Das Haus an der Mündung: Seite 413 - Ende


  • Zitat

    Lange hat Iris darauf gewartet, sich als Archäologin beweisen zu können. Jetzt soll sie die Aushebung eines angelsächsischen Grabhügels beaufsichtigen. Die raue Landschaft von Suffolk fasziniert sie, ebenso die Ruine des Herrenhauses an der Flussmündung. Warum nur haben die Bewohner Hengist Hall verlassen? In einem Bericht über einen Mord findet sie den Namen des Hauses, bei ihrer Recherche aber stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Erst ihr Kollege Caleb hilft ihr, der Wahrheit näher zu kommen. Sie hat mehr mit ihrer Familie zu tun, als sie für möglich gehalten hätte...


    Quelle: Amazon.de

  • Ich bin fertig und der letzte Abschnitt hat mir irgendwie gar nicht gefallen. Felicity hat nur noch genervt, Harold hat sich als Scheusal entpuppt, Lavinia hat alle verraten, Emanuel war angeblich ihr Sohn, Fabia und Emanuel war kein Glück beschert, Theo war feige und Meredith scheint alles egal gewesen zu sein. Auch das die beiden Skelette Fabia und Emanuel sein sollen fand ich traurig und Felicity war auch schwanger von Emanuel?! Das war mir alles irgendwie zu viel. Überhaupt das mit Felicity fand ich unnötig, sie hat das ganze Spiel ja nur gespielt um am Ende Emanuel zu bekommen. Da haben sie immer ihren Zusammenhalt gelobt, aber Felicity und Theo haben doch eigentlich alles getan damit diese Gemeinschaft auseinander bricht.


    Ich hatte am Anfang ja schon meine Probleme mit der Geschichte, bzw. den Charakteren, aber im Mittelteil ging es dann eigentlich, doch das Ende hat mich wieder ziemlich enttäuscht.

  • Ich kann wie so oft alles nur unterschreiben, was Du sagst, Deanna. :)


    Den letzten Abschnitt empfand ich wirklich auch ganz genauso. Mir hat das Buch ja gut gefallen, aber der Schluß bekommt jetzt einen Punkt abgezogen. Mit Iris bin ich das ganze Buch über nicht richtig warm geworden. Einerseits ist sie naiv, dann überreagiert sie sehr oft, ich fand einfach nicht den richtigen Zugang zu ihr.

    Am schlimmsten fand ich Felicity und Theo. Diesen beiden ist ja wirklich überhaupt nicht zu trauen. Wie durchtrieben ist Felicity? Hat es von jeher auf Emanuel abgesehen. Daher ist sie dann auch in Depressionen verfallen, weil sie gemerkt hat, dass sie mit ihren ganzen Aktionen Emanuel ja eher geschadet hat. Und nicht wie alle geglaubt haben, dass sie Harold nachtrauert. Den wollte sie ja gar nicht haben.
    Und Theo mit seinem Standesdünkel ist auch einfach nur furchtbar. Da bewundere ich wirklich Emanuels Stolz, der durch nichts zu brechen ist.
    Das Ende hat mich auch sehr gerührt, wie Du sagst, den beiden war wirklich kein dauerhaftes Glück vergönnt, nur immer ein paar gestohlene Stunden.


    Und das Emanuel Lavinias Sohn war, fand ich auch etwas an den Haaren herbeigezogen. Als dann endlich Rodney tot war, hätte doch eigentlich ein normales Familienleben stattfinden können.


    Aber wie gesagt, bis auf den Schluß hat mir die Geschichte recht gut gefallen und bekommt 4 Sterne.


    LG Karin

  • Iris fand ich eigentlich ganz ok, nur das ganze im vorletzten Abschnitt hat sie mir teilweise echt unsympathisch werden lassen. Aber mir ging es ja eh mit den meisten Charakteren so, ist ja schön, wenn sie mal Ecken und Kanten haben, aber das war hier ja schon sehr extrem und dann ist hier auch noch fast jeder so. Ich glaube am Ende mochte ich eigentlich nur noch Fabia, Tom und Ross (und die letzten beiden kamen noch nicht mal oft vor).


    Das Felicity die ganze Zeit Emanuel wollte habe ich im Buch aber irgendwie auch an keiner Stelle wahrgenommen, das kam echt unerwartet, als sie ihm da um den Hals gefallen ist. Sie muss sich dann ja echt total unter Kontrolle gehabt haben und das schon seit ihrer Kindheit, das finde ich irgendwie gruselig.


    Ich hatte ja auch gedacht, das nach Rodneys Tod alles besser wird, auch wenn es da noch den Tod von diesem Adligen gab, aber irgendwie hatte ich gehofft, das es nicht Emanuel oder Fabia waren, weil mir das halt die ganze Zeit auch irgendwie zu einfach als Lösung gewesen wäre, aber am Ende war es ja dann so, schade.


    Das Theo sich so an das Versprechen geklammert hat, das er seinem Vater gegeben hat habe ich eh nicht verstanden, er hat sonst doch auch nichts durchgezogen, was der von ihm wollte und er war doch eh nicht mehr da um das alles zu kontrollieren.


    Vor allem, weil Lavinia ja die Zeugin am Ende war und wohl alles verraten hat, also theoretisch ihren eigenen Sohn ausgeliefert hat, weil er ja für Fabia alles auf sich genommen hat. Das ist echt seltsam und da sind vier Leute gegen eine, aber die tun nichts?! Ok, Theo fällt weg, aber trotzdem, denn schließlich hat es ja der Familie nicht gutgetan, das sie mit einem Mörder in Verbindung gebracht wurden.


    Von mir gibt es 7 von 10 Punkten, also 3 1/2 Sterne, durch den Anfang und das Ende, was mich richtig enttäuscht hat, wenigstens etwas positives hätte ja mal passieren können. Und das mit Iris und Caleb steht ja auch eher noch in der Schwebe.

  • Bei Felicity war ich auch echt überrascht. Da sie ja auch nie seinen Namen gesagt hat, wäre ich da auch nie draufgekommen, dass sie ihn immer schon geliebt hat.


    Theo kann für mich alleine gar nicht existieren. Er hatte ja immer Hilfe von irgendwoher. Ihm traue ich zu, dass er vor seinem Vater noch Angst hatte, obwohl er tot ist.


    Alles in allem sehr undurchschaubare Charaktere. Aber ich glaube gerade daher hat mir die Geschichte so gefallen. Obwohl sie mehr als traurig war.


    LG Karin

  • Wenn sie wenigstens nur undurchschaubar gewesen wären, aber das alles zusammen hat mich eher abgeschreckt. Und ich fand einiges halt auch nicht so logisch, denn wie Du schon sagst, das mit Emanuel als Lavinias Sohn war schon sehr an den Haaren herbeigezogen und auch irgendwie das mit Ceridwen und Joe. Aber auch wie es, wer auch immer, geschafft hat, Fabia und Emanuel, falls sie es wirklich waren, zusammen in das Grab zu legen, denn anscheinend war es doch total unangetastet und man sah auch die Abdrücke des Schiffsrumpfs noch überall.