Meyer, Kai: Arkadien fällt


  • Autor: Kai Meyer
    Titel: Arkadien fällt
    Originaltitel: Arkadien fällt
    Verlag: Piper
    Erschienen: 20. Januar 2014
    ISBN-10: 3551312109
    ISBN-13: : 978-3492267908
    Seiten: 464
    Einband: HC
    Preis: 19,90


    Zusammenfassung:


    Am Beginn des dritten Bandes steht eine Beerdigung, denn Fundling ist tot. Für Rosa und Alessandro sieht die Welt auch nicht gut aus. Die Clans haben sich gegen die Beiden und vor allem gegen ihre Liebe gewendet. Auch der Hungrige Mann hat es in die Freiheit geschafft und bereitet den Beiden Probleme. Er verfolgt erbarmungslos seinen Plan, ein Szenario wieder heraufzubeschwören, um die arkadischen Dynastien wieder an die alte Macht zu bringen….


    Mein Fazit:


    Der Jugendfantasyroman „Arkadien fällt“ ist der bisher letzte Teil der Reihe „Arkadien“ von Kai Meyer. Ich schreibe bisher weil der Verlag es offenhält, ob es noch Fortsetzungen geben wird.


    Zuerst einmal wieder zu den Charakteren der Protagonisten. Sie haben sich verändert, das stimmt, ob zum Guten oder Schlechten, lasse ich mal dahin gestellt. Auf jeden Fall haben sie sich deutlich entwickelt. Sie sind reifer geworden, aber auch kaltblütiger. Sie sind deutlich gezeichnet von ihren Erfahrungen. Manche Personen, der ersten Bände, tauchen kurz wieder auf, aber nie so lange, dass man sich wirklich ein Bild von ihnen machen könnte. Neue Charaktere kommen hinzu, aber auch diese bleiben blass und kommen nicht wirklich zur Geltung.


    Vor allem war ich enttäuscht, dass vieles nur oberflächlich angesprochen wurde und nicht wirklich geklärt wird, so wie z.B. die schon im ersten Band von Fundling angesprochenen „Löcher in der Menge“. Endlich werden zwar viele Fragen der ersten beiden Bände beantwortet bzw. man kann sich die Antworten denken, allerdings bleiben auch noch genauso viele Aspekte übrig, die nicht aufgeklärt werden. Ich weiß es ja nicht, vielleicht denkt der Autor wirklich daran, die Reihe noch fortzusetzen, aber trotzdem hätte ich zumindest erwartet, auf den Großteil der Fragen in diesem Band eine Antwort zu finden, aber leider wurde ich enttäuscht.


    Am Schreibstil des Autors ist nichts auszusetzen. Der letzte Teil beginnt auch mit starken Emotionen, doch dann beginnt wieder eine Länge. Allerdings lässt der Autor es auch nicht an grausamen Szenen fehlen, die durchaus spektakulär sind.


    Das Cover hat auch wiedermal ein großes Lob verdient, es passt wirklich gut zu dieser Geschichte.


    Zusammenfassend kann ich allerdings nur sagen, dass ich enttäuscht war und mir durchaus mehr von Kai Meyer erwartet habe. Ich weiß, es gibt so viele Fans dieser Reihe, dass ich da wohl gänzlich aus dem Rahmen falle. Das Ende der Geschichte kommt dann auch viel zu schnell und war ganz anders als ich mir erhofft habe. Dem Abschluss fehlt einfach etwas. Ich kann leider auch nicht genau sagen, was es sein soll. Aber nachdem die Grundidee zu dieser Geschichte wirklich außergewöhnlich war, habe ich mir zumindest ein fulminantes Ende erwartet.


    Sein Schreibstil ist toll und es wird sicherlich nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich gelesen habe. Dafür haben mir die bereits gelesenen viel zu gut gefallen. Aber diese Serie war eindeutig nicht mein Fall. Vielleicht habe ich sie auch in der falschen Stimmung gelesen, ich weiß es nicht.


    Veröffentlicht am 25.03.2014