Die Treppe im See: Seite 295 - Ende


  • Zitat

    Für Travis und Jodie Glasgow scheint das Haus in der idyllischen Kleinstadt perfekt. Die umliegenden Wälder und der See gleichen dem Bild einer Postkarte. Doch kaum ziehen sie ein, fangen die Dinge an ... sich zu verändern. Fremde Stimmen wecken Travis Nacht für Nacht. Geister plagen seine Träume. Gestalten huschen durch die dunklen Flure - erschreckende Formen, die Ähnlichkeit mit einem kleinen Jungen haben. Und unerklärlich sind auch die Treppen, die sich aus den Tiefen des Sees erheben. Je mehr Nachforschungen Travis anstellt, je mehr er über das Haus und dessen gewaltsame und tragische Vergangenheit erfährt, desto weiter taucht er in die Geheimnisse ein, die unter der Oberfläche lauern.


    Quelle: Amazon.de

  • Ich bin durch und ja, hm, da haben wir uns wohl geirrt, es war keiner so wirklich Schuld. Wäre Elijah nicht weggelaufen um sich zu verstecken hätte man ihm vielleicht sogar noch helfen können. Tragisch, das es so ausgehen mußte, aber Veronica und Elijah hätten auch Hilfe gebraucht, nur das wollte David ja anscheinend erstmal nicht einsehen. Und eigentlich hätte man doch wirklich die Wahrheit sagen können, aber er mußte sich ja irgendeine Lüge aus den Fingern saugen, nur weil er seiner Schwester selbst nicht mehr getraut hat.


    Und Elijah ist wirklich durch Inzest entstanden, allerdings nicht von David, sondern durch deren Vater, was ein mieser Kerl, das Veronica nun so ist ist ja nicht verwunderlich, wenn man bedenkt was ihr alles angetan wurde.


    Den Epilog/Prolog fand ich übrigens sehr verwirrend, da kann man ja jetzt alles mögliche interpretieren. Travis hat sich das alles nur in seinem Wahn ausgedacht und eigentlich ist er gar nicht mehr mit Jodie zusammen oder Travis ist eigentlich Kyle und Travis ist damals das Unglück passiert. Ich weiß nicht diese Seiten hätte ich jetzt nicht unbedingt noch gebraucht.

  • Hmm, aber ich dachte sie sei erst nachdem er sie dort weggeholt hatte schwanger geworden,
    weil sie sich mit den falschen Typen eingelassen hatte. O.o


    Naja, auf jeden Fall ist es echt schon heftig, was Veronica durchmachen musste.
    Man kann David bis zu einem gewissen Punkt schon verstehen. Allerdings, wenn die
    beiden nicht diese Lüge erzählt hätten, hätte man Elijah vielleicht sogar noch rechtzeitig
    gefunden, weil sie dann nicht die ganze Zeit am falschen Platz gesucht hätten, sondern
    auch das Haus umgegraben.


    Im Großen und Ganzen bin ich von der Auflösung aber echt enttäuscht. Bis auf ein paar
    schwache Gruselmomente, die meist sofort aufgelöst wurden, war da absolut nichts gruselig.
    Ich hab auch irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft seine Hoden sich wegen der Kälte zusammen
    oder in den Bauchram gezogen haben. Der Autor scheint da echt drauf fixiert zu sein. :|


    Und dann zum Schluss wieder diese wirren Zwischenepisoden, bei denen man einfach nur
    verwirrt ist. War es jetzt echt, ausgedacht, ein Traum, nur einer seiner Romane oder war er selbst tod????
    Naja, werde dem Autor noch eine Chance mit "Tod in Neverland" geben, angesicht dieser
    Enttäuschung mache ich mir aber keine großen Hoffnungen. 8|

  • Ich denke, das haben sie die ganze Zeit nur erzählt, weil sie auf keinen Fall wollten, das herauskommt, das Veronica von ihrem eigenen Vater missbraucht wurde. Weil sie hatte ja auch überhaupt keine Gelegenheit sich auf irgendeinen Typen einzulassen, ihr Vater hat sie ja immer bewacht und David erwähnte den Missbrauch ja auch.


    Oh ja, das mit den Hoden ist mir auch aufgefallen und Travis war ja oft kalt :wacko:


    Diesen Epilog/Prolog hätte ich wie gesagt auch nicht mehr gebraucht, die Geschichte war ja so schon irgendwie recht fad, aber den Leser jetzt nochmal in die Irre zu führen, so daß dieser sich nun selbst überlegen kann was jetzt eigentlich passiert ist und was es mit Travis auf sich hat fand ich überhaupt nicht gut gelöst.

  • Ja, das Ende war echt die i-Tüpfelchen der Enttäuschung.
    Ich verstehe nicht wieso dieser Roman für den Bram Stoker Award nominiert war.
    Die Szene, als er mitten im Wald stehen bleibt, aussteigt und dann runter zu
    einem Fluss, dann zu einem Wald und dann zu einem See wandert war
    einfach nur absurd. Und das ganze soll ja glaub nicht einmal 1/2 Stunde
    gedauert haben. In welcher Welt lebt der Autor???! 8|

  • Ja, die Szene war echt verrückt, ich habe ja nur darauf gewartet, das Jodie später wieder mit ihren Sorgen um die Ecke kommt, weil Travis so lange weggeblieben ist, aber er war ja gar nicht so lange weg, sehr surreal das ganze.


    In seiner Autoreninfo steht ja dieser Satz: "Malfi ist für seinen eindringlingen, literarischen Stil und seine unvergesslichen Charaktere bekannt", aber irgendwie war das nicht das was ich gelesen habe, so leid mir das auch tut

  • Das kann ich so nur unterschreiben. Da es ja als gruselige Halloweenlektüre gedacht war
    bin ich echt enttäuscht. Ich werde noch "Tod in Neverland" lesen und dich auf dem Laufenden
    halten, ob das besser war. ;)


    Mal schaun, vielleicht verkaufe ich "Das Haus im See" einfach weiter,
    denn empfehlen kann ich es keinem aus meiner Familie und den Platz in den Regalen
    brauch ich für bessere Bücher, die ich auch behalten will. :D: