Augarde, Steve: Der Elfenwald


  • Autor: Steve Augarde
    Titel: Der Elfenwald
    Originaltitel: Celandine
    Verlag: Arena
    Erschienen: 2006
    ISBN-10: 3401058282
    ISBN-13: 978-3401058283
    Serie: Das kleine Volk Band 2
    Seiten: 456 Seiten
    Einband: weiß mit braunen Aufdruck ein Baum mit einer kleinen Elfe, Blätter mit Blüten, darunter verborgen das Gesicht eines kleinen Mädchens und ein goldener Mond, braune Schrift
    Preis: 7,99 €



    Zusammenfassung:


    Mill Farm im West Country im Jahre 1915. Hier lebt die kleine Celandine Howard mit ihren Eltern und ihren beiden Brüdern. Sie hat ständig Probleme mit ihrer Privatlehrerin und ist ein wildes Ding. Als sie eines Tages mit ihrem jüngeren Bruder Freddie herumtobt, verletzt sie sich. Sie sieht einen kleinen Jungen, der anders ist als sie selbst. Nachdem sie nach einem Zwischenfall mit ihrer Hauslehrerin in ein Internat geschickt wird, handelt sie sich dort einen Ruf als Hexe ein. Ihre Klassenkameradinnen quälen sie ebenso wie ihrer Lehrer. Celandine läuft einfach davon und versteckt sich im alten Volk hinter der Farm beim Elfenvolk….


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    Mein Fazit:


    Das Kinderbuch „Der Elfenwald“ ist der zweite Band der Reihe „Das Kleine Volk“ von Steve Augarde. Hier führt er seine Leser zurück in die Vergangenheit. Die Geschichte ist ein drei Handlungstränge geteilt. Einer erzählt von Celandines Leben auf der Farm und im Internat, vom Verlust ihres geliebten Bruders und vom Unverständnis ihrer Eltern. Der Zweite berichtet von ihrer Bekanntschaft mit den Verschiedenartigen und der Dritte erzählt vom Stamm der Ickri und ihrer Wanderung in den alten Wald.


    Das Buch selbst gliedert sich in drei Handlungsstränge. Es wird von Celandines Leben berichtet: ihre Familie, die Probleme mit ihrer unerträglichen Hauslehrerin Mrs. Bell, ihr grausiger Aufenthalt im Internat und der Verlust ihres Bruders, der als Soldat im ersten Weltkrieg fällt – alles Bereiche, welche in diesem Teil, der natürlich keinerlei phantastische Elemente ausweist, thematisiert werden. Der Autor versteht es die drei Handlungsstränge spannend zu gestalten und geschickt zusammen zu führen. Aber er spart auch nicht mit Kritik an den damals üblichen Propagandamaßnamen für den Krieg. Er baut dies sehr geschickt in seine Geschichte mit ein. Dieser Band ist sehr vielfältig aufgebaut und durch den Wechsel der Perspektiven wirklich spannend gestaltet. Dieser Band enthält weniger fantastische Elemente und spielt zum Großteil in der realen Welt. Trotzdem schafft es der Autor eine gute Beziehung zwischen seiner Protagonistin und dem Leser aufzubauen. Das Mädchen wird richtig lebendig und man leidet mit ihr, genauso wie man sich mit ihr freuen kann. Auch erhält man einen guten Einblick in das Leben der Verschiedenartigen.


    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auch der zweite Teil eine gut gelungene Geschichte ist, die allerdings um einiges düsterer ist als der erste Band, trotzdem hat die Geschichte einen eigenartigen Reiz und ist um einiges tiefgründiger. Der Autor schildert hier keine oberflächliche kitschige Fantasiewelt, sondern schreibt eine durchaus verständliche und vielfältige Geschichte.


    Veröffentlicht am 04.03.2014