Ist die Liebe nicht schön?: Seite 269 - Ende


  • Zitat

    Weihnachten war stets die schönste Zeit des Jahres für Belle. Die funkelnden Lichter Dublins, der knirschende Schnee unter den Schuhen, der Zauber, der in der Luft liegt. Doch dieses Jahr ist sie blind für all das und ihre Welt grau, nachdem sie alles verloren hat, was sie liebt. Aber Weihnachten hat auch dieses Jahr nicht seinen Zauber verloren und schickt Belle jemanden, der ihr vor Augen führen soll, wie schön das Leben ist.


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  • Das mit Nora hatte jetzt irgendwie ein wenig was von Dickens Weihnachtsgeschichte gehabt, hat mir aber gefallen, auch wenn ich es etwas schade fand, das alles eher den Bach runter gegangen ist in dieser Version wo Belle nicht existiert. Aber so hat Belle natürlich gemerkt, das sie wichtig ist und sich nicht dauernd einreden sollte, das es besser wäre, sie wäre nicht geboren worden. Dolores hat mit diesem hässlichen Brief aber auch echt einiges kaputt gemacht und Belles Selbstwertgefühl ist seitdem ziemlich im Keller gewesen. Allerdings sollte man auf so jemanden sowieso nicht hören, ich sehe auch Tess eher als Belles Mutter an, auch wenn sie sie nicht geboren hat.


    Das sich Belle die Schuld am Verlust des Babys gegeben hat ist schon hart und darüber hätte sie auch ruhig mit Jim reden können. Schade, das oft immer erst was negatives passieren muß bis man merkt was man hat, hier war es ja nun der Unfall und das Belle gedacht hat, Jim würde sterben und sie hat sich ja auch daran die Schuld gegeben, was allerdings wohl eher eine normale Reaktion ist. Trotzdem hat Belle sich immer eher klein gemacht, dabei hat sie so viel zu geben. Allerdings konnte ich ihre Angst auch irgendwie verstehen, also, das sie gedacht hat, sie könnte Dolores vielleicht ähnlich sein. Aber Nora hat schon recht, jeder ist selbst dafür verantwortlich in welche Richtung es geht.

  • ich habe das Buch gestern noch ausgelesen. Ja, Du hast recht - es erinnert ein bisschen an Dickens. Nun, eben zu sehen, wie wichtig es für Belle ist, zu leben, das wollte ihr Nora zeigen. Der Brief von Belles Mutter war echt fies und eigentlich sollte sie sich nichts daraus machen, denn ihre Mutter hatte nie Zeit für sie und hat sie schrecklich behandelt, doch das sagt sich sicherlich leichter als es ist. Ich denke auch, dass Tess für Belle immer die Mutter war. Durch die Version, dass sie nie existiert hat, zeigt sich ihr, welche wichtige Rolle sie im Leben ihrer Freunde spielt und damit kommt auch der Wunsch, wieder zurück zu kehren.


    Ich denke, in so einer Situation, wenn eine Frau ein Baby verliert, ist es immer schwierig darüber zu reden, die Gefühle auszudrücken. Nun das etwas schlimmes passieren muss, ist wie im realen Leben, vorher ändert man doch nichts.


    Das die schrecklichen Erlebnisse in Belles Kindheit Spuren hinterlassen, ist auch klar. Durch den Streit mit Jim wurde ihr Schuldgefühl noch vergrößert, aber Nora hat ihr dann gezeigt, dass auch oft kleine Dinge im Leben Folgen haben und Spuren hinterlassen.