Beiträge von Blackfairy71


    Autor: Rebecca Gablé
    Titel: Das Spiel der Könige
    Taschenbuch: 1200 Seiten
    Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
    Erschienen: 11. August 2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3404163079
    ISBN-13: 978-3404163076
    Seiten: 1200
    Serie: Waringham-Saga
    Preis: 9,99


    Inhaltsangabe:

    Zitat

    England 1455: Der Bruderkrieg zwischen Lancaster und York um den englischen Thron macht den achtzehnjährigen Julian unverhofft zum Earl of Waringham. Als mit Edward IV. der erste König des Hauses York die Krone erringt, brechen für Julian schwere Zeiten an. Obwohl er ahnt, dass Edward seinem Land ein guter König sein könnte, schließt er sich dem lancastrianischen Widerstand unter der entthronten Königin Marguerite an, denn sie hat ihre ganz eigenen Methoden, sich seiner Vasallentreue zu versichern. Und die Tatsache, dass seine Zwillingsschwester eine gesuchte Verbrecherin ist, macht Julian verwundbar ...


    Quelle: Amazon


    Meine Meinung:
    Gestern habe ich den dritten Teil der Waringham-Saga beendet und ich kann nur sagen, dass ich wieder sehr begeistert bin. Wenn ich so drüber nachdenke, gefiel mir dieser Teil bisher am besten.
    Obwohl ich gleich auf den ersten Seiten ziemlich sauer war auf die Autorin, weil ich mich von einer meiner Lieblingsfiguren aus "Die Hüter der Rose" verabschieden musste. Wie kann sie sowas denn machen? :-(
    Aber dadurch geht die Geschichte natürlich voran und der junge Julian wird überraschend früh zum neuen Earl of Waringham. Wovon er allerdings zunächst gar nicht begeistert ist. Als Knappe aufgewachsen in den Diensten des yorkistischen Earl of Warwick, gerät er zwischen die politischen Fronten des Bruderkrieges zwischen dem Hause York und dem Hause Lancaster, für das sein Vater und sein Großvater seit Jahrzehnten kämpfen. Sein Vorsatz, sich aus der Sache herauszuhalten, gerät jäh ins Wanken, als der Duke of York mit unfairen Mitteln versucht, Julian für sich zu gewinnen. Und ein Gespräch mit seiner Mutter Juliana öffnet ihm die Augen über seinen Vater und das Vermächtnis seiner Familie. Zusammen mit ein paar treuen Freunden und den Halbbrüdern des Königs, Edmund und Jasper Tudor, unterstützt er Königin Marguerite in ihrem Kampf für das Haus Lancaster und ihren Sohn Edouard, damit dieser einmal die Nachfolge seines Vaters, des schwachen Königs Henry antreten kann. Dieser Kampf wird sich über Jahrzehnte und Generationen hinziehen und später als Rosenkriege in die Geschichte eingehen, denn York und seine Nachfolger sind nicht bereit, ihren Anspruch auf Englands Thron aufzugeben.
    Auch Julians Zwillingsschwester Blanche unterstützt den Kampf für das Haus Lancaster. Nach einer schrecklichen Ehe ist sie auf der Flucht vor dem Gesetz und ihrem rachsüchtigen Mann und schließt sich Jasper Tudor und seinen Rebellen in Wales an. Ebenfalls über Jahre beschützen sie einen weiteren wichtigen Erben in der Thronfolge, den jungen Henry, Sohn von Edmund Tudor und Margret "Megan" Beaufort, einer Nachfahrin von John of Gaunt, des Duke of Lancaster.
    Wird es ihnen wirklich gelingen, den Thron für das Haus Lancaster zu halten und England damit endlich Frieden zu geben?


    Kenner der englischen Geschichte wissen natürlich, wie das Ganze ausgeht und wer am Ende der neue König von England wird. Aber bis es soweit ist, passiert sehr viel und Rebecca Gablé gelingt es mal wieder hervorragend historische Fakten und Figuren mit Fiktion zu vermischen, so dass man am Ende glauben kann, dass auch alles wirklich so gewesen sein kann und die Familie Waringham vielleicht doch existiert hat. ;-) Im Nachwort erklärt sie z. B. ihre Idee zu Blanche und Jasper und ich dachte mir: Warum nicht?
    Nach Robin und John ist es mit Johns Kindern Julian und Blanche nun die dritte Generation des Haues Waringham, die hier im Mittelpunkt steht, ebenso wie die Söhne von Owen Tudor: Jasper, Edmund und Owen. Und wie immer sind alle Charaktere bis in die Nebenfiguren vielschichtig und lebendig gezeichnet, bis auf wenige Ausnahmen haben alle sowohl positive als auch negative Charakterzüge, eben menschlich. Auch wenn es manchmal nicht einfach war mit den ganzen Henrys, Edwards, Edmunds usw. *g*
    Was mir auch an den Büchern immer gut gefällt, ist, dass nicht seiten- oder kapitelweise nur gekämpft wird. Oft wird im Nachhinein erzählt, was passiert ist oder es steht in einem Brief oder einer der Charaktere erzählt es einem anderen.
    Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich in der damaligen Zeit hätte leben wollen, aber manchmal wünsche ich mir, dass ein paar der Werte aus dieser Zeit des Rittertums bis heute überlebt hätten.


    Fazit: "Das Spiel der Könige" ist wieder ein rundum gelungenes Kapitel aus der Familiensaga der Waringham, das nicht nur wunderbar unterhält, manchmal witzig, manchmal sehr emotional ist, sondern es bringt dem Leser auch einen wichtigen Teil der englischen Geschichte näher: die Rosenkriege. Ein Bruderkrieg, mit dem das Land und die Menschen eigentlich nichts zu tun hatten, unter dem sie aber trotzdem litten und für den Zehntausende ihr Leben ließen.


    Veröffentlicht am: 23.02.2016


    :pferd:

    Ich habe jetzt kein Thema dazu gefunden.
    Kann ich Archivordner für meine Bücherverwaltung beantragen? Oder kann ich mir die selbst einrichten? Würde das ganze gerne ein bisschen übersichtlicher machen.
    Danke im Voraus. ^^


    Autor: Rebecca Gablé
    Titel: Die Hüter der Rose
    Taschenbuch: 1120 Seiten
    Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 12. Aufl. 2014 (15. Mai 2007)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3404156838
    ISBN-13: 978-3404156832
    Serie: Die Waringham-Saga
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:

    Zitat

    "Etwas Furchtbares war in Gang gekommen, das nicht nur seine Familie betraf, sondern ebenso den König, das Haus Lancaster und ganz England. Ihnen allen schien der Blutmond." England 1413: Als der dreizehnjährige John of Waringham fürchten muss, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, reißt er aus und macht sich auf den Weg nach Westminster. Dort begegnet er König Harry und wird an dessen Seite schon jung zum Ritter und Kriegshelden. Doch Harrys plötzlicher Tod stürzt England in eine tiefe Krise, denn sein Sohn und Thronfolger ist gerade acht Monate alt ...


    Quelle Amazon


    Meine Meinung:
    War es im ersten Teil Robin of Waringham, der im Mittelpunkt der Geschichte stand, so ist es nun sein Sohn John. Als Jüngster in einer ganzen Reihe von Geschwistern und Halbgeschwistern hat er es nicht leicht im Gestüt und auf der Burg. Er wünscht sich nichts sehnlicher als an den Hof des Königs zu kommen und Ritter zu werden.
    Aber Robin findet, er ist mit zwölf Jahren dazu noch zu jung und will ihn lieber in den Dienst des Bischofs Henry Beaufort schicken, einem Bruder des verstorbenen Königs Henry und somit Angehöriger der mächtigen Familie Lancaster. John ist entsetzt und reißt von zuhause aus. Ganz alleine schlägt er sich nach London durch und will sein Glück in Westminster versuchen.
    Im Dienst des jungen Königs Harry wird John schon früh zum Ritter und zieht für sein Land in den immer noch andauernden Krieg nach Frankreich, in dem schon sein Vater und seine Brüder gekämpft haben. Er lernt die dunklen Seiten des Krieges kennen, schließt aber auch Freundschaften, die ein Leben lang halten.
    Abseits des Schlachtfelds wird er ein wertvoller Berater des Königs. Und als Harry viel zu früh stirbt, versucht John sein Bestes, Harrys gerade mal acht Monate alten Sohn zu beschützen und auf seine Rolle als zukünftiger König vorzubereiten. Keine leichte Aufgabe, denn die Feinde sind nicht nur in Frankreich, auch in der eigenen Familie gibt es Intrigen und nicht wenige lauern auf den Thron. Aber zum Glück hat John in dem einflussreichen Bischof Beaufort einen Fürsprecher und Freund. Und einen Lancaster zum Freund zu haben, kann nie schaden...


    Rund 1200 Seiten habe ich nun wieder die Familie Waringham im mittelalterlichen England begleitet. Und es war keine Sekunde langweilig.
    Das Wiedersehen mit Robin of Waringham hat mich sehr gefreut, auch wenn im Laufe der Geschichte eher die nächste Generation in den Fokus rückte. Auch John mochte ich, denn er hat mich sehr an Robin erinnert. Ebenso wie Bischof Henry Beaufort mich an den Duke of Lancaster aus "Das Lächeln der Fortuna" erinnerte. Ähnlich entwickelte sich auch dann die Beziehung der beiden.
    Einige der Charaktere aus Teil 1, von denen ich mir gewünscht hätte, sie wären wieder dabei, waren es leider nicht mehr. Aber gut, wahrscheinlich wäre das Buch sonst 4000 Seiten stark geworden. *g*
    Und es gibt auch interessante neue Figuren wie z. B. Juliana, Johns Freunde Somerset und natürlich Owen Tudor. Kenner der englischen Geschichte horchen sicher auf, wenn der Name zum ersten Mal im Buch fällt. Ich musste jedenfalls schmunzeln.
    Wie immer gelingt es Rebecca Gablé die fiktive Familie der Waringhams mit den damaligen Ereignissen und historischen Figuren gekonnt zu verweben, so dass man denkt: Warum soll es nicht so gewesen sein? Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, man hat immer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein, sei es nun im Stall bei den Pferden in Waringham, im Krieg in Frankreich oder im Gemach des Königs in Westminster. Rebecca Gablé lässt das Mittelalter in England zur Ritterzeit wieder aufleben.
    Auch die Abwechslung zwischen Kriegsgeschehen, dem Leben am königlichen Hofe und dem bürgerlichen Leben in Waringham mit der Pferdezucht passt wieder. Ich mag keine historischen Romane, die kapitelweise nur auf dem Schlachtfeld spielen und wo die Körperteile nur so fliegen und das Blut aus den Seiten trieft.
    Interessant fand ich auch, wie die Autorin Jeanne von Domremy in die Geschichte eingebaut hat. In der Erklärung am Ende schreibt sie selbst, dass das nicht so ganz einfach für sie war. Aber ich finde, es ist ihr gut gelungen.
    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für alle Fans der Waringhams und solche, die es werden wollen. Und es wird sicher nicht sehr lange dauern, bis ich in "Das Spiel der Könige" nach Waringham zurückkehren werde....


    Veröffentlicht am: 25.11.2015

    Wir bekommen eh nie so viel Post und ab und zu kam auch mal was, deswegen glaube ich gar nicht, dass der Streik sich bei uns groß ausgewirkt hat.
    Ich warte zwar noch auf Post auf Nachfragen in Sachen Familienforschung von verschiedenen Ämtern, aber das dauert ja manchmal sowieso länger.

    Das lässt natürlich auch sehr viel Spielraum für Spekulationen bis hin zu Geistergeschichten. :D: Angeblich hat man sogar schon mal eine Kamera aufgestellt, aber es war nichts zu sehen....und trotzdem waren neue Blumen da. Naja, das ist sicher nur ein Gerücht. Vielleicht ist es eine Frau, die selbst keine Kinder haben konnte und der das Mädchen einfach leid tut.