Gier,Kerstin: Die Patin


  • Autor: Kerstin Gier
    Titel: Die Patin
    Verlag: Bastei
    Erschienen: 2012
    ISBN-10: 3404154622
    ISBN-13: 978-3404154623
    Seiten: 2012
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 7,99


    Zitat von amazon.de

    Wer sagt denn, dass der Pate immer alt, übergewichtig und männlich sein und mit heiserer Stimme sprechen muss? Nichts gegen Marlon Brando, aber warum sollte der Job nicht auch mal von einer Frau gemacht werden? Einer Blondine. Mit langen Beinen. Gestählt durch die Erziehung einer pubertierenden Tochter und eines vierjährigen Sohnes. Und wahnsinnig verliebt in Anton, den bestaussehenden Anwalt der Stadt. Constanze ist „die Patin“ der streng geheimen Mütter-Mafia. Gegen intrigante Super-Mamis, fremdgehende Ehemänner und bösartige Sorgerechtsschmarotzer kommen die Waffen der Frauen zum Einsatz. Ein Angriff auf Ihre Lachmuskulatur.


    Meine Meinung:


    Die Patin ist eine äußerst gelungene Fortsetzung von Kerstin Giers Erfolgsroman die Mütter Mafia. Auch wenn mir der erste Band um eine Spur besser gefallen hat, hat die Autorin auch mit diesem Roman wieder Unterhaltung vom Feinsten abgeliefert.


    Constanze ist mittlerweile Vorsitzende der Mütter Mafia und ist immer noch in ihren Scheidungsanwalt Anton verliebt. Obwohl die beiden sich wirklich gerne haben, kommt ihnen immer etwas in die Quere wenn sie sich endlich einmal näher kommen wollen. Die Figur der Constanze hat sich von der verwundeten und unselbstständigen Frau zur Supermama gewandelt, die ihr Leben relativ gut im Griff hat, wenn man von den kleinen Problemchen einmal absieht.Das größte Problem ist wohl Antons kleine Tocher Emma, die wirklich alles daran setzt Constanze das Leben zur Hölle zu machen.


    Constanzes Tocher Nelly wird langsam erwachsen und rückt auch etwas mehr in das Zentrum der Geschichte. Sie hat Liebeskummer, Probleme mit neuen Mitschülern und findet neue Freunde. Obwohl sie immer noch mitten in der Pubertät steckt, hat sie ihre rebellische Ader gegenüber ihrer Mutter weitgehends abgelegt und hin und wieder benimmt sie sich sogar wie eine verantwortungsvolle junge Frau.


    Was mir ein wenig gefehlt hat, war die Konfrontation von Constanze mit den Müttern der Mütter Society, die im vorigen Buch für so einige Lacher gesorgt haben.


    Außerordentlich gut hat mir gefallen, dass Kerstin Gier ihren Figuren noch mehr Tiefgang verliehen hat und sie alle mit schlimmen Problemen zu kämpfen haben, aus denen sie schlussendlich gestärkt hervorgehen. Auch wenn die Patin nicht mehr so lustig ist wie Die Mütter Mafia hat Kerstin Gier einen Erwachsenenroman geschrieben, der von der ersten bis zur letzten Seite Unterhaltung pur ist, und seine Leser auf keinen Fall enttäuschen wird.