Benkau, Jennifer: Dark Canopy


  • Autor: Jennifer Benkau
    Titel: Dark Canopy
    Originaltitel: Dark Canopy
    Verlag: skript 5
    Erschienen: 01.März 2012
    ISBN-10: 3839001447
    ISBN-13: 978-3839001448
    Seiten: 524
    Einband: Gebundene Ausgabe
    Preis: 18,95 €


    Klappentext


    Zitat

    Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr.



    Zum Inhalt


    Nach dem 3.Weltkrieg sieht die Welt für die Menschheit nicht mehr gut aus. Percents - Krieger die geschaffen wurden, haben die Herrschaft übernommen und terrorisieren die Menschen. Vereinzelt gibt es Rebellanclans, die ausserhalb der Städte leben, immer auf der Hut, nicht von den Percents erwischt und getötet zu werden.
    Ein solcher Clan ist der von Clanführer Mars. Im Clan lebt die 20jährige Joy, die eines Tages mit ihrer Freundin Amber auf den Markt in die Stadt gehen soll und da Felle verkaufen soll.
    Als die beiden beim Schneider sind, werden sie schon von den Percents erwartet und verfolgt.
    Joy gelingt es zu fliehen, aber ihre Freundin Amber kommt in Gefangenschaft.


    Joy will ihre Freundin um jeden Preis retten, ihr Freund Matthial, Sohn des Clanführeres Mars, und ein paar andere schliessen sich ihr an. Als sie in die Stadt kommen um Amber zu retten bricht die Katastophe um sie heurm aus und auch Joy wid gefangen genommen.


    Noch weiss sie nicht, was mit ihr geschehen soll, sie wird einem Percent zugeteilt - Neél - der selbst nicht gerade erpicht darauf ist, ein Mädchen zu bekommen. Neél soll sie zur Soldatin ausbilden.
    Was das heisst, wird Joy erst nach und nach klar.


    Meine Meinung


    Die Geschichte ansich fand ich richtig toll. Allerdings hatte sie so ihre Tücken. Gerne hätte ich mehr Hintergrundinformationen zu Dark Canopy selbst gehabt, und auch zu den Percents. Einiges wurde in der Mitte des Buches angedeutet und mit etwas Fantasie kann man sich einen Teil denken, trotzdem war mir das zu wenig.


    Mit den meisten Charakteren konnte ich einfach nicht warm werde. Matthial war ein verliebter Kerl, der nichts anderes sah als Joy, egal wie sie ihn behandelte, oder egal, was er noch für eine Verantwortung hatte, der er meiner Meinung nach nicht gerecht wurde. Ich konnte mich mit seiner Figur einfach nicht anfreunden - mir war es zu wenig.
    Ebenso Joy. Ja, sie hatte ihre Höhepunkte, aber trotzdem fand ich sie einfach nur selbststüchtig und egoistisch. Es gab einiges, was mich an ihrem Tun und ihren Aussagen richtig gehend gestört hatte.


    Aber dann gab es zum Glück auch noch Neél, einen Percent, der so ganz und gar anders als die anderen Percents war. Um ihn und seine Freunde spann sich eine gute Geschichte und er war doch sehr sympatisch. Wenn auch blind vor Liebe zu Joy.


    Am Schluss ging es mir einfach viel zu schnell zu Ende. Das Chivvy, auf das alles hinaus laufen sollte, war für mich viel zu kurz! Das eigentlich alles entscheidende war nur ein paar Seiten lang - ich finde da hätte man mehr daraus machen können.


    Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht, denn wie gesagt, die Geschichte ansich war gut und hat es verdient, auch den 2.Band zu lesen!


    Fazit


    Eine Dystopie mit Schwächen und schwachen Protagonisten, aber mit einer guten Geschichte. Für mich 3 von 5 Sterne, in der Hoffnung auf band 2 und da mehr Entwicklung der Protagonisten zu erleben.

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    Lesende Grüße von Nyx
    Nyx (griech. Νύξ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Nacht. Laut Homer fürchtete sich selbst Zeus vor der Nacht.



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  • Meine Meinung:


    Joy ist eine Rebellin und lebt deswegen außerhalb der Stadt, für sie sind die Percents, die zur Zeit das Sagen haben, der Feind. Als sie sich mit ihrer besten Freundin Amber allerdings mal wieder in die Stadt schleicht um Ware zu tauschen führt sie das direkt in einen Hinterhalt und Amber wird dabei gefangengenommen. Für Joy ist sofort klar das sie ihre Freundin retten will und startet mit ihrem Freund Matthial, der auch noch der älteste Sohn des Rebellenclanführers ist, eine Befreiungsaktion, bei der allerdings alles irgendwie schief geht und es sogar Tote gibt. Joy selbst wird geschnappt und muß nun als Soldat an der Seite von Neél leben, der sie für das bevorstehende Chivvy ausbilden soll.


    Joy fand ich erst ganz ok, aber das hielt leider nicht lange an, denn schon nach einigen Seiten macht sie etwas was ich überhaupt nicht gut fand und leider wurde es auch nur immer schlimmer mit ihr, sie ist für mich sehr egoistisch und arrogant, dauernd muß es nach ihrer Nase gehen und auf die Gefühle der anderen wird einfach keine Rücksicht genommen. Sie gibt sich zwar auch die Schuld an der ein oder anderen Sache, aber anstatt dann mal selbst dafür zu sorgen, das es besser wird, zieht sie immer wieder auch andere mit hinein und die springen natürlich auch noch. Matthial hat sich leider auch sehr zum negativen gewandelt, seine Liebe zu Joy ist schon fast krankhaft und darüber vergißt er dann auch öfters die wirklich wichtigen Dinge. Einzig Neél und Graves fand ich wirklich klasse, nur schade, das Graves viel zu wenig vorkam.


    Die Geschichte um die Percents, die von den Menschen erschaffen wurden, ist eigentlich recht interessant, aber es wird einfach viel zu wenig darauf eingegangen. Die Infos darüber fallen wirklich ziemlich spärlich aus und das Hauptaugenmerk liegt eindeutig bei Joy und Neél, was ich teilweise echt schade fand, auch das Training der beiden am Anfang fand ich viel zu sehr in die Länge gezogen, so daß ich manchmal kaum zum Buch greifen wollte. Die Gespräche der Zwei fand ich dafür teilweise um einiges besser, vor allem als Neél auch mal etwas mehr von sich selbst erzählt. Was mir auch noch gut gefallen hat ist, das nicht alles nur schwarz oder weiß ist und das es einige Momente gibt, wo man genau merkt, das sich Menschen und Percents nicht so wirklich voneinander unterscheiden.


    Richtig schlimm finde ich übrigens das Ende, da kam dann nochmal alles zusammen, trotzdem war ich etwas überrascht, das das Chivvy plötzlich so wenig Aufmerksamkeit erhalten hat, denn schließlich wurde da von Joys Gefangennahme an drauf hingearbeitet und dann wurde es nur mit ein paar Seiten bedacht. Mich konnte das Buch jedenfalls nicht vollkommen überzeugen, was besonders an Joy liegt, die ich als sehr anstrengend empfunden habe und halt daran, das es einfach zu wenig Hintergrundinformationen gab, vor allem gab es ja diesen einen interessanten Handlungsstrang, der aber irgendwann total auf Eis gelegt wurde. Den zweiten Band werde ich jetzt auf jeden Fall nicht lesen, denn auch wenn das Buch mit einem Cliffhanger endet, so habe ich gerade nicht wirklich das Bedürfnis danach und das ist schon irgendwie schade.


    Veröffentlicht am: 08.04.2013


  • Die Handlung spar ich mir mal. Wurde ja schon erwähnt.


    Es gab zwei Punkte die ich gut fand. Neel und die Idee.
    Das wars dann aber leider auch schon. Es gab einige wirklich gute Punkte, die mit einer besseren Ausarbeitung grandiös hätte sein können. Doch die Autorin hat durch Joys unsinnige Handlungen alles immer wieder kaputt gemacht. Die schönsten Szenen hat sie gekonnt zerstört.


    Joy war gar nicht meins. Sie war arrogant und selbstsüchtig und glaubte alle müssen nach ihrer Pfeiffe tanzen. Und die Jungs haben es leider auch getan. Was vorraussehbar war. Ich fand nicht, dass Joy eine Ahnung von Liebe hatte auch wenn die Autorin dem Leser das so verkaufen will. Durch ihre Handlungen beweist sie das immer wieder. Denn wie sie die Menschen behandelt die sie angeblich liebt behandelt man diese eben nicht.


    Mit Matthial konnte ich die ganze Zeit nichts anfangen. Der war bei mir am Ende dann auch noch total unten durch.


    Neel war richtig klasse. Nur leider kam das nicht wirklich zur Geltung, weil Joy das durch ihre Meinungen usw. immer wieder heruntergespielt hat. Bis sie endlich mal begriffen hat, dass Neel anders ist waren ca. 200 Seiten schon vorbei, wenn nicht mehr und immer noch war sie misstrauisch. Dabei war Neel oft so süß.


    Die Idee mit der Dunkelheit war gut, aber nicht ausgenutzt. Der Leser erfuhr nur sehr wenig über das was wirklich geschah und ausser ziemlich am Schluss kamen so gut wie gar keine Infos. Allerdings ist auch jetzt noch bei weitem nicht alles erklärt.


    Manche Szenen fand ich wiederlich, grausam und unterstes Niveau. Besonders manche Handlungen von Joy.


    Das Chivvy worauf alles hingearbeitet wurde war erbärmlich. Da wurde die ganze Zeit erklärt wie grausam usw. es sei und dann kriegt der Leser selbst kaum was vom Chivvy mit. Alles geht sehr schnell, zu schnell.


    Das Ende war noch mal richtig mies. Joy hat mit ihren dummen Handlungen mal wieder andere in Gefahr gebracht und Matthial war wie gesagt total unten durch.


    Veröffentlicht: 08.04.13

  • Zitat von amazon.de

    Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr


    Meine Meinung:


    Nach dem dritten Weltkrieg, wird die Erde von den Percents beherrscht. Diese haben die Menschen unterjocht und nur noch wenige leisten erbitterten Widerstand. Zu ihnen gehört auch die junge Joy, die bei einer Mission gefangen genommen wird. Sie wird dem jungen Percent Neel zugeteilt, der sie als Soldatin für das sogenannte Chivy ausbilden soll. Bei diesem Ritual werden Menschen von Percents gejagt und diese sollen sich ihre ersten Sporen verdienen. Der Percent, dessen Soldat als letzter gefangen wird, erhält die höchsten Ehren.


    Die Welt liegt in Trümmern, der Himmel wird von der Maschine Dark Canopy verdunkelt und die Percents sind an der Macht. Diese Grundidee fand ich sehr interessant. Die Autorin hat diese düstere Endzeitstimmung wirklich sehr transportiert, doch fehlt es der Geschichte an etwas ganz Wesentlichem: Sympathischen Protagonisten.


    Die Helden der Geschichte Joy, wirkt kalt und egoistisch. Sie konnte mich nie wirklich beeindrucken, bzw. Sympathien bei mir wecken. Ein weiteres Manko war der menschliche Rebellenclan bei dem Joy gelebt hat. Es gab dort nicht eine Figur, die mir positiv im Gedächtnis geblieben ist, bzw. um die ich mich ernsthaft gesorgt hätte.


    Einziger Lichtblick der Geschichte war der Percent Neel. Er hat sich vom bösen Feindbild zum Freund für Joy entwickelt. Neel hat gezeigt, dass nicht alle Percents gleich sind und es durchaus möglich ist in friedlicher Co-Existenz zu leben.


    Die Liebesgeschichte zwischen Joy und Neel stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Ist es wirklich möglich, dass sich Mensch und Percent lieben? Kann Joy Neel wirklich vertrauen und umgekehrt?


    Das Ende des Buches lässt viele Fragen offen und soll den Leser neugierig auf den zweiten Band machen. Auch wenn ich Dark Canopy jetzt nicht als das Schlechteste, das ich bis dato gelesen habe, bezeichnen will, weiß ich nicht ob ich Band 2 lesen werde. Dazu ist mir Joy einfach zu unsympathisch.


    Mein Fazit: Tolle Grundidee - schlechte Umsetzung.


    Veröffentlicht am 09.04.13