Zeit der wilden Orchideen: Seite 303 - Seite 433 Verloren


  • Zitat

    Singapur um 1840. Das Tor zu den Schätzen Asiens. Ein Magnet für Schiffe und Menschen aus aller Welt. Hier lebt Georgina nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend sich selbst überlassen. Im üppig wuchernden Garten am Meer kann das Mädchen mit den veilchenblauen Augen umherstreifen und ihre Einsamkeit eine Zeit lang vergessen. Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen: Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, den „Meeresmenschen“. Wie vom Schicksal gelenkt, kreuzen sich ihre Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder, und diese Liebe, die nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer...


    Quelle: Amazon.de

  • Dieser Abschnitt hat mir sehr gut gefallen, einiges hat sich auch schon aufgelöst. Jetzt ist klar, warum Cempaka so feindselig zu Georgina war.
    Was ich aber nicht verstehe, wie kann sie glauben, dass Georgina ein "Unwesen" ist, wo sie doch von ihrer Schwester und Findley ist? Schließlich hat sie ja auch den Tuan verehrt.


    Mei Yu mochte ich total gerne, so ein junges Mädchen und schon so weise. Sie hat es geschafft, Raharjo die Augen zu öffnen, mehr für seine Frau und seine Kinder zu empfinden. Schade, dass sie sterben mußte.
    Gut fand ich auch, dass Leelavati Raharjo klar gemacht hat, dass sein Verhalten durch nichts zu verzeihen ist. Ich denke, da ist sie in seiner Achtung sehr gestiegen.


    Von Georgina war ich auch angenehm überrascht, dachte ich doch, dass sie nach ihrer Rückkehr aus England gleich wieder Kontakt zu Raharjo aufnimmt. Doch dem war nicht so. Endlich hat sie sich auch mal durchgesetzt und es Duncan ermöglicht, auf einem Schiff anzuheuern.


    Wie ich Pauls Aktion auffassen soll, bin ich mir nicht sicher. Einerseits fand ich es toll, dass er somit Georgina die Möglichkeit gibt, sich zwischen ihm und Raharjo zu entscheiden. Ob das allerdings wirklich in guter Absicht geschah, nachdem er ja Opium in seinem Garten vergraben ließ. Er ist ein totales Schlitzohr.
    Momentan sieht es ja so aus, als ob jeder nun seine Familie gefunden hat.
    Allerdings denke ich, dass Georgina das mit dem Opium herausfindet und Paul dann verläßt, egal ob sie mit Raharjo zusammenkommt oder nicht. Allerdings bin ich ihr böse, weil sie Raharjo immer noch nichts von Duncan erzählt hat. Ob er es jemals erfährt? Vielleicht würden die beiden sogar zusammenkommen, dann erfährt er es und diesen Vertrauensbeweis kann er Georgina mit Sicherheit nicht verzeihen.
    Kann ja wirklich sein, dass diese Geschichte kein Happy End bereit hält.


    LG Karin

  • Ich bin nun auch mit diesem Abschnitt fertig und irgendwie ist mir das alles zu viel Drama auf einmal, außerdem scheint irgendwie jeder mit jedem dort zu schlafen, von Treue haben die echt noch nichts gehört. Klar es ist eine andere Zeit, aber trotzdem finde ich es irgendwie unpassend, vor allem, weil ja gerade Georginas Vater und Paul die ganze Zeit beteuert haben wie sehr sie ihre Frauen doch lieben/geliebt haben.


    Cempaka hat sich da doch total in was verrannt und das dann Georgina als Kind so sehr darunter leiden mußte, genauso wie unter der Lieblosigkeit ihres Vaters fand ich echt unmöglich, da kann man Leelavati echt nur bewundern, denn sie beweist Größe und weiß das die Kinder für das Verhalten ihrer Eltern nichts können, das hat sie mir echt sympathisch werden lassen.


    Ich hab mich ja ziemlich gewundert, das Georgina nicht den Brief erwähnt hat, also weder nach ihrer Rückkehr aus London, noch später als Raharjo bei ihr war, ok, er wollte nicht über die Vergangenheit reden, aber trotzdem fand ich es seltsam.


    Paul hat ja gesagt, das er das mit dem Opium gemacht hat, damit sich Georgina eher für ihn entscheidet und er denkt ja nun auch das es geklappt hat, nur das halt Raharjo die Verbindung gekappt hat. Für mich ist Paul ein Weichei, ich kann ihn auch nicht mehr Ernst nehmen, er macht sich eigentlich nur lächerlich mit seinen Aktionen, genauso wie Raharjo einige Jahre vorher.


    Das Duncan immer noch nicht weiß das Raharjo sein Vater ist und auch Raharjo nichts von Duncan weiß finde ich auch weiterhin furchtbar, es würde beide zwar sicher erstmal verletzen, aber ich denke die Zwei hätten eine tolle Beziehung zueinander, vor allem weil Duncan so viel von Raharjo lernen kann. Georgina redet sich ja nun damit heraus, das sie Duncan nicht dem Geschwätz der Leute aussetzen will, aber theoretisch muß es doch keiner erfahren, das ihre Mutter eine Malaiin ist bleibt ja auch in der Familie.

  • An den Brief habe ich ja schon gar nicht mehr gedacht. Stimmt, der ist total untergegangen. Schade eigentlich, wenn sich so spannende Ergebenheiten in Luft auflösen.


    LG Karin