Zeit der wilden Orchideen: Seite 9 - Seite 46


  • Zitat

    Singapur um 1840. Das Tor zu den Schätzen Asiens. Ein Magnet für Schiffe und Menschen aus aller Welt. Hier lebt Georgina nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend sich selbst überlassen. Im üppig wuchernden Garten am Meer kann das Mädchen mit den veilchenblauen Augen umherstreifen und ihre Einsamkeit eine Zeit lang vergessen. Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen: Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, den „Meeresmenschen“. Wie vom Schicksal gelenkt, kreuzen sich ihre Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder, und diese Liebe, die nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer...


    Quelle: Amazon.de

  • Dann fange ich gleich mal an, der erste Abschnitt war ja flugs gelesen.


    Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, ich wäre zu gerne in dem wunderschönen Garten von Georgina. Nicole C. Vosseler beschreibt einfach alles so traumhaft schön.
    Georgina tut mir Leid, sie hat ihre Mutter verloren und der Vater vergräbt sich in seiner Arbeit. Daher ist Georgina auf ihre Fantasie angewiesen und die finde ich einfach herrlich. :)


    Eines Tages begegnet sie Raharjo, einem Meermenschen. Von Meermenschen habe ich noch nie was gelesen und es gefällt mir, wenn ich neues erfahre.
    In dem Fall ist es natürlich gut, dass sich die anderen nicht so gut um Georgina kümmern, so kann sie Raharjo in Ruhe gesund pflegen ohne dass ihm etwas passiert. Es ist schön zu lesen, wie Georgina das erste Mal verliebt ist, doch leider nicht von langer Dauer.
    Wie natürlich abzusehen war, ist Raharjo eines Tages verschwunden.


    Ich mag die beiden bis jetzt sehr gerne, Georgina muß sich mit ihren noch nicht mal 10 Jahren schon ziemlich alleine durchschlagen und von Raharjos sanfter Art bin ich auch sehr angetan.


    LG Karin

  • So, den Abschnitt habe ich die Nacht beendet und die Sprache ist ja manchmal richtig poetisch gewesen, allerdings war es mir ab und zu auch etwas zu viel des Guten.


    Georgina tut mir auch leid, sie hat es echt nicht leid, vor allem, weil ihr Vater sie so mit Nichtachtung straft, dabei hatten sie ja anscheinend als Georginas Mutter noch lebte ein recht gutes Verhältnis. Als Georgina bei ihrem Vater war hat er das ja auch einmal kurz durchblicken lassen, aber dann hat er sich wieder verschlossen und sie abgewiesen, das ist für ein Kind doch furchtbar, die Mutter nicht mehr da, der Vater theoretisch auch nicht mehr, weil er sich nicht mehr für sie interessiert, kein Wunder das sie da immer in ihre Fantasiewelt flüchtet. Das sie dann Raharjo begegnet tat ihr da ja richtig gut, weil sie endlich mal wieder jemanden hatte der mit ihr normal geredet hat, auch wenn sie vorher diese Ängste um ihm ausstehen mußte, aber für ihre knapp zehn Jahre hat sie das alles echt klasse gemeistert.


    Das Raharjo dann eines Tages plötzlich weg war war zwar abzusehen, schließlich liebt er das Meer, aber für Georgina tat es mir echt leid. Übrigens habe ich das Gefühl das momentan recht oft Meermenschen, Selkies usw. in Büchern erwähnt werden, scheint zur Zeit ein ziemlich beliebtes Thema zu sein.

  • Ich habe glaube ich nur einmal etwas von Selkies gelesen. Das war Ruf der Dämmerung von Sarah Lark.
    Du liest mehr Fantasie als ich, Deanna, daher sind mir die Wesen nicht so vertraut. :)
    Ich bin ja gespannt, wann sich Georgina und Raharjo wiedersehen. Aber erstmal denke ich, wird sie jetzt nach London zu ihrer Tante geschickt.


    Wen ich ja gar nicht mag, ist Cempaka. Der traue ich nicht über den Weg. Warum nur ist sie seit dem Tod ihrer Mutter so abweisend zu Georgina?


    LG Karin

  • Das lustige ist, das die meisten Selkie-Geschichten, die ich bisher gelesen haben, nicht in Fantasy-Büchern vorkamen, sondern in Krimis, in Familiengeheimnissen und jetzt in einem historischen Roman :)


    Raharjo wollte ja wie sein selbst gewählter Name schon sagt wohl Reichtum anhäufen, vielleicht trifft sie ihn ja dann auf einem Ball in London, wo er dann geächtet wird, weil er ein sogenannter Neureicher ist und er halt auch nicht nach dem typischen Engländer aussieht ?(


    Ob Georgina vielleicht irgendwie was mit dem Tod von ihrer Mutter zu tun hat?! Vielleicht ist Cempaka deswegen so sauer und der Vater von Georgina kann das auch nicht einfach so verdrängen und meidet sie deswegen?! :confused: Ansonsten wüßte ich jetzt auch keinen Grund.

  • Stimmt Deanna, daran habe ich noch gar nicht gedacht, dass Georgina etwas mit dem Tod ihrer Mutter zu tun haben könnte.
    Ich habe mir gedacht, dass sie ihrer Mutter vielleicht sehr, sehr ähnlich sieht und der Vater daher immer wieder an sie erinnert wird und ihren Tod somit nicht verdrängen kann.
    Aber wahrscheinlich muß es doch etwas schwerwiegenderes sein.


    Mit Raharjo könntest Du auch recht haben. Als Neureicher hatte man es zur damaligen Zeit wirklich nicht leicht. Ob er sich in England überhaupt wohlfühlen würde? Irgendwie kann ich ihn mir dort gar nicht vorstellen.


    LG Karin

  • Ich bin auf jeden Fall gespannt wann man etwas mehr über Georginas Mutter erfährt, bis jetzt wurden ja immer nur Andeutungen gemacht.


    Ich kann mir Raharjo ehrlich gesagt auch nicht in England oder überhaupt längere Zeit auf dem Festland vorstellen, aber wenn er Geschäften nachgehen muß bzw. neue Kontakte knüpfen will bleibt ihm wahrscheinlich nichts anderes übrig und wer weiß, ob er dann nicht im Hafen sein eigenes Schiff hat und dort dann schläft, ißt usw..


    Das Buch läßt auf jeden Fall viel Raum für Spekulationen bisher, mal sehen, ob irgendwas von unseren Vermutungen zutrifft oder ob es in eine ganz andere Richtung geht :)

  • Das denke ich auch, ich hoffe nur es wird nicht so traurig werden wie in "Südwinde", ich mag das Buch ja total gerne, das war auch mein erstes von Nicole C. Vosseler, aber das Ende war einfach nur schrecklich ;(

  • Das habe ich leider noch nicht gelesen, ich habe es aber auf meinem SUB. Ich habe zwar schon fast alle Bücher von ihr zu Hause, habe aber leider bis jetzt nur "Der Himmel über Darjeeling" gelesen. Das hat mir allerdings so gut gefallen, dass ich mir gleich nach und nach ihre Bücher gekauft habe.


    LG Karin

  • Ich wollte gerade mal schauen welche Bücher ich von Nicole C. Vosseler schon gelesen habe und mußte feststellen, das es bisher nur "Südwinde" war, ich hab die ganze Zeit gedacht ich hätte schon mehr von ihr gelesen, aber ich glaub da habe ich sie mit Laila El Omari verwechselt :o:


    Auf meinem SuB habe ich von ihr noch: "Der Himmel über Darjeeling", "Der jüngste Spion der Königin", "Unter dem Safranmond", "Die Caravaggio-Verschwörung", " Sterne über Sansibar", "Das Herz der Feuerinsel", "In dieser ganz besonderen Nacht" und "Jenseits des Nils".


    Ah und sie hat unter Charlotte Wolf mal ein Buch veröffentlicht, das heißt "Das Vermächtnis Shivas", das habe ich noch gelesen :)

  • Die Caravaggio-Verschwörung habe ich auch gelesen.
    Ansonsten habe ich auf dem SUB: Sterne über Sansibar, Unter dem Safranmond und Südwinde. :)


    Die Jugendromane von ihr kenne ich noch nicht. Mal sehen, vielleicht lege ich sie mir irgendwann auch noch zu.


    Stimmt Charlotte Wolf ist sie ja auch. Das habe ich sogar auch auf dem SUB. ;)


    LG Karin