Winterberg, Liv: Vom anderen Ende der Welt


  • Autor: Winterberg, Liv
    Titel: Vom anderen Ende der Welt
    Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
    Erschienen: 1. Juni 2011
    ISBN 10: 3423248475
    ISBN 13: 978-3423248471
    Seiten: 446 Seiten
    Einband: Broschiert
    Preis: 14,90 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    England, spätes 18. Jahrhundert: Von ihrem Vater, einem Arzt und Wissenschaftler, zur Botanikerin ausgebildet, träumt die junge Mary Linley davon, die Welt zu bereisen. Doch als sie nach dem Tod des Vaters verheiratet werden soll, sieht sie nur eine Möglichkeit, ihrer Berufung zu folgen. Sie gibt sich als Mann aus, um an Bord der Sailing Queen im Stab des Botanikers Sir Carl Belham auf Expeditionsfahrt zu gehen. Die Lebensbedingungen auf See erschüttern sie, denn Entbehrungen, Krankheiten und Tod prägen den Alltag. Dennoch glaubt sie, ihr Ziel erreicht zu haben: Sie erkundet fremde, faszinierende Länder. Erst durch die Liebe zu Sir Carl Belham erkennt sie, dass sie sich für ihre Ideale selbst verleugnet...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Francis Linley ist ein angesehener Arzt und Botaniker, der seiner Tochter Mary vieles aus diesem Bereich beigebracht hat, darum wundert es einen nicht, das sie ihm nacheifern und eine berühmte Botanikerin werden möchte, die erste auf diesem Gebiet, denn Frauen sind dafür eigentlich nicht vorgesehen. Als Marys Vater von einer seiner Reisen nicht mehr zurückkommt will Henriette, Francis Schwester, Mary so schnell wie möglich verheiraten, aber diese hat ganz andere Pläne, sie möchte bei der neuen Expedition mitmachen, die Sir Carl Belham auf die Beine gestellt hat, aber das ist gar nicht so leicht, da man einer Frau sowas im 18. Jahrhundert einfach nicht zutraut, aber Mary gibt nicht so schnell auf und so befindet sie sich doch bald auf der Sailing Queen um an der Forschungsfahrt teilzunehmen, allerdings als Mann.


    Mary war mir von Anfang sympathisch und es ist wirklich bewundernswert wieviel sie auf sich nimmt um ihrem Traum, Botanikerin zu werden, näher zu kommen. Allerdings hat sie sich die Fahrt auf der Sailing Queen etwas anders vorgestellt, denn das es so hart werden würde hat sie absolut nicht erwartet, aber sie schlägt sich sehr tapfer und darf sich natürlich auch nicht zu fraulich geben, weil sonst könnte ja ihre Tarnung auffliegen und damals gab es ja auch noch den Aberglauben, das eine weibliche Person auf einem Schiff Unglück bringt, also zieht sie es rigoros durch, obwohl sie Dinge zu sehen bekommt, die ihr oft wirklich an die Nieren gehen und wo sie sich am liebsten verkriechen würde.


    Die Geschichte ist ziemlich emotional, man leidet und fühlt mit Mary mit, aber auch mit Seth, dessen Geschichte absolut traurig ist und mich wirklich berührt hat. Mir hat die Story eigentlich sehr zugesagt, denn die ganze Thematik mit der Botanik, der Schiffsreise und den wunderschönen Orten ist absolut mein Ding, aber leider wurde, nachdem man Tahiti erreicht hatte irgendwie alles sehr schnell abgehandelt, es fehlten plötzlich die schönen Beschreibungen der Umgebung, die Arbeit die Mary und Carl machen wurde auch nur noch nebenbei erwähnt und von den Ureinwohnern hätte ich auch gerne noch mehr erfahren, leider war dies halt nicht der Fall, dabei war der Anfang wirklich vielversprechend. Auch das Ende war nicht so wirklich mein Geschmack, denn es bleibt doch einiges offen, das läßt allerdings auch auf einen zweiten Teil hoffen, aber bisher habe ich noch nichts dazu gefunden.


    Das Buch enthält übrigens ein Personenverzeichnis, eine Karte von der Reiseroute der Sailing Queen, ein Glossar, ein Kurzporträt von Jeanne Baret und ein Nachwort der Autorin, wo sie erzählt, das sie von der Biografie der Botanikerin Jeanne Baret dazu inspiriert wurde diesen Roman zu schreiben.


    Veröffentlicht am: 12.02.2013