Mari, Silvana De: Der letzte Elf


  • Autor: Silvana De Mari
    Titel: Der letzte Elf
    Originaltitel: L'ultimo Elfo
    Verlag: cbj
    Erschienen: 7. Juli 2008
    ISBN-10: 3570134784
    ISBN-13: 978-3570134788
    Seiten: 368
    Einband: türkis, ein Wasserfall im Hintergrund, ein Elf mit Pfeil und Bogen, ein Drache
    Preis: 8,99


    Zusammenfassung:


    „Yorshkrunsquarkljolnerstrink“ ist der letzte Elf. Nach einer Prophezeiung hat er eine wichtige Aufgabe. Er muss den letzten Drachen finden, um die Welt zu retten. Der letzte Elf ist ein Unlängstgeborener und wandert ganz alleine durch Welt, die in einem nicht endenden sintflutartigen Regen versinkt. Das letzte Reservat der Elfen ist im Schlamm verschwunden. Als der kleine Elf fast am Ende ist, vor Hunger und Nässe, trifft er auf eine Frau, die sich Sajra nennt. Nach einigen Kommunikationsproblemen nimmt sie sich seiner an. Da sie seinen Namen nicht aussprechen kann, nennt sie ihn Yorsh. Für die Frau ist es gefährlich, sich mit dem kleinen Elfen blicken zu lassen, denn Elfen gelten wegen ihrer magischen Kräfte als bösartig und sie kann dafür gehängt werden.


    Auf ihrer Wanderung treffen sie auf Moser, den Jäger. Doch als dieser ihnen einen Hasen zum Abendessen vorsetzen will, tritt der letzte Elf, der sich von nichts Lebendigem ernährt, auf den Plan. Er weckt den Hasen wieder zum Leben. Darauf hin essen Sajra und Monser nur mehr heimlich Fleisch.


    Doch die kurze Reise der kleinen Gruppe ist bald zu Ende, denn im Namen des Verwaltungsrichters von Daligar werden sie verhaftet. Ihnen droht nun die Todesstrafe durch Erhängen. Doch der des Verwaltungsrichters von Daligar hat nicht mit dem letzten kleinen Elfen gerechnet, der sich mit den Ratten im Verlies angefreundet hat, die ihm den Schlüssel bringen und so gelingt den Freunden die Flucht. Auf dieser Flucht entdeckt der Elch eine Inschrift:


    Zitat


    „Erst wenn der letzte Elf du der letzte Drache einander finden, und sich Vergangenheit und Zukunft verbinden, werden die Menschen ihr Schicksal überwinden.“


    Erst jetzt wird ihm bewusst, dass er selbst der letzte Elf ist. Die Gruppe macht sich auf den Weg zur Drachenhöhle…



    Mein Fazit:


    „Der letzte Elf“ war mein erstes Buch der italienischen Autorin Silvana de Mari. Erst beim Lesen habe ich festgestellt, dass es sich nicht wie ich eigentlich dachte, um ein Jugendbuch handelt, sondern eher um ein Kinderbuch. Ich habe das Buch eigentlich wegen unserer Verlagschallanger und wegen des wunderschönen Covers aus der Bibliothek mitgenommen. Meine Reaktion nach dem Lesen des Buches ist etwas zwiespältig. Wenn ich es aus der Sicht eines Erwachsenen beurteilen soll, dann fällt meine Reaktion ziemlich negativ aus. Wenn ich es allerdings unter dem Bezug, dass es ein Kinderbuch ist und mir vorstelle, es einem Kind vorzulesen, dann fällt meine Reaktion ziemlich positiv aus und aus dieser Sicht möchte ich es jetzt betrachten.


    Der Sprachstil der Autorin ist sehr gefühlvoll. Die Sprache ist warmherzig und für Kinder sehr gut geeignet. Durch die Schaffung weniger Nebenschauplätze ist die Handlung selbst recht einfach gestaltet. Es gibt einige Wiederholungen, wenn etwas ausweglos erscheint oder ein dringliches Problem ansteht. Mit dieser Maßnahme versucht die Autorin, die Kinder explizit darauf hinzuweisen. Der Charakter und das Lebe des Protagonisten, des letzten Elfs, wird sehr gut herübergebracht, in dem die Autorin großes Einfühlungsvermögen beweist. Die Geschichte selbst ist voller Poesie, aber teilweise auch sehr lustig. Die Geschichte ist voller Gegensätze: der kleine Elf, die großen Menschen, der riesige Drache. Anderseits ist Yorsh intellektuell den Menschen weit überlegen. Der kleine Kerl wird als die personifizierte Unschuld dargestellt. Er ist zerbrechlich wie ein kleines Kind und ahnungslos. Der Drache hingegen ist eine eigenwillige und eingebildete Figur.


    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass die Geschichte sehr viel Ähnlichkeit mit einem Märchen hat. Es gibt eindeutig gut und böse und das Ganze ist kindergerecht aufbereitet. Ich glaube allerdings nicht, dass ich die Folgebände auch lesen werde.


    Veröffentlicht am 31.01.2014