Atkinson, Kate: Die vierte Schwester


  • Autor: Kate Atkinson
    Titel: Die vierte Schwester
    Original: Case Histories
    Verlag: Knaur
    Erschienen: 2006
    ISBN-10: 3426631636
    ISBN-13: 978-3426631638
    Seiten: 448
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 8,95


    Zitat von amazon.de

    Die Schwestern Sylvia, Amelia und Julia sind wilde Teenager, die ihre Mutter permanent überfordern. Deren Sonnenschein ist die von allen innig geliebte kleine Olivia. In einer heißen Sommernacht verschwindet die Kleine spurlos. Dreißig Jahre später taucht Olivias Lieblingsspielzeug auf. Was ist damals passiert? Die Schwestern betrauen den Privatdetektiv Jackson mit dem Fall. Nach und nach lernt Jackson die drei Schwestern näher kennen und sieht, dass das Verschwinden Olivias das Drama ihres Lebens ist. All ihre Träume und Sehnsüchte haben sich verflüchtigt, die kleine Schwester dagegen ist ständig anwesend. Jackson kennt dieses Gefühl. Auch er hat seine Schwester plötzlich verloren. Obwohl er nicht glaubt, dass er den Fall lösen kann, trägt er pflichtbewusst seine Ermittlungsergebnisse zusammen und entdeckt durch einen Zufall den Schlüssel zu dem tragischen Verlust der drei Schwestern.


    Meine Meinung:


    Der Klappentext dieses Buches ist sehr irreführend, lässt er doch auf einen Krimi schließen in dem es nur um den Fall der vermissten Olivia geht. Doch dieses Buch erzählt vier verschiedene Geschichten, deren Verbindungsglied der Ermittler Jackson ist, da er die Fälle untersucht bzw in ihnen eine wichtige Rolle spielt.


    Der Hauptfall ist die Geschichte um die verschwundene Olivia Land. Aufgewachsen in einer scheinbar heilen Familie, die jedoch viele dunkle Geheimnisse birgt. Auch nach 30 Jahren haben die Geschwister Amlelia und Julia noch nicht wirklich mit dem Verschwinden ihrer kleinen Schwester abschließen können und als auch noch Olivias Spielzeug auftaucht, beauftragen die beiden den Privatdetektiv Jackson mit der Ermittlung in dem Fall.


    Fall Nummer 2 ist die Geschichte eines Anwalts namens Theo, der seine Tochter durch einen schrecklichen Mord verliert und auch noch 10 Jahre später keine Ruhe finden kann, da der Mörder nie gefasst wurde.


    Geschichte Nummer 3 ist die Geschichte der Axtmörderin Michelle, ihrer Schwester und ihrer Tochter, und sie ist auf jeden Fall die verwirrendste von allen, da Michelle nach ihrer Haft einen neuen Namen annimmt, nämlich Caroline. Diese taucht mitten im Buch auf, man hat keine Ahnung wer die Frau denn nun ist und erst unzählige Seiten später wird dieses Geheimnis gelüftet.


    Fall Nummer 4 handelt von Jacksons Schwester Niamh, und genau dieses Schicksal ist es dass ihn zum Polizisten und später Privatdetektiv werden lässt.


    Für meinen Geschmack hat die Autorin sämtliche Figuren und deren Gefühlsleben eindeutig zu sehr beschrieben, es ging schon fast an die Grenze des erträglichen und war nicht mehr aufschlussreich sondern für meinen Geschmack einfach nur mehr nervtötend.


    Was mich weiters an diesem Buch gestört hat, war dass Atkinson einen sehr sprunghaften Erzählstil hat, einmal ist sie in der Gegenwart dann driftet sie wieder ab in die Vergangenheit und dies empfand ich als sehr mühsam zu lesen.


    An und für sich waren die Geschichte sehr gut durchdacht und auch wirklich schockierend, dennoch hat es die Autorin meiner Meinung nach nicht geschafft eine Spannung zu erzeugen. Das Buch wurde erst zum Schluss interessant als nach unendlich vielen Irrungen und Wirrungen nun doch alle Fälle gelöst und alle Geheimnisse gelüftet wurden.


    Mein Fazit: Ich würde dieses Buch nicht wieder zur Hand nehmen, da ich es wirklich mit sehr viel Widerwillen gelesen habe, da es mich stellenweise nur mehr gelangweilt und genervt hat.


    Veröffentlicht am 02.12.08