Janz, Tanja: Friesenherzen und Winterzauber


  • Autor: Janz, Tanja
    Titel: Friesenherzen und Winterzauber
    Originaltitel: -----
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Erschienen: 7. November 2016
    ISBN 10: 395649654X
    ISBN 13: 978-3956496547
    Seiten: 304
    Einband: Taschenbuch
    Serie: -----
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:
    Ellen, eine erfolgreiche Krimiautorin dachte eigentlich, dass sie eine solide und ernsthafte Beziehung führt. Umso geschockter ist sie, als ihr Freund ihr eröffnet, alles etwas lockerer zu sehen und nicht im Traum daran denkt, mit ihr zusammenzuziehen.
    Zudem bittet sie ihre Lektorin, mal einen Liebesroman zu schreiben. Doch wie soll das funktionieren, wenn man selbst im größten Liebeskummer steckt?
    Da nimmt Ellen das Angebot ihrer Mutter sie auf St. Peter-Ording, wo sie mit ihrer Freundin auf Kur ist, zu besuchen gerne an.


    Meine Meinung:
    Tanja Janz hat hier eine wunderschöne Wohlfühlgeschichte geschrieben, die einen wie eine warme Decke umschmeichelt. Ich liebe Tee, ich liebe Bücher, ich liebe Leuchttürme und ich schwelge gerne in schönen Landschaftsbeschreibungen.
    All dies wird hier geboten, sodaß es für mich die perfekte Geschichte war und schnell auf meiner Jahresbestenliste gelandet ist.
    Ich wollte von St. Peter-Ording gar nicht mehr weg, weil ich das Gefühl hatte, wie wenn man nach Hause kommt.
    Die Autorin hat alles so schön bildhaft beschrieben, ich konnte den Tee in Martinas Laden riechen, habe mit Ellen im Buchladen gestöbert und mich an den Wattwanderungen erfreut und war anschließend genauso durchgefroren wie Ellen und ihre Freunde.
    Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, Ellen verguckt sich gleich in zwei Männer, trifft zum Schluß aber die richtige Entscheidung, ohne jemanden zu kränken.
    Auch die Briefe des Leuchtturmwärters waren sehr schön und einfühlsam und haben die Geschichte nochmals aufgewertet.


    Was mir zum Schluß als "Zuckerl" noch sehr gut gefällt, den besonderen Tee, den es bei Martina zu kaufen gibt, kann man im Internet bestellen. Wo, steht im Nachwort.


    Veröffentlicht am:
    19.11.16


    LG Karin


  • Meine Meinung:


    Ellen und ihr Freund Laurits haben verschiedene Vorstellungen was die Weiterentwicklung ihrer Beziehung angeht und so reist Ellen nach St. Peter Ording, wo ihre Mutter gerade mit einer guten Freundin ist, um ein wenig Abstand zu gewinnen. Außerdem sucht sie Inspirationen für einen Liebesroman, da Ellen Autorin ist. Dabei macht sie die Bekanntschaft mit der Teeladenbesitzerin Martina, in dessen Gästezimmer sie unterkommt, deren Familie, ihrem Bruder Tim und dessen Tochter Merle, sowie mit dem Buchladenbesitzer Ayk, den sie ziemlich interessant findet.


    Ellen war mir eigentlich ganz sympathisch, nur die dauernde Erwähnung von Laurits, der das eigentlich gar nicht verdient hat, das man wegen ihm Liebeskummer hat war mir irgendwann etwas zu viel. Martina, ihr Mann und ihre beiden Töchter fand ich ebenfalls total nett und auch Merle war echt ein interessantes Kind, sie wirkte manchmal viel reifer als jeder Erwachsene. Ayk war nicht so ganz mein Fall, er wirkte ziemlich unnahbar auf mich und eher so, als wäre er zu jedem so extrem freundlich und auch Tim hat mir nicht wirklich gefallen, sein Wandel kam dann ja auch ziemlich zügig und das fand ich schon recht seltsam, wenn man bedenkt was er geschworen hat.


    Die Geschichte läßt sich auf jeden Fall gut und flüssig lesen und ich mag auch den Schreibstil von Tanja Janz ganz gerne, so daß ich Lust bekommen habe auch ihre anderen Bücher noch zu lesen. Nur am Ende fand ich zwei Gespräche etwas hölzern und recht unemotional, es wirkte halt so runtergerattert und das war etwas schade, aber die Landschaftsbeschreibungen sind echt super, so schön bildlich und die Atmosphäre wirkt richtig heimelig. Außerdem kam ein Teeladen drin vor und zwei Leuchttürme, wovon einer noch einen versteckten Briefkasten hatte, das alleine gibt schon einen großen Pluspunkt bei mir. Auch wenn diese Thematik gerne noch mehr Raum hätte einnehmen können. Nicht so gut fand ich das Ellen gewisse Sachen für ihren Liebesroman nutzen wollte, zumindest am Anfang. Am Ende gibt es übrigens noch das Rezept für Martinas Neujahrskuchen und das hört sich echt gut und sogar recht leicht umsetzbar an.


    Veröffentlicht am: 03.01.2017