Hore, Rachel: Der Garten der Erinnerung



  • Autorin: Rachel Hore
    Titel: Der Garten der Erinnerung
    Orginal: The Memory Garden
    Verlag: Bastei Lübbe
    erschienen: August 2010
    Seiten: 400
    ISBN-10: 3404164784
    ISBN-13: 978-3404164783
    Preis: 7,99 (TB)

    Inhalt und Meinung:

    Die Kunsthistorikerin und Hochschuldozentin Mel hat dringend eine Pause von ihrem Londoner Leben nötig.Durch ihre Schwester bekommt sie den Tipp, sich ein altes Cottage in Cornwall zu mieten, wo sie sogar an ihrem geplanten Buch über Maler dieser Region arbeiten kann. In der Abgeschiedenheit entdeckt sie viele vergessene Dinge: einen verwunschenen Garten, ein entzückendes Bild, das sich scheinbar keinem der bekannten Maler zuordnen lässt und Patrick, ihren Vermieter ....

    Der Garten der Erinnerung ist für mich so ein typisches Winterbuch in das man abtauchen kann an grauen, kalten Tagen:

    zwar durchaus vorhersehbar und ohne größere Highlights und Überraschungen aber durchaus bildhaft schön geschrieben. Da ich Familiengeheimnisse mag, bin ich gerne mit Mel auf Entdeckungsreise gegangen und fand vor allem die Ausflüge in die Vergangenheit sehr gelungen, das Leben von Pearl und über ihre Lebensumstände Näheres zu erfahren.

    Veröffentlicht: 11.02.2013


  • Meine Meinung:


    Melanie hat eine schlimme Zeit hinter sicher, sie und ihr langjähriger Freund Jake haben sich getrennt und ihre Mutter ist vor kurzem gestorben. Ihr Verlust schmerzt Mel sehr, denn sie war immer für sie da und ein richtiger Halt. Da sie seitdem immer schlechter aussieht, hat ihr David Bell, der Senior Tutor an dem College ist an dem Mel arbeitet, vorgeschlagen, das sie ihr Forschungssemester schon eher nimmt, weil er befürchtet, das sie sonst ernsthaft krank wird. Also macht sich Melanie auf den Weg nach Cornwall, um dort über berühmte Künstler/innen ein Buch zu schreiben, die dort Anfang des 20sten Jahrhunderts Bilder gemalt haben. Sie wohnt dort in einem Cottage und in diesem hängen Gemälde die eine gewisse P.T. gemalt hat. Melanie ist ganz fasziniert von diesen Bildern und versucht herauszufinden um wen genau es sich bei dieser geheimnisvollen P.T. handelt, von der sie vorher noch nie was gehört hat.


    Aber auch ihr Vermieter Patrick, dem Merryn Hall gehört, das genau neben ihrem gemieteten Haus steht, fasziniert sie und der verwilderte Garten, den es auf dem Grundstück gibt verbindet sie beide, da sie immer wieder neue Sachen entdecken, die auf eine bewegte Vergangenheit und einen ehemals wunderschönen Garten schließen lassen. Allerdings hat auch Patrick erst vor kurzem eine Trennung hinter sich und scheint noch nicht darüber hinweg zu sein. Trotzdem machen die beiden sich daran den Garten wieder in seinen Originalzustand zurückzuversetzen und kommen sich dabei automatisch näher.


    Die ersten Seiten habe ich noch sehr gerne gelesen, denn es fängt wirklich vielversprechend an, vor allem fand ich die Absätze die in der Vergangenheit gespielt haben sehr interessant und ich habe gedacht, das solche Kapitel und Einschübe vielleicht desöfteren kommen würden, aber leider war das nicht der Fall. Dabei fand ich gerade diese Abschnitte am besten und man konnte auch vielmehr mit Pearl mitfühlen, als mit Mel und Patrick. Denn waren mir die beiden am Anfang noch recht sympathisch so hat sich das mit der Zeit gelegt, denn dieses ganze hin und her zwischen den beiden war auf Dauer einfach nur noch ärgerlich.


    Melanies Nachforschungen über P.T. und den Garten von Merryn Hall fand ich teilweise zwar auch noch ganz gut, aber irgendwie hatte ich mir da ausführlicheres zu gewünscht. Denn immer wenn sie was herausgefunden hat, hat sie es meist sofort Patrick erzählt und der kam mir gar nicht mehr so begeistert vor wie früher, so daß ihre Erzählungen ihm gegenüber immer kürzer ausgefallen sind. Überhaupt fand ich, das er sie in ihrem Leben ziemlich gehemmt hat und auch wenn Mel manchmal selbst einiges falsch gemacht hat, so hat sie sich aber nie so verschlossen wie er und in der Sache mit Bella konnte ich Mel wirklich gut verstehen.


    Es gibt übrigens auch noch eine kleine Nebengeschichte, die Irina betrifft, die mit ihrer Tochter Lana vor dessen Vater geflohen ist, aber wenn man sie auf den Grund anspricht dann druckst sie meist nur rum und scheint auch irgendwas zu verheimlichen, aber was genau wird leider nicht deutlich, man kennt halt auch nur ihre Version, dabei hätte ich wirklich gerne erfahren wie Greg das aus seiner Sicht gesehen hat. Für mich wirkte das Buch aber generell so, als würde da noch einiges fehlen


    Trotzdem läßt sich die Story ziemlich gut und flüssig lesen, vor allem, weil man ja auch neugierig ist, was es denn nun mit P.T. auf sich hat und wie ihre Geschichte ist. Das alles eher etwas oberflächlich bleibt ist zwar schade, aber für zwischendurch ist das Buch ganz ok.


    Veröffentlicht am: 11.02.2013