Bowman, Erin: Taken


  • Autor: Bowman, Erin
    Titel: Taken
    Originaltitel: Taken
    Verlag: Piper
    Erschienen: 16. April 2013
    ISBN 10: 349270266X
    ISBN 13: 978-3492702669
    Seiten: 351 Seiten
    Einband: Broschiert
    Serie: Das Laicos-Projekt Band 1
    Preis: 16,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Wenn um Mitternacht die Erde bebt, der Wind aufheult und ein leuchtender Blitz im Dorf einschlägt, wissen die Bewohner von Claysoot: Erneut wurde jemand von ihnen geraubt. Doch rätselhafterweise trifft dieses Schicksal ausschließlich die Männer in der Nacht ihres 18. Geburtstags. Gray ist 17 und weigert sich, dieses Todesurteil zu akzeptieren. Deshalb wählt er die einzige Alternative, die ihn vor dem »Raub« rettet – er besitzt den Mut, jene unheimliche Mauer zu überwinden, die Claysoot vom Rest der Welt trennt. Doch noch kein Dorfbewohner vor ihm hat das überlebt...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Gray lebt mit seinem Bruder Blaine in Claysoot, aber leider nicht mehr lange, denn Blaine ist nun achtzehn Jahre alt und jeder junge Mann fällt an seinem 18ten Geburtstag dem Raub zum Opfer. Doch nachdem Blaine verschwunden ist verfällt Gray in eine ziemliche Starre und nichts interessiert ihn mehr, obwohl er doch seinen Pflichten nachgehen sollte. Als er dann durch Zufall einen Brief von seiner verstorbenen Mutter findet, in dem einige seltsame Andeutungen gemacht werden versucht er herauszufinden was es damit auf sich hat und dabei hilft ihm Emma, die ihm gerade zugeteilt wurde, damit die beiden ein Baby zeugen. Denn schließlich braucht man ja immer neue Erdenbürger um Claysoot am "laufen" zu halten, allerdings hat Gray ganz andere Plände. Er entschließt sich nämlich über die Mauer zu klettern, die das Dorf umgibt, auch wenn dies bisher noch keiner überlebt hat, aber Gray ist wild entschlossen und nimmt die Gefahr in Kauf.


    Gray war mir am Anfang noch recht sympathisch, er ist impulsiv und entscheidet immer aus dem Bauch heraus, was manchen zwar nicht wirklich gefällt, aber ich fand es sehr angenehm und erfrischend. Allerdings verliert er diese Eigenschaft irgendwann ein wenig und wirkt dadurch manchmal etwas orientierungslos, gerade in Bezug auf sein Liebesleben. Wo wir dann auch bei Emma wären, mit der ich leider nicht so wirklich warm geworden bin und die sich eine Sache leistet, die mir überhaupt nicht gefallen hat, aber auch mit Bree kann ich nicht so viel anfangen, wobei sie wenigstens etwas interessanter ist als Emma. Trotzdem hätte ich hier gut auf eine Liebesgeschichte verzichten können, denn ich finde sie kommt recht nichtssagend und emotionslos rüber. Auch die anderen Charaktere wirken noch ein wenig blass, so daß ich eigentlich nur bei Gray etwas mitfiebern konnte.


    Die Geschichte selbst ist recht spannend, zumindest was die Mauer, das Dorf Claysoot, den Raub und das Geheimnis von Grays Mutter angeht. Diese Passagen habe ich auch immer wieder verschlungen und man kann sich irgendwie nicht richtig sicher sein, wem man denn nun vertrauen soll und wem nicht. Leider geht vieles am Ende der Story verloren, da Gray sich mehr Gedanken um seine Beziehungen macht und dadurch sogar richtig wichtige Dinge einfach vergißt, bzw. verdrängt und teilweise sogar egoistisch und gefühlskalt wirkt. Dabei ist die Idee mit dem Raub und was dahinter steckt schon interessant und dramatisch genug und bietet genügend Potenzial, daher hoffe ich einfach mal, das im zweiten Band wieder mehr der Fokus auf das Wesentliche gelegt wird. Das Buch läßt sich aber auf jeden Fall gut und flüssig lesen, gerade die ersten Seiten sind bei mir nur so dahingeflogen, weil es so viele Geheimnisse gibt und ich gespannt auf die Auflösung war, einiges kann man sich zwar schon selbst denken, aber anderes war auch wirklich überraschend.


    Veröffentlicht am: 26.07.2013