Leue, Alf: Der Fluch des Mechanicus


  • Autor: Leue, Alf
    Titel: Der Fluch des Mechanicus
    Verlag: Societäts-Verlag
    Erschienen: 22. August 2011
    ISBN 10: 3942921189
    ISBN 13: 978-3942921183
    Seiten: 528 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 14,80 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Frankfurt, 1494: Eilig reitet Wolf Besigheim mit seinen Verbündeten den beschwerlichen Weg von Frankfurt nach Mainz. Auf der Suche nach einem griechischen Dokument ist Vorsicht geboten. Zu kostbar ist das Geheimnis rund um die Anleitung zum Bau einer Maschine, mit der sich mechanisch Gold herstellen lässt. Dem Besitzer des geheimnisvollen Dokuments steht unvorstellbarer Reichtum bevor, doch umgeben von Neid und Missgunst lebt es sich gefährlich. Auf ihren Wegen treffen sie auf Halunken, Wegelagerer und Hexen. Zugleich wird Wolf von einem immer wiederkehrenden schrecklichen Traum geplagt, der ihm Rätsel aufgibt. Rätsel, denen er nie auf die Spur zu kommen glaubt. Doch als die Auflösung des Mysteriums greifbar nah ist, hat die Wahrheit eine solche Gewalt, dass Besigheim daran zu zerbrechen droht.


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Die Geschichte um Wolf und seine Vergangenheit, das geheimnisvolle Dokument und den interessanten Charakteren hat mich gleich von Anfang an in seinen Bann gezogen, denn schon der Prolog macht einfach Lust auf mehr und läßt einen spannenden Roman erwarten.


    Wolf Besigheim ist im Auftrag von Erzbischof Uriel von Gemmingen in Frankfurt unterwegs, denn dort soll er Informationen über einen geplanten Angriff auf die Judengasse zusammentragen. Zur gleichen Zeit versucht Jokoff Cramer seinen Laden zu retten, indem er auf einen obskuren Handel mit Abraham Siebenthal eingeht, der ihm dafür einiges an Gold verspricht. Aber das Dokument, wo angeblich eine Maschine beschrieben wird, die Gold herstellt, bringt den beiden kein Glück, es scheint verflucht zu sein. Wolf wird zufällig auf das Schicksal von Jokoffs Familie aufmerksam und möchte ihnen helfen, so fängt eine spannende Verfolgungsjagd auf das Dokument, die Maschine und einige grausame Personen an, die einen manchmal echt in Atem hält und nebenbei kommt man dann auch noch langsam Wolfs eigener Geschichte auf die Spur, die mir persönlich sehr nahe ging.


    Wolf war mir gleich von Anfang an sympathisch, denn er ist ein ehrenwerter und hilfsbereiter Mann, der das Herz am rechten Fleck hat und für den Gerechtigkeit sehr wichtig ist. Aber auch Greger, Benedikt Tössler, Jakob Heller und Bruder Valtin waren für mich ziemlich angenehme und freundliche Menschen von denen ich sehr gerne gelesen habe. Aber es gab auch Charaktere, die wirklich fies waren, so wie z.B. Jeckel Schmied, der irgendwie überhaupt kein Mitleid kennt und richtig brutal daherkommt.


    Die Geschichte selbst ist wirklich gut gelungen und läßt sich super lesen, denn man will immer wissen, wie es denn nun mit Wolf und seinen Freunden weitergeht. Auch die kurzen Kapitel fand ich sehr schön, da man so zwischendurch immer mal eins lesen konnte. Nur das Ende war leider nicht so meins, da es doch recht offen ist, gerade was Wolf angeht und das fand ich schon etwas schade, denn ich hätte ihm so sehr gegönnt, das er endlich einen Schlußstrich unter dieser ganzen Sache aus der Vergangenheit hätte ziehen können. Aber es läßt natürlich auch auf einen zweiten Teil hoffen, den ich mir mit Sicherheit sofort holen würde, da ich gerne mehr von Wolf, Greger, Bruder Valtin und den anderen lesen würde.


    Am Ende gibt es übrigens ein Nachwort, wo drin geschrieben steht, was in diesem Roman fiktiv ist und was historisch belegt, außerdem noch ein Glossar, wo einige Wörter genauer erklärt werden, wie z.B. Pfeffersack, Prim, Rute, Gran usw., auch gibt es einige Übersetzungen zu den italienischen und lateinischen Wörtern/Sätzen, die im Buch vorkommen.


    Veröffentlicht am: 11.02.2013