Balderson, Bo: Der Mord in Harpsund


  • Autor: Bo Balderson
    Titel: Der Mord in Harpsund
    Originaltitel: Harpsundsmordet
    Verlag: Stegemann
    Erschienen: 1969
    ISBN-10: 3980803732
    ISBN-13: 978-3980803731
    Seiten: 230
    Einband: HC
    Preis: € 7,99


    Zusammenfassung:


    Der Staatsminister, der durch Zufall Justizminister geworden ist, ist verheiratet und hat 15 Kinder. Durch einen Zufall stößt er auf einen Mord im Zusammenhang mit seiner Kinderfrau Mommy. Gemeinsam mit seinem Schwager, dem Studienrat Vilhelm Persson, macht er sich auf unorthodoxe Weise an die Ermittlung…


    Der Bruder seiner Kinderfrau, der Fabrikdirektor Adolf Lindberg – auf den Tag genau 80 Jahre alt – liegt tot in seinem Bett. Diagnose: Mord. Arsenvergiftung. Einer der zehn Gäste, darunter der Staatsminister, "politische Unschuld mit 15 Kindern", und dessen Schwager Vilhelm Persson, Studienrat, muss der Mörder sein. Als Justizminister und oberster Chef der Polizei macht sich der Staatsminister sogleich selbst daran, dem Killer das Handwerk zu legen, unfreiwillig begleitet von seinem Schwager…


    Mein Fazit:


    Der Krimi „: Der Mord in Harpsund“ ist der zweite Band der Reihe „Staatsminster“ von Bo Balderson und der erste Roman des Autors, den ich gelesen habe. Die Geschichte ist in der ICH-Form geschrieben. Der Erzähler ist der Schwager, Studienrat Vilhelm Persson.


    Die Geschichte spielt in den späten 1960er Jahren. Wie schon aus der Zusammenfassung ersichtlich, ist dies kein Krimi, wo einem das Grauen packt, sondern eine eher lustige Geschichte. Auch die schwedische Kvällsposten schrieb: „Man lacht sich durch den Roman". Der Autor unter dem Pseudonym Bo Balderson beschreibt die politischen Verhältnisse Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre in Schweden pointiert, kenntnisreich und ironisch. Die Geschichte ist ironisch und witzig aufgemacht. Die Personenbeschreibungen ist schrullig und wirklich einmalig. Die skurrilen Figuren werden in einer bissigen humorvollen Sprache geschildert und beleben diese Geschichte wunderbar.


    Einen Spannungsbogen gibt es eigentlich nicht wirklich, trotzdem schafft es der Autor ein Buch zu schreiben, dessen Lesen mehr als vergnüglich ist. Der Krimi selbst ist eher eine Nebenhandlung, aber das hat meinem Vergnügen beim Lesen dieser Geschichte keinen Abbruch getan.


    Veröffentlicht am 02.05.2014