Zeit der wilden Orchideen: Seite 181 - Seite 302 Unter Tigern


  • Zitat

    Singapur um 1840. Das Tor zu den Schätzen Asiens. Ein Magnet für Schiffe und Menschen aus aller Welt. Hier lebt Georgina nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend sich selbst überlassen. Im üppig wuchernden Garten am Meer kann das Mädchen mit den veilchenblauen Augen umherstreifen und ihre Einsamkeit eine Zeit lang vergessen. Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen: Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, den „Meeresmenschen“. Wie vom Schicksal gelenkt, kreuzen sich ihre Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder, und diese Liebe, die nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer...


    Quelle: Amazon.de

  • In diesem Abschnitt hadere ich etwas mit Raharjo. Ich kann ihn verstehen, dass er verbittert und enttäuscht ist und sich hintergangen fühlt. Aber dass er Leelavati so mies behandelt, das hätte ich von ihm nie gedacht. Auch dass er seine Kinder mit Nichtachtung straft, was können denn die Kleinen dafür?
    Was muß er überhaupt heiraten?
    Am Schluß war ich aber wieder etwas mit ihm versöhnt, als der die Mädchen gerettet hat und das eine sogar zu sich nimmt und sich selber darum kümmert.
    Er hätte es zwar ohne Aufforderung bestimmt nicht gemacht, aber immerhin hat er sich überwunden.
    Leelavati tut mir sehr Leid. Ihr fehlt es zwar so an nichts, sie hat zwei wundervolle Kinder, führt ein ansonsten sorgenfreies Leben.
    Aber so von Raharjo verachtet zu werden, das hat sie nicht verdient.


    Georgina hat es wenigstens versucht, mit Paul auszukommen. Wahrscheinlich hätte es sogar noch geklappt, wenn nicht wie ja zu erwarten war, Raharjo wieder aufgetaucht wäre.
    Ich hätte ja nie geglaubt, dass er so von Hass erfüllt ist.
    Georgina hat aber sehr wenig Stolz, wenn man bedenkt, wie schnell sie sich Raharjo wieder hingegeben hat. Man könnte ihr jetzt zugute halten, dass sie alles dafür getan hat um Paul sein Geld wieder zu verschaffen. Aber ob sie eine andere Gegenleistung auch so bereitwillig geleistet hätte?


    Ich kann Leelavati schon verstehen, dass sie den Brief verbrannt hat, aber in Ordnung ist es trotzdem nicht. Und auch Paul weiß sich nicht mehr anders zu helfen, als dass er seine Familie fortschickt.


    Ich finde die Geschichte so spannend. :)


    LG Karin

  • Ich bin gerade irgendwie von allen Charakteren enttäuscht. Raharjo macht sich bei mir total unbeliebt, weil wie Du schon sagst, was können denn seine Kinder dafür, das das alles so gekommen ist?! Soll er doch wenigstens nett zu ihnen sein. Das er sich um das Mädchen kümmert finde ich zwar toll, aber sollte er seine eigenen Kinder jetzt auch immer noch, bzw. wieder mit Nichtachtung strafen dann wäre das einfach nur unmöglich.


    Georgina läßt mal wieder alles mit sich machen, das sie sich von Paul wegschicken läßt mit den Kindern ist doch unglaublich. Vor allem das sie Duncan auch einfach so mitnimmt und das sie Raharjo nicht mal von ihm erzählt hat. Das sie ihm ihre Geschichte nicht erzählen wollte, wieso alles so blöd gelaufen ist ok, aber das sie ihm weiterhin seinen Sohn vorenthält und Duncan seinen richtigen Vater finde ich sowas von mies. Vor allem weil man ja merkt das Duncan das Meer liebt, wie kann man ihn also einfach nach London bringen ohne das er seine wahre Herkunft kennt?! Das Georgina gleich mit Raharjo das Bett geteilt hat war allerdings mehr zu ihrem eigenen Vergnügen, denn sie hat es ja richtig genossen und ihr lachen hat ja auch gezeigt, das das keine Strafe für sie gewesen ist, weil sie es ja gerne macht.


    Das Paul das mit London eigentlich nur in die Wege geleitet hat wegen Raharjo macht ihn nicht gerade sympathisch, vor allem redet irgendwie keiner wirklich mit dem anderen, zumindest nicht über die Dinge die wirklich wichtig sind. Das sind alles immer so Banalitäten oder sie reden sich raus, nur um ja nicht mit der Wahrheit rauszurücken und Paul hat sowieso Angst, das Georgina ihm irgendwann ins Gesicht sagt, das sie ihn nicht liebt und ihn verläßt oder so, darum macht er um das Thema auch immer so einen großen Bogen und schickt sie lieber weg.


    Leelavatis Verhalten ist in so einer Situation sicher normal, aber trotzdem war es nicht richtig und ich muß ehrlich sagen, das es mich gerade ziemlich nervt, das es nun wieder so ist wie das letzte Mal, Raharjo denkt Georgina wäre eiskalt und hätte nur mit ihm gespielt, einmal hätte da auch gereicht. Allerdings frage ich mich auch was Leelavati sich überhaupt vorgestellt hat von der Ehe, ich meine zu der Zeit war das ja doch alles etwas anders, da fand ich das was ihre Mutter zu ihr gesagt hat schon nahe der Wahrheit. Außerdem kannte sie Raharjo doch gar nicht richtig, sie fand ihn nur gutaussehend und das wars. Nur weil sie so verwöhnt wurde von ihren Eltern und immer alles haben wollte mußte sie Raharjo halt auch sofort bekommen und nun hat sie ihn und all das was dazu gehört und sie hätte es ja wirklich schlechter treffen können. Sie ist da wohl etwas naiv dran gegangen.

  • Ich bin in allem mit Dir einer Meinung, Deanna.


    Ich finde sogar, dass Georgina sich schon fast wie eine Hure verhält. Und bei Raharjo hat es sicherlich momentan auch nichts mehr mit Liebe zu tun. Beide gehen nur ihren Trieben nach.
    Die Leidtragenden sind die Kinder. Wie Du auch sagst, Duncan liebt das Meer, das ist ihm angeboren. Er wird in London nie glücklich werden und weiß selber nicht mal, warum.
    Da ja Paul weiß, dass Duncan nicht von ihm ist, hätte ich von Georgina schon erwartet, dass sie Raharjo die Wahrheit sagt und ihm dann die Mitentscheidung läßt, was für seinen Sohn das Beste ist.


    Ich dachte ja zuerst schon typisch Georgina, sie geht einfach und sagt Raharjo nicht mal Bescheid. Da hat es mich direkt gewundert, dass sie einen Brief geschrieben hat. Bin ja gespannt, wie die beiden diesmal aneinander geraten. Da sich Raharjo schon einmal gerächt hat, traue ich es ihm zu, dass er jetzt in seinem erneuten Hass noch schlimmer vorgeht. Und Georgina bekommt in London nichts davon mit.
    Leelavati hat wirklich naiv gehandelt, sie weiß, dass ihr Mann ihr nicht gut gesinnt ist, dann muß sie doch eigentlich fürchten was er mit ihr anstellt, wenn er mit dem Brief dahinter kommt.


    Mal sehen, wie alles weitergeht. Spannend finde ich es immer noch. :)


    LG Karin

  • Da hast Du recht, eigentlich hätte Georgina auch das Geld nehmen können was Raharjo ihr für ihre Gunst geben wollte, da hätte sie sich überhaupt nicht aufregen müssen, denn sie hat sich ja sowieso verkauft, auch wenn sie das wahrscheinlich nicht so sieht, weil sie es ja auch wollte.


    Von mir aus können sich Georgina und Raharjo ja bekämpfen wie sie wollen, aber um die Kinder tut es mir auch leid, die haben das nun gar nicht verdient, sie wissen ja nicht mal was los ist, weil es ihnen keiner sagt, sie müssen immer nur mit den Launen und Entscheidungen der Erwachsenen leben, das ist einfach nicht gerecht. Ich hoffe ja, das Duncan überhaupt mal erfährt wer sein Vater ist, das würde ihm ja auch viel erklären, denn so ist er irgendwie hin und her gerissen, weil er ja merkt, das er anders ist, aber das halt nicht einordnen kann, darum ist er wahrscheinlich auch manchmal so wütend.

  • Ich hoffe ja, das Duncan überhaupt mal erfährt wer sein Vater ist, das würde ihm ja auch viel erklären, denn so ist er irgendwie hin und her gerissen, weil er ja merkt, das er anders ist, aber das halt nicht einordnen kann, darum ist er wahrscheinlich auch manchmal so wütend.

    Auf das hoffe ich auch ganz fest.


    LG Karin