Callihan, Kristen: Kuss des Feuers


  • Autor: Callihan, Kristen
    Titel: Kuss des Feuers
    Originaltitel: Firelight
    Verlag: Lyx
    Erschienen: 12. September 2013
    ISBN 10: 3802589831
    ISBN 13: 978-3802589836
    Seiten: 415 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Serie: The Darkest London Band 1
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    London, 1881: Seit ihrer Geburt besitzt Miranda Ellis die außergewöhnliche Gabe, das Feuer zu beherrschen. Da ihre Familie ihr gesamtes Vermögen verloren hat und vor dem Ruin steht, sieht Miranda sich gezwungen, den geheimnisvollen Lord Benjamin Archer zu heiraten, der sein Gesicht stets hinter einer Maske verbirgt.


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Eines Nachts lernt Archer Miranda kennen und ist sofort von ihr angetan, daher weicht er auch von seinem eigentlichen Plan ab, den er ausführen wollte und meldet sich drei Jahre später bei ihrem Vater um um ihre Hand anzuhalten. Miranda will davon erstmal nichts wissen, schließlich soll Lord Archer ein sehr unangenehmer Zeitgenosse sein, die ganze Londoner Gesellschaft erzählt nur Horrorgeschichten über ihn und das er auch noch eine Maske trägt führt nicht gerade dazu, das Miranda sich wohler fühlt. Doch ihr bleibt keine Wahl und so wird sie die Frau von Lord Archer und je näher sie ihn kennenlernt, desto mehr fühlt sie sich zu ihm hingezogen und kann die ganzen ängstlichen und spottenden Kommentare über ihren Mann überhaupt nicht verstehen. Aber dann geschieht ein Mord und wer käme als Täter besser in Frage als Lord Archer?!


    Miranda war mir sofort sympathisch, sie ist sehr mutig und nicht auf den Mund gefallen, sie gibt Widerworte, hält sich nicht unbedingt an Konventionen und ist ihrem Mann treu ergeben, auch wenn vieles gegen ihn spricht. Außerdem ist ihre Gabe wirklich interessant und sie lernt immer mehr mit ihr umzugehen. Archer mochte ich auch recht gerne, auch wenn er manchmal etwas stur und verschlossen ist, aber wer will es ihm übel nehmen, wenn man seine Geschichte erstmal kennt und sieht wie die meisten mit ihm umgehen. Trotzdem hätten beide noch viel offener zueinander sein müssen, finde ich, denn das hätte sicher einige Missverständnisse gar nicht erst aufkommen lassen, aber sie warten natürlich bis es schon fast zu spät ist um ihre Geheimnisse miteinander zu teilen.


    Die Story fand ich von Anfang an total spannend und mysteriös, was hat es mit Archer auf sich, was oder wer ist er eigentlich, was verbirgt sich hinter seiner Maske?! Ich habe wirklich viel rumgerätselt und doch bin ich nicht auf die Lösung gekommen und das fand ich wirklich klasse, es war einfach mal was neues und ich fand es schon sehr faszinierend, aber halt auch erschreckend, wenn man die Geschichte dahinter kennt. Die Auflösung zieht sich übrigens sehr lange hin und deswegen habe ich das Buch auch irgendwann kaum noch aus der Hand legen können, weil ich unbedingt wissen wollte was denn nun hinter Archer und dem West Moon Club steckt. Außerdem haben mir die Gespräche zwischen Miranda und Archer wirklich gut gefallen, es war viel Gefühl dabei und man hat richtig gespürt, was die beiden füreinander empfinden und wie sehr sie manchmal darunter leiden, weil vieles so hoffnungslos wirkt.


    Das Ende fand ich auch ziemlich gelungen, es ging zwar recht schnell vonstatten, was ich ein ganz klein wenig schade fand, da eigentlich die ganze Zeit darauf hingearbeitet wurde, aber man hätte es wohl auch nicht noch mehr in die Länge ziehen können ohne das es irgendwann gezwungen wirkt und von daher ist es schon ok so gewesen. Den Epilog fand ich dann auch nochmal sehr angenehm und ich bin gespannt, ob man von der Person, die in den letzten Sätzen erwähnt wurde nochmal was hört, eventuell wird er ja im zweiten Band wieder vorkommen, der nächstes Jahr im März erscheinen soll. Laut Kurzbeschreibung geht es da dann um eine von Mirandas Schwestern und ich bin schon sehr gespannt was sie dann alles erlebt und vor allem mit wem.


    Veröffentlicht am: 16.11.2013

  • Meine Meinung:


    Miranda ist 17 Jahre alt, als sie zum ersten Mal auf Lord Benjamin Archer trifft. Eigentlich ist er gekommen, um ihren Vater zu töten. Stattdessen verliebt er sich in die eigenwillige junge Frau und verlässt London, kann sie aber nicht vergessen.
    Als er nach drei Jahren zurückkehrt, macht es ihm die Armut der Familie Ellis leicht, ihren geldgierigen Vater dazu zu bringen, ihm Miranda zur Frau zu geben. Zunächst wütend, sieht sie aber schließlich doch eine Chance auf ein vielleicht besseres Leben.
    Allerdings macht ihr Ehemann es ihr nicht leicht. Er hütet seine Geheimnisse auch weiterhin und trägt auch in ihrer Gegenwart seine Maske. Niemand weiß anscheinend, was mit ihm ist. Das Hauspersonal schweigt. Die feine Gesellschaft von London meidet ihn und bezeichnet ihn als Monster. Ist er entstellt durch eine Krankheit oder einen Unfall? Ist er von Geburt an missgebildet? Und was haben seine Verbindungen zu dem geheimnisvollen West Moon Club damit zu tun?
    Als in Archers Umgebung immer mehr Menschen brutal zu Tode kommen, wird nicht nur die Polizei misstrauisch. Als dann auch noch eine mysteriöse Frau aus Archers Vergangenheit auftaucht, beginnt Miranda sich zu fragen, wen sie eigentlich geheiratet hat.


    Dies ist der erste Teil der Reihe "The Darkest London" und er hat mir gut gefallen. Ich würde es als historische Fantasy bezeichnen mit einem guten Anteil Romantik, aber kitschig oder schnulzig fand ich es nicht. Mirandas Fähigkeit, Feuer entstehen zu lassen, würde man heute wohl als "Pyrokinese" bezeichnen. Erst durch Archer lernt sie, dies als Gabe zu betrachten und nicht als Fluch. Archer selbst dagegen leidet tatsächlich unter einem Fluch. Wie dieser sich auswirkt und was genau er aus ihm macht, werde ich hier natürlich nicht verraten. Ich fand die Auflösung jedenfalls sehr interessant und mal etwas Anderes. Sie kommt auch erst sehr spät im Buch, so dass eine ständige Spannung erhalten bleibt, da man endlich wissen will, was denn nun mit Archer los ist.
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die Sprache nicht zu altmodisch, aber auch nicht zu modern, schließlich spielt das Ganze vor fast 150 Jahren.


    Ich mochte sowohl Miranda als auch Archer von Anfang an. Sie haben beide in der Vergangenheit viel gelitten und ergänzen sich als Paar wunderbar. Sie sind füreinander geschaffen, müssen das aber erst noch erkennen.


    Mit "Im Banne des Mondes" und "Winterflammen" sind bereits zwei weitere Bücher der Reihe erschienen, die ich auf jeden Fall auch lesen möchte.


    Veröffentlicht am: 03.04.2015