Haas, Meike: Finja und das blaue Licht


  • Autor: Haas, Meike
    Titel: Finja und das blaue Licht
    Verlag: Arena
    Erschienen: Januar 2006
    ISBN 10: 3401060988
    ISBN 13: 978-3401060989
    Seiten: 181 Seiten
    Einband: Hardcover
    Serie: Finja-Reihe Band 1
    Empfohlenes Alter: 8-10 Jahre
    Preis: 9,95 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Finja hat eine Vorliebe für Vanillepudding, für allergeheimste Freundinnengeheimnisse und für merkwürdige Geschichten. Ganz normal also? Fast. Denn eines Tages entdeckt Finja etwas, das sie sich nie, nie hätte ausmalen können. Sie findet den Eingang eines magischen Reichs namens Aramsi. Feen und Drachen, Federjungen und Traumstreicher - sie alle bevölkern diese unglaubliche Welt. Doch Aramsi ist in Gefahr. Und mit ihm die Träume aller Menschen...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Finja hat eine blühende Fantasie und unterhält ihre Eltern und ihre beste Freundin Kati immer mit Geschichten, die sie in ihren Tag- und Nachtträumen erlebt. Diese hören ihr gerne zu und sind oft sehr begeistert von dem was sie ihnen erzählt, allerdings findet Finjas Lehrerin das alles eher besorgniserregend, denn schließtlich ist Finjas Onkel Ulrich früher genauso gewesen und befindet sich nun in einem Wohnheim für psychisch Kranke, weil er aus seiner Fantasiewelt irgendwie nicht mehr herausgekommen ist. Als Finja eines Tages ein Schmetterlingswesen sieht ist sie sich nicht mehr sicher, ob das nun wirklich die Realität ist oder ob sie nicht doch das gleiche Schicksal wie Ulrich teilt. Doch dann macht Finja eine ziemlich überraschende Entdeckung im Kostümfundus des Theaters wo ihre Mutter arbeitet und findet sich plötzlich in Aramsi wieder, wo ihre Hilfe gefragt ist, denn die Menschenwelt und die magische Welt sind in Gefahr.


    Finja fand ich eigentlich ganz nett, aber sie kann ganz schön schnell in die Luft gehen. Wie sie zum Beispiel auf Katis Fragen reagiert hat fand ich schon etwas heftig, schließlich ist das ihre beste Freundin und diese macht sich natürlich auch so ihre Gedanken um Finja und ihre Familie und will daher nur mal nachfragen, ob auch wirklich alles ok ist. Auch in Aramsi denkt sie erstmal schlecht von Dak, obwohl seine Reaktion ja alles mögliche hätte aussagen können. Warum sie ihn dann gleich in eine Schublade schiebt ohne mehr über ihn zu wissen fand ich daher schon etwas schade. Aber wenigstens kann Finja einsehen, wenn sie sich falsch verhalten hat und das war auf jeden Fall etwas was mir ganz gut gefallen hat. Dak fand ich übrigens am sympathischsten, er ist immer für seine Familie und Freunde da und wie er sich um Finja kümmert finde ich wirklich klasse.


    Die Geschichte an sich ist recht spannend, allerdings wirkt sie manchmal auch etwas gehetzt, denn Finja bleibt nie richtig lange an einem Ort und so kann man sich nicht wirklich auf die Umgebung oder die Wesen, die sie trifft, einstellen, was ich etwas schade fand. Auch hätte ich eine Karte von Aramsi ziemlich schön gefunden, denn Finja kommt ja doch recht weit rum. Ansonsten war das Buch aber gut zu lesen, der Schreibstil ist locker und bildhaft und die Autorin hat wirklich tolle Ideen. Gerade Azlo, der einsame Wanderer oder Mormi, die Großweberin sind wirklich interessant und das jedes Volk eine bestimmte Zauberkraft hat fand ich auch ziemlich spannend, vor allem, weil nicht jeder mit seiner Gabe zufrieden ist. Die nächsten drei Teile werde ich deswegen sicher auch bald lesen und ich hoffe, das es dann ein Wiedersehen mit Dak gibt, man noch ein wenig mehr über Onkel Ulrich erfährt und wie es Finja überhaupt nach ihrem ersten Abenteuer noch so ergangen ist, denn das Ende wurde ja schon recht kurz abgehandelt.


    Veröffentlicht am: 23.02.2013