Die Kirschvilla: Seite 397 - Ende


  • Zitat

    Isabell und ihre Großmutter Pauline treten ein Erbe in Köln an – Paulines Geburtshaus. Doch die alte Villa am Rheinufer birgt dunkle Geheimnisse. Bald sieht sich Isabell mit der Frage konfrontiert, ob ihr Liebesglück mit den Geheimnissen ihrer Familie zusammenhängt. Denn ausgerechnet Julius, Isabells neue Liebe, scheint tief in die schmerzliche Familientragödie verstrickt. Doch schließlich geben zwei Tagebücher aus den 1920er-Jahren, die die Zeit überdauert haben, Auskunft über die schockierenden Geschehnisse am Rheinufer und über Wahrheiten, die niemand gerne über seine Familie erfährt.


    Quelle: Amazon.de

  • Ich bin durch und das Clementine sich wirklich das Leben genommen hat ist so tragisch. Ich hatte echt gehofft, das sie wo anders ein glückliches Leben geführt hat, aber ihr Vater hat sie gebrochen und dann hat sie auch noch an den Fluch geglaubt. Dabei denke ich eher, das sie sich alle durch ihre Schuldgefühle selbst eingeschränkt haben.


    Das Viktor so falsch dargestellt wurde fand ich echt nicht in Ordnung. Er war genauso ein Opfer von August wie die anderen, was ihm da angetan wurde hat mich richtig traurig gemacht. Aber ich verstehe Sofia da auch immer noch nicht, als August in Amerika war hätte sie mit Viktor und den Kindern doch gehen können. Und das sie Viktor die Ohrringe zurück gegeben hat obwohl August sie schon an ihr gesehen hat war so unklug.


    Josefine ist also nach Amerika und wahrscheinlich haben die Tanten das alles vor Pauline geheim gehalten, weil heraus gekommen ist das Josefine lesbisch war.


    Das mit Julius und Isabell hat mich am Ende gar nicht mehr so richtig interessiert, dafür fand ich es gut das eigentlich alles soweit für uns aufgeklärt wurde. Julius und Isabell sind ja auf die Tagebucheinträge und die Briefe von Oskar angewiesen gewesen, aber für uns gab es ja zum Glück noch die Rückblenden.

  • Ich bin ganz Deiner Meinung. Ich bin auch so traurig, dass Clementine wirklich tot ist. Ihr Vater hat ihr wirklich alles genommen. Wenn sie nur einen Menschen zum Reden gehabt hätte. Aber sie hat sich ja so geschämt und dass die Leute dann Jahre später noch darüber getuschelt haben, hat ihr dann den Rest gegeben. Arme Clementine, ich mochte sie sehr.


    Das mit Viktor hat mir auch nicht gefallen. Ich glaube zwar, er hätte es gut geheißen, denn er hätte ja alles getan um Sofia zu retten. Aber ich finde auch, man darf ihn nicht in so ein schlechtes Licht stellen, wo er sich ja nicht mehr wehren kann.
    Wie schön hätte es für die beiden werden können, wenn sie mit Viktor gegangen wäre.


    Ich finde auch, es ist alles geklärt und mir hat das Buch unheimlich gut gefallen. Wenn ich auch manchmal anders gehandelt hätte, aber das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es am liebsten in einem Rutsch ausgelesen hätte. Daher bekommt es von mir auch 5 Sterne.


    LG Karin

  • Ich mochte Clementine auch sehr, vor allem, weil sie auch für Pauline da war und Sofia verstanden hat wegen Viktor. Aber ich denke auch, das die anderen recht neidisch waren auf Pauline, weil sie ja wirklich ein Kind der Liebe war und die anderen eher nicht. Sie haben ja auch unter August sehr gelitten, während Pauline nach der ganzen Sache geboren wurde, ich denke, das haben sie ihr die ganze Zeit vorgeworfen, auch wenn es total ungerecht war. Oskar hat das ja auch erwähnt in seinem Brief.


    Das mit Viktor ist wirklich etwas was mich richtig gestört hat, ich kann nur hoffen, das Isabell vielleicht im nachhinein noch dafür sorgt, das sein Name wieder reingewaschen wird.


    Ich gebe dem Buch 8 von 10 Punkten, es war mir teilweise zu düster, denn so richtig Hoffnung gab es ja nie und das fand ich schon traurig. Alle haben so mit der Schuld, Angst und Einsamkeit gelebt, das sie gar nicht mehr am Leben teilgenommen haben. Sie haben sich selbst irgendwie kein Glück zugestanden, dabei haben sie doch nur in Notwehr gehandelt, denn ich denke, das August so ausgerastet wäre, das er sie wahrscheinlich alle totgeschlagen hätte.

  • Ich finde auch, dass Clementine für ihr Alter sehr reif war. Und schade, dass da keiner über seinen Schatten springen konnte wegen Pauline. Oskar hat das ja wirklich sehr schön in seinem Brief erklärt.


    Das wäre schön, wenn Isabell Viktor wieder reinwaschen würde. Er war so ein herzensguter Mensch und wäre Pauline so ein toller Vater gewesen.


    LG Karin

  • Ich habe es auch geschafft und das Buch ausgelesen. Ich muss zugeben, dass ich froh bin, fertig zu sein.
    Clementines Selbstmord war wirklich tragisch. Einerseits habe ich auch gehofft, dass sie lebt, aber andererseits habe ich es nicht geglaubt, denn wenn sie am Leben gewesen wäre, hätte sie Pauline nicht verlassen. Ihr Vater hat sie zerstört und dazu kamen noch ihre Schuldgefühle gegen über der Großmutter von Julius.


    Naja, Sofia ist sich bis zum Schluss treu geblieben, denn im Grunde hat sie Viktor, den Vater ihres zukünftigen Babys verraten. Das mit den Ohrringen war einfach dumm aber irgendwie hat es dann auch wieder zu ihr gepasst.


    Ich denke auch, dass die alten Damen Pauline einiges verschwiegen haben, besonders den Grund für das Verschwinden von Josefine, klar hat ihnen das nicht in den Kram gepasst, dass sie lesbisch war.


    Das Ende der Geschichte zwischen Julius und Isabell war mir zu vorhersehbar und vor allem hat mich die Kehrtwende von Julius im vorletzten Abschnitt um die Geschichte noch hinauszuziehen und die Spannung zu steigern, was gar nicht notwendig war, noch mehr davon überzeugt, dass die Geschichte in der Gegenwart eindeutig der schlechtere Part dieses Romans war.