Perez - Reverte, Arturo: Der Club Dumas


  • Autor: Arturo Perez Reverte
    Titel: Der Club Dumas
    Originaltitel: El Club Dumas
    Verlag: List
    Erschienen: 2005
    ISBN-10: 3548605117
    ISBN-13: 978-3548605111
    Seiten: 460
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99


    Zitat von amazon.de

    Liebe zum Buch ist zwar etwas Positives, aber Bücherleidenschaft birgt auch Gefahren. Davon kann der "Bücherjäger" Lucas Corso ein Lied singen. Durch Zufall gerät er an zwei bibliophile Kostbarkeiten: einen wertvollen Band okkulten Inhalts, dessen Drucker vor Jahrhunderten auf dem Scheiterhaufen endete, und das Kapitel eines Originalmanuskripts von Alexandre Dumas. Auf der Suche nach Beweisen für die Echtheit der Stücke gerät Lucas in einen Strudel von Intrigen und verbrecherischen Machenschaften.


    Meine Meinung:


    Selten habe ich ein Buch mit so zwiespältigen Gefühlen aus der Hand gelegt wie dieses Werk von Arturo Perez Reverte. Der Autor schreibt in relativ langen und verschachtelten Sätzen, die das Lesen sicher nicht leichter machen und doch etwas gewöhnungsbedürftig sind. Gerade die ersten 50 - 100 Seiten sind sehr schwer verständlich und auch anstrengend zu lesen, da hier soviele Buchtitel, Namen und Jahreszahlen aufgezählt werden, dass man schon sehr leicht den Überblick verliert.


    Der Hauptprotagonist ist der Bücherjäger Corso, der für Geld alles beschafft und dabei auch vor illegalen Mitteln nicht zurückschlägt. Er bekommt den Auftrag das Werk die Neun Pforten, von denen es nur mehr 3 Exemplare gibt, zu untersuchen. Zur selben Zeit erhält er ein Manuskript von Alexandre Dumas, das er verkaufen soll, doch schon bald sind die verschiedensten Gestalten hinter Corso her und setzen alles daran, die beiden Bücher in ihren Besitz zu bringen.


    Mir ist es relativ schwer gefallen mich mit Corso zu identifizieren, bzw ihn sympathisch zu finden, da er eine sehr beherrschte, abgebrühte Person ist, die nur sehr selten Schwäche und Wärme zeigt. Die Handlung ist in der ersten Hälfte des Buches relativ verworren und durch die vielen Bücher, die erwähnt werden auch nicht sehr leicht nachzuvollziehen. Ab der Mitte des Buches gewinnt die Geschichte jedoch an Fahrt und ist an Spannung und Dramaturgie kaum zu überbieten. Man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man unbedingt wissen will, was hinter dem Skript von Dumas und den Neun Pforten steht und was die Verbindung zwischen diesen beiden Werken ist.


    Mein Fazit: Ein Buch mit Stärken und Schwächen, doch wenn man es schafft bis zu Hälfte durchzuhalten, bietet das Buch wirklich sehr gute und anspruchsvolle Unterhaltung.


    Veröffentlicht am 18.02.09