Bradley, Alan: Mord im Gurkenbeet


  • Autor: Alan Bradley
    Titel: Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet
    Original: The Sweetness at the Bottom of the Pie.
    Verlag: Blanvalet
    Erschienen: 2010
    ISBN: 3442376246
    Seiten: 400
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 8,99


    Kurzbeschreibung:
    Dieser außergewöhnliche All-Age-Krimi hat die Herzen von Lesern, Buchhändlern und Kritikern aus aller Welt im Sturm erobert!


    Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur - bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ...


    Meine Meinung:


    Flavia ist eine von 3 Schwestern, die jüngste dazu, mit gerade mal 11 Jahren. Ihr Faible ist die Chemie, sie ist ein wandelndes Chemie-Lexicon für Giftmischungen und sonstige chemische Reaktionen.
    Eines Morgens findet Flavia vor ihrem Elternhaus eine Leiche im Gurkenbeet und macht es sich zur Aufgabe, sich selbst auf die Suche nach dem Täter zu machen.
    Flavias Wortwitz, ihre Intellligenz und die daraus folgenden Ermittlungen sind sehr unterhaltsam und lassen den Leser immer wieder aufs Neue staunen und verwundert am Kopf kratzen.
    Flavia selbst ist mir sehr sympathisch gewesen, eine kluge vorwitzige 11 Jährige, die so gar nix mit den Otto-Normal 11 Jährigen gemein hat, die ich so kenne.
    Was mir allerdings tierisch auf den Geist gegangen ist, und was auch zur nur 3 Hufschoner Bewertung geführt hat waren die ganzen Chemie Begriffe und Erforschungen. Teilweise dachte ich, dass ich ein Chemie Buch vor mir habe. Im Gegensatz zu Flavia interessiert MICH Chemie nämlich nicht sonderlich.

    Fazit:
    Im Großen und Ganzen ein nettes Buch, was etwas weniger Chemie und mehr Flavia gebraucht hätte. Für Chemie Hasser wie mich eindeutig das gewisse etwas "Too Much". Wer aber an Chemie interessiert ist, der findet hier eine sehr interessante Story und eine sehr kluge und witzige Protagonistin und wird voll auf seine Kosten kommen.


    3 von 5 Sternen



  • Meine Meinung:

    Englischer Humor + Krimi pur!


    Ich habe mir diesen Roman zugelegt, weil mich die Protagonistin neugierig machte.
    Zwar komme ich mit dem schwarzen englischen Humor nicht immer so klar, aber ich wollte wissen, wie ein junges Mädchen ihrem verdächtigen Vater helfen möchte.


    Flavia de Luce ist frech und scheint ziemlich intelligent zu sein. Ihr Interesse an Chemie für eine 11jährige ist äußerst selten, aber phänomenal!
    Und neugierig ist sie ja auch überhaupt nicht.


    Flavias Vater wird verhaftet, nachdem die Polizei herausfindet, das der Ermordete in dem Gurkenbeet hinter de Luces Haus ein alter Klassenkamerad von Mr. de Luce ist. Natürlich zieht die Polizei dadurch ihre Schlüsse und handelt entsprechend.
    Flavia möchte ihrem Vater helfen, und beginnt ihre eigene Recherche.


    Wie sie an eine Sache herangeht, ist typisch kindlich und doch teilweise klug durchdacht. So findet sie Kleinigkeiten heraus, die der Polizei entgehen, oder diese nicht für wichtig erachten. Diese erfährt sie teils an Stellen, da würden die Ermittler gar nicht suchen.
    Alles aus einem kindlichen Blickwinkel, mit anderen Möglichkeiten, mit weiteren „unauffälligen“ Details. Dadurch ist sie meist immer auf demselben Stand, wie die Polizei mit der Leiche und ihren Beweismitteln.
    Doch je tiefer Flavia in die gemeinsame Vergangenheit von ihrem Vater und dem Ermordeten eintaucht, umso mehr fragt sie sich, ob sie überhaupt eine Hilfe ist oder ob sie für ihren Vater nur noch alles schlimmer macht…


    Ab und an gibt es zwischen Flavia und ihren Schwestern auch humorvolle Szenen, die das Drama um ihren Vater wohl etwas auflockern sollen.
    Bei mir hilft es, ich konnte schmunzeln und fühlte mich danach immer nicht mehr ganz so befangen.


    Fazit:


    Der Krimi war wirklich mal was total anderes. Eine 11jährige, die sich mit Chemie auskennt, eine Giftmischerin ist und trotz zweier Schwestern eher Einzelgängerin ist, ist wirklich einmalig!