Mosse, Kate: Die achte Karte


  • Autor: Mosse, Kate
    Titel: Die achte Karte
    Originaltitel: Sepulchre
    Verlag: Droemer
    Erschienen: 6. Oktober 2008
    ISBN 10: 3426196611
    ISBN 13: 978-3426196618
    Seiten: 747 Seiten
    Einband: Hardcover
    Preis: 22,95 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Als die junge Meredith auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Herkunft durch Paris streift, stößt sie auf ein seltenes und unvollständiges Set Tarotkarten aus vergangener Zeit. Und eine der Karten trägt unverkennbar ihre eigenen Züge... Die verblüffende Ähnlichkeit verwirrt Meredith völlig. Zufall, schließlich kann der Zeichner sie nicht gekannt haben. Aber ist es auch Zufall, dass die Karten sie ebenso in den Süden Frankreichs führen wie die wenigen Familienerbstücke, die sie besitzt? Liegt etwa eine Botschaft in der Karte der Gerechtigkeit? Das zumindest glaubt Meredith, als sie feststellt, dass es eine Verbindung gibt zwischen dem Tarotset und dem, was sie über ihre Familie herausfindet. Immer wieder taucht dabei der Name einer jungen Frau auf: Léonie Vernier. Sie entpuppt sich als die Zeichnerin der Karten.


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Meredith Martin möchte ein Buch über den berühmten Komponisten Claude Debussy schreiben, ihre Recherchen führen sie dabei nach Frankreich, wo sie auch gleich noch ein wenig in ihrer eigenen Familiengeschichte forscht, denn sie möchte mehr über die Vorfahren ihrer leiblichen Mutter erfahren. Dabei macht sie einige für sich interessante Entdeckungen. Besonders als sie eine Werbung fürs Tarotlesen in die Hand gedrückt bekommt und das Mädchen sie darauf aufmerksam macht, das sie genauso aussehe wie die Frau, die "La Justice" darstellt. Die Tarotkarten, die ihr die Kartenlegerin dann mit auf den Weg gibt, lassen sie deswegen auch nicht mehr los, haben sie wirklich etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun?!


    Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, mal sind wir im Jahr 1891 und begleiten Léonie auf ihrem Weg, dann wechseln wir ins Jahr 2007 und erfahren was Meredith gerade so macht. Eigentlich finde ich solche Wechsel ganz interessant, aber hier hat es mir leider nicht so sehr gefallen, denn die Abschnitte sind recht lang und hatte ich mich dann gerade im Jahr 1891 wieder zurechtgefunden, wechselte es ins Jahr 2007 und ich kam mir wie aus der Story geschleudert vor.


    Aber auch generell konnte mich die Geschichte nicht fesseln, denn ich fand das alles recht langatmig war, erst nach knapp 300 Seiten kam für mich ein wenig Spannung auf, die dann aber leider nicht lange gehalten hat. Und mag ich normalerweise ausführliche Beschreibungen, so fand ich sie in diesem Buch einfach oft zu viel des Guten, denn es wurde wirklich jeder einzelne Stein, Baum, Busch usw. genaustens beschrieben und das manchmal so oft, das ich das Buch öfters zur Seite gelegt habe, weil ich das in dem Moment nicht schon wieder lesen wollte.


    Meredith fand ich eigentlich ganz sympathisch und auch Hal war ganz nett, aber trotzdem blieben mir die meisten Charaktere in der Gegenwart doch recht fremd. Anders war es da bei den Protagonisten der Vergangenheit, besonders Léonie, Anatole und Isolde´s Gedanken und Gefühle kamen gut zur Geltung, die aber leider meistens sehr melancholisch waren.


    Schön fand ich die Karte, die am Anfang und am Ende des Buches zu sehen ist, denn da konnte man gut nachschauen, welche Strecken Léonie, Meredith und die anderen zurückgelegt haben und wie weit die einzelnen Städte voneinander entfernt sind.


    Ansonsten hat mich das Buch aber leider überhaupt nicht überzeugen können.


    Veröffentlicht am: 12.02.2013


  • Klappentext:


    Zitat

    Nur acht Motive, darunter die Liebenden, die Kraft, der Teufel - und die Gerechtigkeit. Als die junge Meredith auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Herkunft durch Paris streift, stößt sie auf ein seltenes und unvollständiges Set Tarotkarten aus vergangener Zeit. Und eine der Karten trägt unverkennbar ihre eigenen Züge ...
    Die verblüffende Ähnlichkeit verwirrt Meredith völlig. Zufall, schließlich kann der Zeichner sie nicht gekannt haben. Aber ist es auch Zufall, dass die Karten sie ebenso in den Süden Frankreichs führen wie die wenigen Familienerbstücke, die sie besitzt? Liegt etwa eine Botschaft in der Karte der Gerechtigkeit? Das zumindest glaubt Meredith, als sie feststellt, dass es eine Verbindung gibt zwischen dem Tarotset und dem, was sie über ihre Familie herausfindet. Immer wieder taucht dabei der Name einer jungen Frau auf: Léonie Vernier. Sie entpuppt sich als die Zeichnerin der Karten. In ihren Bildern erzählt sie die Geschichte ihres Bruders Anatole und seiner großen Liebe. Eine Liebe, die ein anderer unbedingt zerstören will: Victor Constant. Und Léonie selbst ist es, die ihm, geblendet von seinem Charme, den Weg weist zu den Liebenden. Ihre Karten kennen die Wahrheit - und hundert Jahre später droht sich die Vergangenheit zu wiederholen.


    Handlung:


    Meredith forscht für ihr Buch nach dem Leben Debussys. Dabei führt sie ihr Weg nach Paris, wo sie durch Zufall auf ein unvollständiges Set Tarotkarten aus vergangener Zeit stößt. Diese Tarotkarten zeigen die Liebenden, die Kraft, den Teufel und die Gerechtigkeit, auf der ein Mädchen abgebildet ist, das unverkennbar die Gesichtszüge von Meredith trägt. Durch diesen Zufall der Ähnlichkeit verwirrt, begibt sich die junge Frau auf die Suche nach dem Ursprung der Karten, die auch mit Debussy zusammenhängen. Ist es nur Zufall, dass die Karte ihr Konterfei ziert und sie zu Familienerbstücken im Süden Frankreichs zieht? Immer wieder taucht der Name einer jungen Frau auf: Léonie Vernier. Sie entpuppt sich als die Zeichnerin der Karten, die in den Bildern die Geschichte ihres Bruders Anatole und seiner großen Liebe erzählt. Diese eine Liebe, die Victor Constant zerstörte, weil Léonie, geblendet vom Charme des Widersachers, ihm den Weg zu den Liebenden wies. Die Wahrheit liegt in den Karten und hundert Jahre später droht sich die Vergangenheit zu wiederholen.


    Seit Labyrinth bin ich ein Fan von Kate Mosse, daher habe ich mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass sie ein neues Buch herausgbracht hat. Wieder spielt das Buch auf zwei Zeitebenen - und das gelungen!


    Der Schreibstil der Autorin war leicht verständlich und die Zeitsprünge waren gut eineinander verwoben, so dass ich keine Schwierigkeiten hatte die Ereignisse der zwei Geschichten miteinander zu verbinden. Die Charaktere sind facettenreich und wachsen einem schnell ans Herz, wobei mir die Charaktere von Leonie und Anatole liebevoller gestatlet vorkamen wie Meridith und Hal. Aber nicht nur die detailreich ausgearbeiten Figuren machen das Buch spannend sondern auch die mysteriös/gruselige Athmosphäre die Kate Mosse mit der bergigen Umgebung der Domane de la Cade erschafft machen den Roman zu einem Erlebniss.


    Hier ist eine mystisch, spannende Geschichte entstanden, und ich freue mich bereits auf den nächsten Roman von ihr!

    Lesende Grüße von Nyx

    Nyx (griech. Νύξ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Nacht. Laut Homer fürchtete sich selbst Zeus vor der Nacht.