Young, Suzanne: Du. Wirst. Vergessen.


  • Autor: Young, Suzanne
    Titel: Du. Wirst. Vergessen.
    Originaltitel: The Program
    Verlag: Blanvalet
    Erschienen: 19. August 2013
    ISBN 10: 3442269210
    ISBN 13: 978-3442269211
    Seiten: 445 Seiten
    Einband: Broschiert
    Serie: Das Programm Band 1
    Preis: 14,00 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen und um ihrer beider Erinnerungen...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Nachdem sich schon viele Jugendliche das Leben genommen haben wird "Das Programm" gegründet um weitere Selbtmorde zu verhindern. Somit stehen nun alle Jugendlichen unter ständiger Kontrolle von Betreuern, den eigenen Eltern und auch Freunden, denn sobald jemand seine Angewohnheiten ändert, weint oder sich anderen angeblich dunklen Gedanken und Gefühlen hingibt werden diese Personen einkassiert und verändert. Ihnen werden die Erinnerungen geraubt und nach sechs Wochen tauchen sie dann wieder auf und können sich nicht mehr an die für sie wichtigen Dinge in ihrem Leben erinnern, denn "Das Programm" entfernt angeblich genau die Erinnerungen, die einen krank machen. Doch ist das wirklich so und führt "Das Programm" und diese ständige Überwachung nicht noch eher zum Selbstmord?!


    Sloane hat auch schon jemanden durch Selbstmord verloren und auch "Das Programm" hat ihr schon einige Freunde genommen, doch sie versucht eine Fassade der Gleichgültigkeit auszustrahlen, damit niemand auf die Idee kommt, sie würde sich was antun wollen. Doch das wird von Tag zu Tag schwerer, nur dank ihres Freundes James ist sie immer wieder in der Lage den anderen was vorzumachen, denn bei ihm kann sie ganz sie selbst sein und findet neue Kraft. Aber als James dann selbst zusammenbricht ist auch Sloane völlig am Boden zerstört, doch sie versucht für sie beide stark zu sein, aber kann ihr das wirklich gelingen in einer Welt die so überwacht wird und wo jede kleinste Veränderung die Betreuer auf den Plan bringt?!


    Sloane war mir eigentlich recht sympathisch, sie macht viel durch und versucht trotzdem erstmal weiterzumachen und nicht aufzugeben, nur ab und zu fand ich sie etwas naiv und passiv, aber wahrscheinlich bleibt das in so einer Umgebung irgendwann nicht mehr aus, denn man will ja mit keinem in Verbindung gebracht werden, der Selbstmord-Gedanken hat, denn man könnte sich ja dort angesteckt haben. James mochte ich auch recht gerne, genauso wie Miller und Lacey und es ist einfach unglaublich was ihnen alles angetan wird. Dafür konnte ich mit Realm nicht wirklich was anfangen, ich habe bei ihm irgendwie immer ein ungutes Gefühl gehabt und Sloanes Mutter hätte ich am liebsten die Meinung gesagt, denn wie sie mit ihrer Tochter umgeht ist absolut grausam.


    Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann geschlagen und besonders die letzten 250 Seiten konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, denn ich wollte unbedingt wissen wie es mit Sloane und James weitergeht. Die Beziehung der beiden ist so intensiv, man merkt ihnen ihre Gefühle richtig an, wenn sie zusammen sind. Allerdings ist die Story ziemlich düster und traurig, eine richtige Hoffnung gibt es eigentlich nicht und es war stellenweise echt bedrückend zu lesen was mit Sloane gemacht wird. Die Autorin hat das auch alles so real rübergebracht, als würde man danebenstehen und ich wäre manchmal am liebsten eingeschritten, aber leider geht das ja nicht. Die Story regt auf jeden Fall zum nachdenken an und wird wohl auch noch einige Zeit in mir nachklingen.


    Das Ende hat es auch nochmal in sich und ich denke es wird ein ziemlich aufwühlender zweiter Teil werden, besonders für Sloane, die irgendwann eine schwere Entscheidung zu treffen hat und dann gibt es ja auch noch mehrere Gefahren denen sie sich stellen muß. Außerdem hat mich der Epilog auch nochmal etwas fassungslos zurückgelassen, einiges wußte ich ja schon, aber das es dann doch weit geht hätte ich nicht gedacht und jetzt gibt es auf jeden Fall noch mehr Fragen, als ich sowas schon hatte. Auch was diese angebliche Krankheit angeht bin ich mir nicht sicher ob das wirklich alles so stimmt was erzählt wird, ich denke, da steckt was viel Größeres hinter und ich bin deswegen auch schon total gespannt auf den zweiten Band, aber wann der bei uns erscheint steht leider noch nicht fest.


    Veröffentlicht am: 27.02.2014