der sensiblen Emily umzugehen fand ich sehr sympathisch.
    Tom Ashdown, der auch vor ein paar Jahren einen schweren Verlust erleiden musste, mochte ich von Anfang an. Er lässt sich auch von dem einflussreichen Sir Andrew nicht einschüchtern, dessen Ruf anscheinend wichtiger für ihn ist als seine Tochter. Nach und nach deckt er zusammen mit Charlotte das Geheimnis von Chalk Hill auf.


    Zu Ende des 19. Jahrhunderts ist Spiritismus gerade in England sehr angesagt. Geisterbeschwörungen, Seancen und ähnliches sind gerade in der besseren Gesellschaft sehr beliebt. Die damals gegründete "Society of Psychical Research" gibt es tatsächlich und laut Nachwort der Autorin existiert sie heute noch. Sehr interessant. :-)

    Wer historische Romane mit einem Touch Mystery mag, die auch noch im nebeligen England spielen, der liegt mit "Der verbotene Fluss" genau richtig.


    Veröffentlicht am: 23.02.2015