Korte, Lea: Das Geheimnis der Maurin


  • Autor: Lea Korte
    Titel: Das Geheimnis der Maurin
    Verlag: Knaur
    Erschienen: 2012
    ISBN-10: 3426509385
    ISBN-13: 978-3426509388
    Seiten: 576
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99


    Zitat von amazon.de

    Andalusien 1491: Die schöne Zahra und ihre Familie müssen vor den christlichen Eroberern nach Portugal fliehen, werden jedoch auf ihrer Flucht von Soldaten überfallen. Zahras kleine Tochter wird dabei entführt. Nur einer kann das Mädchen retten: Gonzalo, der Bruder ihres Geliebten Jaime. Doch dieser hat keinen Grund, Zahra zu helfen, hat er sie doch schon lange vor Jaime geliebt und seine Niederlage nie verwunden …


    Meine Meinung:


    Lea Korte erzählt in dem Buch das Geheimnis der Maurin die Geschichte der jungen Zahra und ihrer Familie, die wir schon aus dem ersten Band die Maurin kennen, weiter. Der Leser begleitet Zahra durch eine Dekade ihres Lebens, die von Liebe, Schicksal und Hass geprägt ist. Ein Lebensabschnitt der alles von der jungen Frau fordert, und der ihre Liebe zu Jaime auf eine harte Probe stellt.


    Vor dem Hintergrund der Eroberung Grenadas durch die Kastillier muss sich Zahra fragen, ob ihre Beziehung zu Jaime weiterbestehen kann. Zu tief scheinen die Unterschiede ihrer beider Religionen und zu stark wird die Ablehnung der Muslime durch die Christen. Ich finde diesen Kampf der Religionen, die Verfolgung der Muslime und der Juden besonders gut beschrieben. An manchen Stellen hatte ich wirklich Gänsehaut und Angst, so sehr kann man sich dank der lebendigen Erzählung in die Geschichte hineinversetzen.


    Zahra, ihre Freunde und ihre Familie kennt man schon aus dem ersten Band. Doch erlebt die Hauptfigur hier eine Entwicklung die ich manchmal verstehen konnte, manchmal jedoch habe ich die alte Zahra kaum wiedererkannt. Sie tritt nach wie vor für ihr Land und ihren Glauben ein. Manchmal tut sie das aber zu heftig und verurteilt ihren Mann, der einfach nicht von seinem Glauben abschwören will. Ihr Hass auf die Christen wird so groß, dass sie ihre Liebe zu dem Vater ihrer Kinder ernsthaft gefärdet.


    Das Geheimnis der Maurin ist eine gelungen Fortsetzung des ersten Romans und von mir aus darf die Autorin die Geschichte von Zahra und ihren Kindern gerne noch weitererzählen.


    Veröffentlicht am 05.02.14

  • Meine Meinung:


    Das Geheimnis der Maurin war für mich das vierte Werk von Lea Korte. Und ich muss sagen, es war für mich bei weitem das Beste.


    Es ist der zweite Teil zu Zarah der Maurin. Im ersten Teil kämpfte Zarah als Muslimin um ihre Liebe zu einem Christen. In diesem Teil kämpft Zarah um ihren Glauben, den die katholischen Christen die Granada erobert haben ihrem Volk vollkommen nehmen wollen.


    Dieses Werk war super Spannend, Wortgewaltig und die Emotionen fuhren regelrecht Achterbahn. Zu beginn dachte ich, wie kann ein Mensch nur so stur und verbohrt sein. Aber im Laufe der Geschichte konnte ich Zarah immer mehr verstehen. Aber auch Jaime stand ganz hoch in meiner Gunst. Versuchte er doch aus allem was passierte nur das Beste für seine Familie rauszuholen. Nicht immer konnte er alles zu Besten wenden, den auch die katholischen Christen rückten von ihren Vorhaben keinen Deut ab.


    Ein farbenprächtiges Werk bei dem mein Kopfkino mit Ton und in Farbe ansprang.


    Ich kann meine Begeisterung für diese Geschichte kaum in Worte fassen.
    Und auch wenn wir erst Januar 2013 schreiben, für mich war dieses Buch ein Highlight im Jahr 2013. Kommende Bücher werden es schwer haben gegen dieses Werk zu bestehen.


    Kristallklare 5 Sterne gibt es von mir.

  • Korte, Lea: Das Geheimnis der Maurin



    Autor: Lea Korte
    Titel: Das Geheimnis der Maurin
    Verlag: Knaur
    Erschienen: 2012
    ISBN-10: 3426509385
    ISBN-13: 978-3426509388
    Seiten: 576
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99



    Zusammenfassung:


    Ende 1491 / Anfang 1492 Boabdil, der letzte arabische Herrscher in Al-Andalus, hat Granada an das katholische Königspaar Ferdinand II. und Isabella I. übergeben. Zahra as-Soulami und ihre Familie einschließlich Jaime de Córdoba haben sich entschlossen das Land zu verlassen und nach Portugal auszuwandern. Auf ihrer Flucht aus Granada wird ihr Treck von spanischen Söldnern überfallen, ihr ganzer Besitz gestohlen und Chalida, die Tochter von Zahra und Jaime entführt. Sie haben keine Wahl, sie müssen nach Granada zurück kehren, wo sich Jaime mit Hilfe seines Bruders Gonzalo auf die Suche nach seiner Tochter macht. Doch die Suche ist schwierig, denn wer könnte Zahra und ihre Familie so sehr hassen, dass er ihre Tochter entführt? Die Erlassung des Alhambra-Edikts durch das spanische Königspaar, in dem die Vertreibung der Juden angeordnet wird, erleichtert die Situation im Hause Soulami nicht gerade und auch Zahra und Jaime entfernen sich immer mehr von einander…




    Mein Fazit:


    In ihrem zweiten Band der Geschichte von Zahra „Das Geheimnis der Maurin“ erzählt die Autorin Lea Korte über das Ende der Reconquista auf der iberischen Halbinsel. Nachdem die letzte maurische Bastion Granada an die Katholischen Könige gefallen war, wurden auch die jüdischen und islamischen Einflüsse so nach und nach beseitigt. So viel ging dabei verloren, denn durch den maurischen Einfluss auf der iberischen Halbinsel waren diese in vielen Dingen, wie Wissenschaft, Kultur, Poesie, Architektur und vor allem im Bereich der Medizin den Christen weit voraus. Dies schildert die Autorin in ihrem zweiten Band sehr ausführlich.
    Es kam zu Zwangsbekehrungen, Vertreibungen, zur Zerstörung von Synagogen und der Schließung von Hochschulen. Das spanische Königspaar setzte für die Inquisition zur Bekämpfung der Häresie und zur Ausrottung der Kryptojuden den Großinquisitor Tomás de Torquemada ein. Die Autorin lässt es bei ihrer Schilderung hier nicht an Deutlichkeit fehlen und fängt die Atmosphäre der Stimmung zwischen den einzelnen Bevölkerungsschichten sehr gut ein und lässt der Leser so emotional daran teilhaben.


    Durch die bildhafte Beschreibung und starke Ausdrucksweise fühlt man sich mitten in die Geschichte versetzt und erlebt mit der Protagonistin die für diese schrecklichen Veränderungen mit. Man kann sich dem Konflikt des Paares nicht entziehen und vertieft sich mit jeder Seite weiter in die Geschichte. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und musste immer weiter lesen. Irgendwie habe ich fast die Luft angehalten und konnte nur zwischendurch manchmal ein bisschen entspannt ausatmen, doch gleich darauf hing schon wieder die Spannung in der Luft...


    Der Glaubenskonflikt der Protagonisten stellt wohl die größte Herausforderung des Romanes dar. Es fällt einem als Leser schwer sich für eine Seite zu entscheiden, man ist versucht beide Seiten zu verstehen. Sowohl Zahra als auch Jaime versuchen zwar Verständnis für einander aufzubringen, doch fällt ihnen das im Laufe der Geschichte immer schwerer. Die dadurch entstehende Distanz wirkt sich auch auf ihre Kinder aus.


    Die inhaltliche Spannung, die die Autorin dadurch erzeugt, ist die Basis der Geschichte, die sich vor einem historischen Hintergrund abspielt, der den Leser intensiv in die Geschichte der iberischen Halbinsel einführt.


    Mit diesem zweiten Band hat Lea Korte es geschafft ihre Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Der zweite Teil hat nichts von seinem Zauber verloren. Im Gegenteil die Figuren erscheinen mir noch lebendiger geworden zu sein, sie haben an Reife und Erfahrung zugelegt. Ihre Entwicklung ist realistisch und nachvollziehbar. Sie nutzt das historische Potenzial voll aus und bringt es in ihrer Erzählung zur Entfaltung.


    Die Autorin versucht dem Leser mit dieser Geschichte aber auch die Kultur von Andalusien zu vermitteln, wie auch das Wissen der Mauren über gewisse Dinge der technischen Entwicklung in diesem Roman Einzug halten. Der Leser wird von der Vielfalt in Bann gezogen, aber auch von der Nähe zu den Protagonisten verschiedener Herkunft. Erst jetzt im zweiten Teil entfaltet die Verschiedenheit ihrer Charaktere ihre Wirkung und kommt damit viel detaillierter und deutlicher zu Ausdruck.


    Die Themen und Probleme dieser Geschichte sind heute so aktuell wie damals. Durch unsere Leserunde hat mich die Autorin auch davon überzeugt, dass sich ein Kampf für die Liebe und das Leben aber auch für die eigene Identität immer lohnt. Aber auch ihr Aufruf zur Toleranz mit allen Konfliktparten geht nicht spurlos am Leser ihrer Bücher vorbei.


    Veröffentlicht am 08.02.2014



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    Das Geheimnis der Maurin war für mich das vierte Werk von Lea Korte. Und ich muss sagen, es war für mich bei weitem das Beste.


    Es ist der zweite Teil zu Zarah der Maurin. Im ersten Teil kämpfte Zarah als Muslimin um ihre Liebe zu einem Christen. In diesem Teil kämpft Zarah um ihren Glauben, den die katholischen Christen die Granada erobert haben ihrem Volk vollkommen nehmen wollen.


    Dieses Werk war super Spannend, Wortgewaltig und die Emotionen fuhren regelrecht Achterbahn. Zu beginn dachte ich, wie kann ein Mensch nur so stur und verbohrt sein. Aber im Laufe der Geschichte konnte ich Zarah immer mehr verstehen. Aber auch Jaime stand ganz hoch in meiner Gunst. Versuchte er doch aus allem was passierte nur das Beste für seine Familie rauszuholen. Nicht immer konnte er alles zu Besten wenden, den auch die katholischen Christen rückten von ihren Vorhaben keinen Deut ab.


    Ein farbenprächtiges Werk bei dem mein Kopfkino mit Ton und in Farbe ansprang.


    Ich kann meine Begeisterung für diese Geschichte kaum in Worte fassen.
    Und auch wenn wir erst Januar 2013 schreiben, für mich war dieses Buch ein Highlight im Jahr 2013. Kommende Bücher werden es schwer haben gegen dieses Werk zu bestehen.


    Kristallklare 5 Sterne gibt es von mir.