Morgen werden wir glücklich sein Kapitel 1 Seite 9 - Kapitel 15 Seite 105


  • Zitat von Amazon.de

    Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen miteinander befreundet. Als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren, wird ihre Freundschaft jedoch auf eine harte Probe gestellt. Lehrerin Marie geht zur Résistance, um ihre jüdischen Schüler vor den Nazis zu retten. Ärztin Amiel unterstützt sie, obwohl sie selbst Jüdin ist. Die Sängerin Geneviève wiederum lässt sich mit den Deutschen ein, um weiter auf der Bühne stehen zu können. Für Marie ist dies ein verheerender Verrat und sie wendet sich von der Freundin ab, die bisher ›alles‹ für sie war. Als Geneviève sie am meisten braucht, verweigert Marie ihr die Hilfe und löst damit eine Katastrophe aus ...



    LG Karin

  • Die Geschichte läßt sich auf jeden Fall ziemlich flüssig lesen, ich bin bisher wirklich gut voran gekommen.


    Allerdings ist das natürlich eine Zeit, die sehr hart und traurig ist. Man kann diese Beklemmung und Verzweiflung richtig spüren, gerade von Marie. Ich kann sie verstehen und finde es wirklich mutig, das sie sich im Widerstand bewegt und engagiert. Das mit ihrem Bruder tat mir sehr leid, er war sicher sehr verzweifelt und ich habe ihn auch verstehen können.


    Genevieve kann ich allerdings auch teilweise verstehen, ich finde sie aber manchmal etwas grob, wo sie doch eigentlich alle Feunde sind, aber das sie versucht weiterzumachen ist ja nicht verwerflich. Jeder geht damit anders um und wer weiß vielleicht sieht es innerlich bei ihr auch ganz anders aus.


    Amiel hätte schon viel eher fliehen müssen, jetzt wird es immer schwieriger und man sieht ja auch, das es nun schief gegangen ist. Nur gut das Peter da war, auch wenn ich noch nicht genau weiß, ob man ihm jetzt wirklich trauen kann. Und wenn, dann ist er auch ziemlich mutig, denn wenn das rauskommt, dann werden sie mit ihm sicher auch nicht zimperlich sein.


    Das mit Malou und Josephine finde ich auch interessant, ich denke, das sie nun im Aufzug feststecken, ist eigentlich das Beste was passieren konnte, wenn man jetzt mal von Malous Panikattacken absieht, aber ansonsten hätte Josephine wohl gar nicht mit ihr geredet und jetzt taut sie ein wenig auf.

  • Die Geschichte läßt sich wirklich gut lesen und ist sehr intensiv geschrieben.

    Wie Du fühle ich auch diese bedrückende Stimmung und die Verzweiflung.


    Ich kann alle drei Freundinnen verstehen. Marie ist wirklich sehr mutig und man kann nur hoffen, dass sie nicht erwischt wird.

    Ihr Bruder tat mir auch sehr leid und ich kann seine Handlung auch absolut nachvollziehen.


    Amiel hat wirklich viel zu lange gewartet mit ihrer Flucht. Aber ich kann sie natürlich auch verstehen, dass sie ihren Vater nicht alleine lassen wollte.


    Genevieve ist bestimmt nur deshalb so grob, weil sie Angst um sie alle hat. Und zurecht, denn wenn Peter und Luc nicht gewesen wären, sähe es schon ganz anders für sie aus.

    ich bin auch gespannt, ob man Peter trauen kann, er riskiert ja wirklich ziemlich viel.


    Stimmt, dass Malou und Josephine feststecken hat wohl so sein müssen, sonst wären die beiden nie ins Gespräch gekommen.


    Mir gefällt die Geschichte bisher sehr gut, der Schreibstil ist sehr flüssig und man fliegt nur so durch das Buch.


    LG Karin

  • Ich hoffe auch, das Marie nicht erwischt wird und ihr nichts passiert. Sie und Genevieve scheinen ja aber noch zu leben, zumindest wirkt es so aus den Gesprächen von Malou und Josephine. Nur Amiel wurde bisher nicht erwähnt und ich ahne ja nichts gutes, gerade weil sie halt auch Jüdin ist.


    Die drei Freundinnen sind ja auch total unterschiedlich, das es da mal kracht ist eigentlich nicht verwunderlich. Ich finde es aber interessant, das man so auch mal drei unterschiedliche Meinungen erlebt. Denn Marie ist ja schon sehr engagiert und befürchtet das Schlimmste, während Amiel ja irgendwie immer noch denkt, es geht schon alles gut. Und Genevieve versucht einfach nur das Beste aus allem zu machen und paßt sich an.

  • Ich befürchte auch fast, dass es für Amiel schlecht ausging.


    Ich finde die drei Freundinnen auch sehr interessant und das macht auch das ganze Buch so kurzweilig.


    LG Karin

  • Guten Morgen,

    oh wow, ihr wart hier ja schon! Da liegt ja wirklich ein dickes Missverständnis vor: Ich war mir sicher, wie haben den 10.6 ausgemacht, denn ich wusste ja von Anfang, dass ich bis zum 6.6 in Paris für die Buchpräsentation bin. Das Interview in Paris kann man in Facebook auf meinen Accounts übrigens noch ansehen.

    Ich werde jetzt alles nachkommentieren. Warum hat mich denn niemand mal kurz angeschrieben, dann hätte ich versucht, früher reinzusehen!

    Herzliche Grüße

    Lea

  • Hallo Lea,


    es war schon der 10.06. ausgemacht. Aber wir dachten, dass Du bei so einer kleine Leserunde vielleicht gar nicht reinschauen magst.

    Daher haben wir zwei schon eher angefangen.

    Danke, dass Du aber trotzdem vorbeischaust :)


    LG Karin

  • Genau und Ulli hatte auch geschrieben, das sie nicht weiß, ob Du vorbeischaust, wenn wir nur so wenig sind. Sie wollte Dich aber glaube ich vor ein paar Tagen anschreiben.


    Ich fand es ja wirklich gut, das alle drei so unterschiedlich sind, außerdem ist ja auch nicht immer alles nur schwarz oder weiß, es gibt noch so viel dazwischen. Das wird leider häufig vergessen, darum hat es mir gut gefallen, das es hier mal anders war.

  • Guten Morgen, danke, dass ihr alle da seid und danke, dass Du trotzdem mitmachst, Lea. Ich beginne heute mit dem Buch, da wir am Wochenende unterwegs waren.

  • Der Abschnitt am Beginn in der Gegenwart war nur eine flüchtige Begegnung der Enkelinnen der Protagonistinnen des Besuches in Perpignan am Golf von Lion –


    finde ich sehr interessant und bin gespannt, ob wir noch mehr über diese Stadt, der ehemaligen Hauptstadt des Königreiches Mallorca an der Grenze zu Spanien hören werden -


    wobei ich zugeben muss, dass ich die starken negativen Gefühle nach zwei Generationen nicht ganz nachvollziehen kann.


    Nach den grauenvollen Bildern aus der Ukraine haben wir heute Bombenangriffe wieder deutlich vor Augen. Dadurch ist der in dem 1. Kapitel beschriebene Angriff und der Aufenthalt der drei Hauptdarstellerinnen für mich sehr gut nachvollziehbar. Auch die Diskussion über die Flüchtlinge bzw. ob man fliehen sollte oder nicht, ist heute aktueller denn je. Einige meiner Freunde auch in meiner Familie wurden Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen, so dass ich Kontakt zu diesen Menschen habe und oft Diskussionen darüber gehört habe, was man am besten tun sollte.


    Die drei Protagnistinnen könnten unterschiedlicher nicht sein, schon im ersten Abschnitt deutet einiges darauf hin, dass diese Freundschaft nach der Besetzung der Deutschen von Paris nicht standhalten wird. Dazu sind die drei zu unterschiedlich in ihren Einstellungen und der Druck ist einfach zu groß.


    Als Marie ihren Bruder durch Selbstmord verliert, schließt sie sich der Résistance an, was Geneviéve nicht verstehen kann. Sie ist in anderen Verhältnissen aufgewachsen und musste sich im Leben alles erkämpfen. Genauso kämpft sie jetzt weiter. Marie kann sie nicht verstehen, obwohl der Deutsche Peter auch ihr und Amiel geholfen hat, hat sie Angst, dass er sich zwischen ihre Freundschaft drängt.

  • Den Hass nach so langer Zeit konnten auch die anderen anfangs nicht ganz verstehen, aber ich glaube, am Ende schon. ;)

    Ich bin gespannt, ob das bei dir auch so ist - und will hier nichts verraten.

    Liebe Grüße

    Lea