Mer, Lilach: Seacrest House


  • Autor: Mer, Lilach
    Titel: Seacrest House
    Verlag: Ulrich Burger
    Erschienen: 10. Oktober 2013
    ISBN 10: 3943378101
    ISBN 13: 978-3943378108
    Seiten: 143 Seiten
    Einband: Broschiert
    Preis: 7,50 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    "Die Lichter von Blackpool, heißt es, sind nachts über Meilen zu sehen; bis in die leere Dunkelheit, die das Leben umgibt. Wer sieht sie von dort?" Joseph Nash, Frauenfreund, Kriegsheld und vom Glück verlassener Herumtreiber, ist dabei, es herauszufinden - ob er es will oder nicht. Als er morgens fröstelnd und ohne einen Penny in der Tasche an einer Blackpooler Straßenbahnhaltestelle aufwacht, sitzt eine fremde Katze auf seiner Brust, die ihn nachdenklich betrachtet. Wenig später taucht sie wieder auf, diesmal auf den Stufen eines wunderlichen alten Hauses, das den Nachbarn in der Straße nicht ganz geheuer ist: "Seacrest House" steht auf dem abgefallenen Schild. Wie es scheint, werden dringend Handwerker gebraucht. Josh findet sich mit einer Werkzeugskiste wieder, aber die Pension ist nicht der sichere Unterschlupf, auf den er gehofft hatte. Eine schaurige Vergangenheit liegt wie ein Spinnennetz über den verstaubten Räumen. Bald ist auch Josh in den unsichtbaren Fäden gefangen.


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Joseph, kurz genannt Joss, geht es momentan nicht so gut, er schläft draußen, hat sich schon ewig nicht mehr gewaschen, besitzt keinerlei Geld und hat deswegen auch schon einige Zeit nichts mehr gegessen. Aber wie es der Zufall oder das Schicksal will macht er Bekanntschaft mit einer Katze, die ihm öfters über den Weg läuft und dafür sorgt, das er eine Weile vor einem Haus verweilt, das ziemlich herunter gekommen aussieht. Genau zu diesem Zeitpunkt kommt ein älterer Herr vorbei und denkt Joss wäre ein Handwerker, der sich endlich um dieses verfallene Haus kümmern würde und so nähert sich Joseph dem Haus und wird tatsächlich von Mrs. Isherwood, der Besitzerin, eingestellt. Doch damit beginnt für Joss eine ziemlich aufwühlende Zeit, denn anscheinend führt das Haus ein Eigenleben und Joss zweifelt immer mehr an seinem Verstand.


    Joss war mir nicht so sonderlich sympathisch, da er manchmal doch recht seltsame Gedanken hatte, er wünscht sich zum Beispiel, das der zweite Weltkrieg noch nicht vorbei wäre, weil er dort ja eine Aufgabe hatte und er sich lebendig gefühlt hat. Allerdings fand ich seine Ausdauer in Bezug aus Seacrest House schon recht bemerkenswert, denn da passiert ja einiges, was nicht so normal ist und er versucht immer wieder herauszufinden was genau in dem Haus jetzt vorgeht und ob er sich das alles nur einbildet oder ob es wirklich passiert. Die Geschichten, die ihm die Bewohner von Blackpool über das Haus und deren frühere Bewohner erzählen, sorgen auch nicht gerade für Erleichterung, sondern zeigen ihm eher auf, das was schreckliches passiert sein muß.


    Die Geschichte spielt übrigens im Jahr 1955 und ich fand sie teilweise recht interessant und spannend, vor allem die schaurigen Momente fand ich ziemlich gut gelungen, da gibt es Geräusche auf dem Dachboden, seltsame Erscheinungen, eine Katze, die viel mehr zu sein scheint und das alles spielt vor einer Kulisse, die recht gruselig anmutet. Allerdings war mir das Ende dann etwas zu kurz, auch wenn es Joss nochmal in einem anderen Licht erscheinen läßt, aber ich hätte halt zum Beispiel gerne gewußt, ob meine Vermutung was den Namen Jocelyn angeht richtig gewesen ist oder ob es dafür eine ganz andere Erklärung gibt. Alles in allem war diese Novelle aber recht ansprechend, besonders wenn man Schauergeschichten gerne liest und sich nicht von der Kürze des Buches abschrecken läßt.


    Veröffentlicht am: 12.10.2014