King, Stephen: Die Arena


  • Autor: Stephen King
    Titel: Die Arena
    Originaltitel: Under the Dome
    Verlag: Heyne
    Erschienen: 2011
    ISBN-10: 3453435230
    ISBN-13: 978-3453435230
    Seiten: 1296
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 12,99


    Zitat von amazon.de

    In Stephen Kings voluminösem, fast 1.300 Seiten dickem Roman Die Arena geht die Welt 2012 zwar nicht unter, wohl aber ein kleiner Teil, ein kleines Stück. Und es ist auch kein Meteor, der sich bedrohlich auf die Idylle einer typischen US-amerikanischen Kleinstadt namens Chester’s Mill senkt, wohl aber eine seltsame Kuppel, die Chester’s Mill umschließt – und die rund 2.000 Bewohner für den Leser unter das Brennglas des Horrors stellt. Ob es sich dabei um einen Angriff von Außerirdischen oder ein Menschenexperiment der Regierung handelt, bleibt im Dunkeln.


    Gerade will Dale „Barbie“ Barbara, Imbisskoch und Irak-Veteran, die Kleinstadt verlassen, da senkt sich die Kuppel wie eine Guillotine herunter und macht seine Ausreise unmöglich. Dann hält das Grauen Einzug in den Mikrokosmos – vor allem dank der Taten des skrupellosen Autohändlers und Provinzpolitikers „Big Jim“, der seine Mannen mordend durch die Gegend ziehen lässt, während die Außenwelt hilflos zusehen muss. Am Ende, als kaum mehr Erwachsene am Leben sind, liegt das Schicksal von Chester’s Mill und seiner wenigen Überlebenden in den Händen der Kinder..


    Meine Meinung:


    Der Name Stephen King steht für Horror, Fantasy und grandiose Bücher. Doch steht er auch für manchmal sehr langatmige Werke, die nicht jedem Leser gefallen werden. Es wurden auch schon Stimmen laut, King hätte den Höhepunkt seines Schaffens weit hinter sich gelassen. Doch mit die Arena hat der Meister es geschafft seine Kritiker zum Verstummen zu bringen und neue Fans zu gewinnen.


    Der Schauplatz des Geschehens ist die idylische Kleinstadt Chesters Mill. Es geschieht an einem schönen, freundlichen und friedlichem Tag als sich eine unsichtbare Kuppel über das Städtchen legt. Die Ursache für dieses Phänomen ist unbekannt, die Bürger von der Außenwelt abgeschnitten und schnell beginnt sich ein machtgieriger Stadtverordneter zu einem gnadenlosen Diktator aufzuschwingen - Der wahre Alptraum beginnt.


    Mit 1200 Seiten ist die Arena ein wahres Monumentalwerk, aber eines das man gelesen haben sollte. Der Autor schafft es eine Stimmung aufzubauen, die schrecklich und gleichzeitig faszinierend ist. Er zeigt die wahren Abgründe der menschlichen Seele. Wie leicht es doch ist Menschen, die Angst haben, zu manipulieren und wie weit manch einer für Chance auf die ultimative Macht gehen würde.


    Es gibt sehr viele Charaktere in dem Buch, die alle ihren Freiraum bekommen und mit denen der Leser liebt, hasst, fürchtet und den Todeskampf teilt.


    Der Held der Geschichte ist Dale Barbara, von allen nur Barbie gennant. Er war Soldat im Irak und die dortigen Geschehnisse verfolgen ihn immer noch. Als der Präsident ihn als Befehlhaber über Chesters Mill einsetzen will, wird Barbie schnell des Mordes bezichtigt und muss um sein Leben bangen. Denn aufgebrachte Menschenhorden lassen sich leicht manipulieren und Lynchjustiz steht an der Tagesordnung.


    Für mich ist die Arena eines der besten Werke die Stephen King je geschrieben hat. Es ist spannend, intensiv, beängstigend und verstörend. Wie weit würde man selbst gehen wenn man in einer ähnlichen Lage wäre. Abgeschnitten von der Aussenwelt, Angst und Schrecken regieren die Stadt.


    Mein Fazit: Ob Stephen King Fan oder nicht - die Arena muss man einfach gelesen haben.


    Veröffentlicht am 01.11.10