Habel, Lia: Dark Love


  • Autor: Habel, Lia
    Titel: Dark Love
    Originaltitel: Dearly, Departed
    Verlag: Piper
    Erschienen: 10. November 2011
    ISBN 10: 3492702198
    ISBN 13: 978-3492702195
    Seiten: 509 Seiten
    Einband: Broschiert
    Serie: Dearly-Reihe Band 1
    Preis: 15,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Das Jahr 2195: Im Schatten einer neuen Eiszeit ist die Gesellschaft zerfallen, und die Menschen kämpfen gegen lebende Tote. Als die 17-jährige Nora entführt wird, verliebt sie sich ausgerechnet in deren Anführer. Sie erfährt, dass sie das Schicksal aller wenden kann. Doch sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Nora wächst recht behütet auf, sie besucht ein renommiertes Mädcheninternat und hat ihre beste Freundin Pamela immer an ihrer Seite. Der Tod ihres Vaters vor einem Jahr hat sie allerdings ziemllich aus der Bahn geworfen und das ihre Tante es kaum erwarten kann endlich wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen macht sie sehr wütend, sie selbst würde sich am liebsten nur verkriechen. Allerdings hat ihre Tante noch eine böse Überraschung für sie parat, was Noras Leben mal wieder total auf den Kopf stellt, bevor sie aber was daran ändern kann wird sie plötzlich entführt und zwar von Zombies. Nora ist erstmal ganz entsetzt, merkt jedoch schnell, das vielleicht doch nicht alle lebenden Toten grausam sind, sondern die Lebenden manchmal viel schlimmer sein können.


    Nora fand ich ziemlich sympathisch und wie sie mit der Enthüllung umgeht, das es Zombies gibt, war auch recht bemerkenswert. Natürlich hat sie am Anfang erstmal Angst und benimmt sich nicht immer nett, aber wer will ihr das verübeln, aber je mehr sie von Bram und seinen Leuten erfährt, desto mehr ändert sie ihre Einstellung. Pamela, Nora beste Freundin, fand ich auch einfach klasse, am Anfang dachte ich ja, sie ist eher so der schüchterne Typ, aber das ändert sich ganz schnell und sie zeigt was wirklich in ihr steckt und das hat mir sehr imponiert. Am liebsten hatte ich aber eindeutig Bram, wie er mit Nora umgeht ist echt schön, er geht total auf sie ein und hilft ihr wo er nur kann. Außerdem ist er ein sehr wahrheitsliebender Mensch, was mir richtig gut gefallen hat, auch wenn ihn das manchmal in ziemliche Schwierigkeiten bringt, aber er hält nun mal nichts von Lügen und fühlt sich einfach schlecht dabei.


    Die Geschichte war sehr interessant und teilweise auch spannend, nur ab und zu gab es einige Längen, diese Passagen konnten mich dann auch nicht so richtig ans Buch fesseln. Vor allem fand ich die Kapitel, die aus der Sichtweise von Wolfe und Victor waren, nicht so toll. Zum Glück kamen diese aber nicht ganz so oft vor, denn der Augenmerk liegt eindeutig mehr auf Bram, Nora und Pamela und deren Gedanken und Gefühle fand ich immer wieder aufs neue spannend. Richtig gut gefallen haben mir übrigens die Gespräche und kleinen Berührungen zwischen Bram und Nora, da war manchmal ein richtiges knistern zu spüren, wobei das ja doch etwas seltsam anmutet, wenn man bedenkt was Bram ist, aber die Autorin hat das wirklich ganz berührend umgesetzt.


    Was ich nicht so schön fand war das Ende, das ging mir alles viel zu schnell und ich fand es auch ziemlich bedrückend und traurig, wenn man bedenkt was alle sowieso schon die ganze erleiden mußten. Außerdem fehlen mir einige Informationen, die mich zu gewissen Themen und Personen noch interessiert hätten, daher hoffe ich, das im zweiten Band darauf eingegangen wird und die Stimmung nicht permanent so düster ist, auch wenn natürlich noch viel auf die Charaktere einprasseln wird, denn das läßt der Schluß schon erahnen. Trotzdem habe ich das Buch ganz gerne gelesen, was vor allem an Bram, Nora und Pamela liegt, aber auch an der Grundidee, die ich wirklich gut finde und auf die man noch einiges aufbauen kann.


    Veröffentlicht am: 13.02.2013


  • Klappentext


    Zitat

    Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?


    Meine Meinung:


    Es ist das Jahr 2195 und die Welt ist nicht mehr so, wie sie war.
    Die Welt ist durch Kriege und Klimakatastrophen zu Ende gegangen und nur noch in der Nähe des Äquators ist ein Klima, wo Menschen leben können.
    Sie gründen eine neue Ordnung: Die neuviktorianische Ordnung. Man lebt wieder wie im 19.jahrhundert, allerdings sind die technischen Fortschritte schon viel weiter gegangen.
    In dieser Ordnung lebt auch die 16jährige Nora, sie geht mit ihrer Freundin Pamela auf eine höhere Mädchenschule und lernen Ladys zu werden.
    Nora rebelliert gegen die Vorschriften, was sie tun sollte: heiraten und mehr nicht. Aber irgendwie wollte sie immer mehr.
    Vor einem Jahr ist ihr geliebter Vater gestorben und mit ihm hat sie immer Rebellenkämpfe der Punks geschaut.
    Die Punks sind eine Bevölkerungsgruppe, die von den Neuviktorianern bekämpft werden. Sie lehnen die technischen Fortschritte zum teil ab und leben noch ganz "normal".


    Dann wird Nora entführt und gerät in eine völlig neue Welt.
    Sie muss nun lernen, dass es Untote - Zombies - gibt, dass es davon gute und böse gibt, und das die Welt nicht so ist, wie sie dachte.


    Nora erfährt viel über die Welt der Toten und gerät mitten rein und mitten in Intrigen und Katastrophen, die sie versucht zusammen mit dem Toten Bram zu bekämpfen.


    Schon das schwarz silberne Cover verleitet mich das Buch in der Bücherei mitzunehmen, ohne allzu sehr auf den Inhalt zu achten.
    Aber dann war ich auch von dem Inhalt überrascht und überzeugt.
    Keine wunderschönen Toten mit grenzenlosen Kräfte usw. Nein, endlich mal werden Zombies aufgezeigt, die auch noch böse sind und stockhässlich aussehen ( na gut, bis auf den Hauptpotagonisten Bram natürlich).


    Die Charaktere haben mir alle ausnahmslos gut gefallen und alle wurden gut herausgearbeitet. Die Handlung ist unterteilt aus Kapiteln, die jeweils von anderen Personen erzählt werden, wie z.B. aus Noras, Brams oder Pamelas Sicht. Das fand ich ziemlich interessant.


    Dark Love ist das Erstlingswerk der Amerikanerein Lia Habel und ich muss sagen, er ist ihr wirklich überzeugend gelungen.
    Ich bin gespannt, was man noch von der Autorin lesen wird.

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    Lesende Grüße von Nyx
    Nyx (griech. Νύξ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Nacht. Laut Homer fürchtete sich selbst Zeus vor der Nacht.



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