Sigler, Scott: Infiziert


  • Autor: Sigler, Scott
    Titel: Infiziert
    Originaltitel: Infected
    Verlag: Heyne
    Erschienen: 2008
    ISBN-10: 3453433637
    ISBN-13: 978-3453433632
    Seiten: 544
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 8,95


    Zitat von amazon.de

    Die Epidemologin Margaret Montoya wird bei der CIA mit einer seltsamen Krankheit konfrontiert. Aufgrund eines unbekannten Erregers verwandeln sich normale Menschen in Psychopathen, die ihre Familien töten und sich selbst auf grauenerregende Weise umbringen. Montoya und die US-Regierung glauben zunächst an eine terroristische Attacke mit einer neuartigen Biowaffe, doch die Wahrheit ist noch viel alarmierender …


    Meine Meinung:


    Mit Spannung habe ich mich an Scott Siglers Werk Infiziert gewagt und muss sagen, ich war doch ein klein wenig enttäuscht. Die Geschichte beginnt spannend und rasant, doch nach und nach flacht die Handlung ab und nimmt einige doch sehr abstruse Wendungen. Nach Lesen der Inhaltsangabe dachte ich an einen Biowaffen Thriller, doch was mich erwartete war eine Mischung aus die Körperfresser und Stephen Kings Dreamcatcher.


    Das Buch beginnt mit einem Mann, der seine Familie getötet und sich anschließen selbst auf bestialische Weise hinrichtet. Doch das ist erst der Anfang. Nach und nach ereignen sich diese mysteriösen Morde und die CIA vermutet einen terroristischen Angriff mittels einer neuartigen biologischen Waffe. Doch nicht Terroristen haben es auf die USA abgesehen, die Bedrohung ist weitaus größer.


    Die größte Schwäche des Buches ist die Hauptperson Perry Dawsey. Er wird von dem neuartigen Virus befallen und der Leser erlebt seinen Kampf gegen die Infektion. Mir war Perry derart unsympathisch, dass ich mich schon nach 200 Seiten gefragt habe wann der Typ denn nun bitte endlich stirbt.


    Das Buch besitzt einen wahrlich hohen Ekelfaktor und sollte nur von Menschen mit gutem Magen gelesen werden. Ich fand die Grundidee eigentlich ganz ok, auch wenn sie nicht ganz neu ist. Doch mit einem sympathischeren Protagonisten, hätte das Lesen sicher mehr Spaß gemacht. Im großen und ganzen hat mich das Buch sehr an einen Roman von Stephen King erinnert, guter Anfang, zwischendurch sehr viele Längen und dann wieder ein guter Schluss.


    Mein Fazit: Sigler hat schon besseres geschrieben.


    Veröffentlicht am 25.10.11