Vom ersten Moment an: Seite 322 - Ende

  • Ein Mittelalterfestival. Emily hat sich allen Ernstes überreden lassen, bei einem Mittelalterfestival als Schaustellerin mitzumachen. Ihre Nichte will unbedingt daran teilnehmen, ohne erwachsene Aufsichtsperson darf sie nicht, und da ihre Schwester einen Unfall hatte, springt Emily ein. Was tut man nicht alles für die Familie? Tatsächlich könnte das Ganze sogar lustig werden, wenn da nicht Simon wäre. Simon, der Organisator des Festivals. Simon, die Anachronismus-Polizei. Simon, die Spaßbremse. Die beiden können sich vom ersten Moment an nicht leiden. Aber auf dem Festival schlüpfen sie in andere Rollen. Und plötzlich wird aus dem ernsten Simon ein verruchter Pirat. Der ganz eindeutig mit ihr flirtet! Und Emily bekommt genauso plötzlich weiche Knie. Aber wer flirtet da miteinander? Die Tavernendirne und der Pirat? Oder Emily und Simon?



  • Ich bin die Nacht fertig geworden und ich finde es echt schade, das es dann nochmal so hin und her gehen musste. Das war echt unnötig, aber ich hatte es ja schon geahnt, weil noch so viele Seiten übrig waren. Zwar war es nicht ganz so schlimm, wie ich erwartet habe, da gibt es echt Bücher, die sind um einiges nerviger. Aber es hat die Stimmung halt etwas kaputt gemacht, die vorher geherrscht hat. Trotzdem finde ich das Buch weiterhin gut und mochte auch das Ende.


    Simon hat sich halt wirklich zu sehr auf das Festival versteift, das sein Bruder noch in Gang gebracht hat, dabei sind Veränderungen ja nichts schlimmes und solange das Festival überhaupt läuft ist es doch gut. Und er wollte halt wirklich alles selbst machen, damit er über alles den Überblick hat. Dabei hat er aber sich total vergessen, denn er ist ja nicht Sean, sondern Simon und er muss auch nicht gewisse Sachen bei sich unterdrücken, nur weil er immer so war, man hat doch das Recht sich zu ändern, bzw. sich weiterzuentwickeln, aber er ist einfach stehen geblieben. Dabei hat man ja am Schluß gesehen, das es weiterhin toll ist, obwohl sich einiges verändert hat.

  • Ich bin noch nicht durch, aber ehrlich gesagt hätte ich diesen Abschnitt nicht mehr gebraucht. Ich war schon ziemlich genervt und hätte das Buch am liebsten an die Wand geklatscht.


    Ehrlich gesagt finde ich es aber trotzdem schade dass niemand Simon wirklich versteht. Verlust ist so Eine Sache und jeder geht damit anders um, aber alle sind auf jeden Fall auf emilys Seite und niemand warum Simon dann ein Mustkerl ist hab ich nicht verstanden. Und das es gerade um diese Zeit schwer für ihn ist ist klar. Ich hätte ihn mir da auch etwas offener gewünscht und klar hat er in der Buchhandlung blöd reagiert. Aber Simon wurde auch irgendwie immer gleich abgestempelt obwohl seine Fehler gar nicht so groß waren.


    Und irgendwie ist es wieder nur Simon der an sich arbeiten muss aber was ist mit emily? Sie war schon extrem kritisch und hat aus jeder Mücke einen Elefanten gemacht. Sie hat ja geradezu die Fehler bei Simon gesucht. Sie war doch immer gleich enttäuscht wenn er nicht das machte was sie wollte. Ein Beispiel: ja Kino ist nett aber eigentlich will ich was anderes. Einfach traurig. Sie war nicht leicht zufrieden zu stellen und hatte vor allem ein Problem Mit vertrauen und ihr fehlten die Menschenkenntnisse. Richtig übel fand ich als Simon vor dem ersten Mal sagte er wolle keine one night stand und wenn würde es was bedeuten und sie sich danach gleich wieder einreden, dass er das nur so sagte und vielleicht gar nicht meinte. Dazu gab es gar keinen Grund. Da zu lügen war er nicht der Typ zu.


    Und dann das mit der Buchhandlung wo sie sich die ganze Zeit eingeredet hat Chris wolle sie feuern warum sollte sie sie dann einarbeiten? So sinnlos.


    Ich glaube die größten Probleme lagen bei emily. Denn ich hatte das Gefühl sie kam nur mit Simon klar wenn er nach ihrer Nase pfeifte. Simons Reaktion fand ich aber auch oft nicht gut. Sie harmonieren nicht gut miteinander und hatten in gewisser Bereichen kein Verständnis füreinander. Mir wäre es jetzt schon lieber die beiden würden es einfach sein lassen statt so ein hin und her. So unnötig.


    Mehr schreibe ich dann wenn ich durch bin. Ich glaube es sind noch etwa 20 Seiten

  • Aber es geht doch nicht darum, das er noch trauert, er verliert sich doch komplett selbst dadurch, weil er denkt, er müsste das alles wie Sean machen. Er ist doch gar nicht mehr wirklich eigenständig und es geht ihm richtig schlecht. Emily hat das ja erkannt und macht sich deswegen Sorgen. Ich würde da auch was sagen, denn man kann doch nicht einfach zusehen, wie sich eine Person, die man mag so kaputt macht. Und das die anderen Emily verstehen in dieser einen Sache kann ich schon nachollziehen, denn es ging ihm ja wirklich direkt um das Festival und dann nennt er sie auch noch Emma, das man da denkt, das alles andere für ihn egal ist ist doch normal. Ich habe da beim lesen auch nur gedacht, wieso er jetzt so drauf ist.


    Klar ging mir Emily auch auf die Nerven mit ihren negativen Gedanken, aber damit hat sie sich ja eher selbst rumgeschlagen und wenn nicht, dann hat sie es auch angesprochen wie halt auch bei Chris dann mit der Arbeit. Und Emily hat doch eigentlich an sich gearbeitet, sie hat ja auch immer selbst gesagt, sie sollte nicht so denken, sie versucht es anders zu handhaben und war ja auch richtig glücklich als Simon sie abholen kam und hat ihm alles freudestrahlend erzählt, aber er ist ja direkt in Panik geraten wegen Chris und dem Festival.

  • Zitat

    Aber es geht doch nicht darum, das er noch trauert, er verliert sich doch komplett selbst dadurch, weil er denkt, er müsste das alles wie Sean machen. Er ist doch gar nicht mehr wirklich eigenständig und es geht ihm richtig schlecht. Emily hat das ja erkannt und macht sich deswegen Sorgen. Ich würde da auch was sagen, denn man kann doch nicht einfach zusehen, wie sich eine Person, die man mag so kaputt macht. Und das die anderen Emily verstehen in dieser einen Sache kann ich schon nachollziehen, denn es ging ihm ja wirklich direkt um das Festival und dann nennt er sie auch noch Emma, das man da denkt, das alles andere für ihn egal ist ist doch normal. Ich habe da beim lesen auch nur gedacht, wieso er jetzt so drauf ist.


    Ich find schon, dass es darum geht. Zumindest mit darum. Vielleicht nicht nur. Das er sich selbst verliert ist natürlich wirklich der Fall, aber es hat halt auch nie jemand mit ihm darüber geredet und jetzt soll er alles von jetzt auf gleich ändern und wenn er das nicht schafft wendet sich Emily halt auch sofort von ihm ab. Sie hätte ihm nicht sagen müssen, dass er das Festival für sie aufgeben muss um sie haben zu können (ich weiß sie meinte nur kürzer treten, aber so klang es zunächst nicht). Sie hätten gemeinsam einen Weg finden können wie er besser damit umgehen kann. Klar war er auch nicht immer einfach aber es hat ihm auch keiner gezeigt wie es anders geht. Klar dass er erst mal Probleme hat umzudenken aber auch dabei hat ihm niemand wirklich geholfen sondern Emily ist erst wieder angekommen als er genau das getan hat. Ich weiß nicht ob er das zugelassen hätte, aber sie kann nicht erwarten dass er das von heute auf morgen umsetzt. Und Ja eben. Sie hat was gesagt. Zu anderen, weil das einfacher war. Ich fand nämlich schon, dass sie durchaus dazu berechtigt war ihm direkt zu helfen, weil er ihr eigentlich wichtig war. Aber sie hat nicht versucht noch mal auf ihn zuzugehen und mit ihm selbst zu reden. Sie hat ihn ja eher gleich als hoffnungslos gestempelt und eigentlich immer ihr eigenes wohl über Simons gesetzt. Sie hat sich sofort wieder was selbst zusammen gereimt statt wirklich mit ihm darüber zu reden. Das hat mich gestört. Aber man könnte ihm schon selbst helfen. Sie hat gar nicht versucht an ihn ran zu kommen. Zumindest nicht als es schwieriger wurde. Sie hat halt wirklich Probleme damit gehabt dem ganzen überhaupt eine Chance zu geben. Kaum machte er was, was ihr nicht passte war sie mehr oder weniger raus. Sie war happy als er ihr hinterher lief. Sie wollte chauffiert werden. Sie hat sich Gedanken gemacht reicht halt manchmal allein nicht aus.


    Nur leider hatten die anderen doch eh kein Verständnis für Simon oder haben es ignoriert sich damit zu befassen. Er war eben Simon und das würde sich nicht ändern. Es wurde nie erwähnt, dass jemand versucht hat Simon zu helfen von den Bewohnern aus der Stadt. Er hätte einen Freund gebraucht und den hatte er nie. Aber mit Emily hatten alle sofort Verständnis weil ja auf jeden Fall Simon Mist baute. Kann ja sein, dass sie versucht haben an ihn ran zu kommen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das nicht taten. Aber erwähnt wurde es nie. Man kann es nur annehmen.

    Ich sag ja nicht, dass Simon perfekt war. Ich wurde selten ganz warm mit ihm, aber mir war hier mal wieder zu sehr drauf fixiert, dass Mann nicht trauern darf und sich nach der Frau halten muss und ihr am besten hinterher laufen muss. Ob sie ihm vertraut oder nicht tut nichts zur Sache. Sie ist sowieso perfekt und macht alles richtig. Das ist jetzt natürlich sehr drastisch dargestellt, ich weiß. Aber mich nerven diese Klischees immer. Auch dass der Mann immer der Frau hinterher laufen muss, aber dem Mann hilft kaum jemand. Wie ich schon sagte, sie passten eigentlich eher nicht so gut zusammen. Vor allem nachdem immer nur noch mehr unnötiges Drama kam.


    Zitat

    Klar ging mir Emily auch auf die Nerven mit ihren negativen Gedanken, aber damit hat sie sich ja eher selbst rumgeschlagen und wenn nicht, dann hat sie es auch angesprochen wie halt auch bei Chris dann mit der Arbeit. Und Emily hat doch eigentlich an sich gearbeitet, sie hat ja auch immer selbst gesagt, sie sollte nicht so denken, sie versucht es anders zu handhaben und war ja auch richtig glücklich als Simon sie abholen kam und hat ihm alles freudestrahlend erzählt, aber er ist ja direkt in Panik geraten wegen Chris und dem Festival.


    Ja, sie hat drüber nachgedacht, aber hat sie wirklich was geändert? Ich glaub ja, wenn das nächste kommt, was ihr an Simon nicht passt geht das Theater von vorne los. Man siehe es ja nur an dem Haus. Simon musste das Haus aufgeben, weil Emily nicht drin wohnen wollte. Natürlich hat die Autorin es dargestellt, dass er es selbst wollte, aber ich hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass er sich da unwohl fühlte oder es eine Last für ihn war. Es war immerhin sein zu Hause. Vielleicht hat er tatsächlich einfach nicht weiter nachgedacht, aber ganz ehrlich? Es war doch ein tolles Haus. Man hätte es einfach umgestalten können. Wäre das wirklich so schlimm gewesen? Das war mir einfach zu gewollt. Oder man hätte es besser verpacken sollen, dass Simon da wirklich umgedacht hat um seinetwillen, aber das kam bei mir nicht wirklich an. Auf einmal stimmten die Finanzen nicht obwohl es jahrelang gepasst hat. Und Zack. Zieht Simon um. Und noch mal wegen dem Nachdenken. Ja, sie hat nachgedacht, aber sie geht immer zuerst vom Schlimmsten aus. Und es ging mir eindeutig zu lange bis sie endlich mal geredet hat. Dafür, dass es theoretisch "Nur" eine Kleinigkeit war, die geklärt werden musste. Sie hat es so lange hinausgezögert wie es ging. Mir wurde das zu ausgezehrt. Wie Simon reagiert hat als sie gesagt hat, dass sie bleibt, fand ich auch blöd. Keine Frage. Aber Emilys Reaktionen fand ich halt auch oft unpassend. Es war mir zu sehr nach Zuerst kommt die Frau und dann die Mann. Der Mann muss sich anpassen an die Frau. Sowas sollte gleichberechtigt sein und es hätte einfach viel mehr Gespräche geben müssen wie im 3. Abschnitt.

    Von mir aus hätte der letzte Abschnitt wirklich weg gelassen werden können, denn nach dem 3. war die Geschichte doch eigentlich gut beendet. Außerdem ging der Mittelaltermarkt auch ziemlich unter. Vielleicht hätte man sich eher darauf konzentrieren sollen und nicht auf dieses hin und her. Den Abschlusstag fand ich eigentlich noch mal interessant. Auch das sie nur so hinging, aber es kam gar nicht richtig rüber, da sie es eh nicht genießen konnte.


    Man hätte eigentlich die Charaktere noch mehr ausbauen können und sich näher kommen lassen können statt sich von einander zu entfernen. Vor allem scheint eine Aussprache von Simon und Mitch ja auch längst überfällig zu sein. Mir kam da am Ende einfach so wenig. Und das Ende konnte dann nicht mehr viel rausholen, weil es mich nicht mehr überzeugen konnte und ich einfach nach dem 3. Abschnitt raus aus der Geschichte war. Die Autorin hat doch vorher gezeigt, dass das Buch ohne viel Drama auskommt? Also wieso viel Drama draus machen, wo keines sein müsste, wenn die Charaktere einfach mal miteinander reden würden?


    Ich fand einfach, dass Simon sich zu krass für Emily ändern musste. Sie kam doch vorher schon nicht mit dem ernsteren Simon aus. Da musste das jetzt eben angepasst werden. Und das ging darüber hinaus, was gut für ihn war. Das fand zumindest ich.

    Staceys Geschichte würde mich auch noch interessieren und Mitchs eigentlich auch, aber mit April wurde ich hier ja schon nicht so warm. Auf sie hab ich eher weniger Lust. Aber wenn ich weiter lese wird das noch sehr lange dauern, denn mir war es einfach zu viel Drama.

  • Ich seh Deine Schrift gerade gar nicht, weil irgendwie schwarze Schrift auf schwarzem Hintergrund ist. Nun musste ich mir das erstmal rauskopieren.


    Ich denke aber, das die meisten tatsächlich nicht mitbekommen haben, wie Simon das alles fertig macht, denn sie kennen ihn ja nicht wirklich anders, hat man ja auch an Chris Reaktion gesehen, nachdem Emily das zu ihr gesagt hat. Darum hat sich da nie wirklich jemand drum gekümmert, war irgendwie schon ziemlich traurig ist. Emily ist halt so gesehen eine Außenstehende und da merkt man sowas oft schneller, weil man halt nicht von Anfang an involviert ist. Und auch hier fand ich es halt nicht so extrem, wie Du das siehst.


    Auch das Emily den ernsten Simon nicht mag glaube ich nicht, da sie es ja sogar erwähnt hat und er hat ja sogar selbst zugegeben, das er eigentlich eher der Pirat ist, aber das nur auf dem Festival ist, weil er außerhalb ja die Erwartungen der anderen erfüllen wollte, die ihn so halt nicht kennen. Mitch hat das ja auch mal gesagt. Man hat ja auch am Schluß gemerkt, als endlich mal alle miteinander geredet haben, das sie das alles so von Simon gar nicht verlangt haben, er das aber dachte und darum war es eigentlich gut, das Emily da mal was gesagt hat. Selbst seine Eltern haben ja angenommen, das er das Haus irgendwann verkauft, aber er dachte, das er es behalten müsste, weil sie es so wollten und wegen der Erinnerungen. Er hat nicht wirklich für sich eingestanden und Emily hat halt gemerkt, das er ganz anders sein kann und das er dann auch viel lockerer ist und nicht so angespannt.


    Ich habe die anderen beiden Teile ja schon hier stehen und werde sie sicher bald lesen.

  • Zitat

    Ich seh Deine Schrift gerade gar nicht, weil irgendwie schwarze Schrift auf schwarzem Hintergrund ist. Nun musste ich mir das erstmal rauskopieren.


    Okay, seltsam. Ah okay. Das ist natürlich blöd. Ich hab einen blauen Hintergrund. Ich seh deine Schrift manchmal dann nur in weiß. Vielleicht deswegen.


    Zitat

    Ich denke aber, das die meisten tatsächlich nicht mitbekommen haben, wie Simon das alles fertig macht, denn sie kennen ihn ja nicht wirklich anders, hat man ja auch an Chris Reaktion gesehen, nachdem Emily das zu ihr gesagt hat. Darum hat sich da nie wirklich jemand drum gekümmert, war irgendwie schon ziemlich traurig ist. Emily ist halt so gesehen eine Außenstehende und da merkt man sowas oft schneller, weil man halt nicht von Anfang an involviert ist. Und auch hier fand ich es halt nicht so extrem, wie Du das siehst.

    Ja, das find ich auch ziemlich traurig.


    Zitat

    Auch das Emily den ernsten Simon nicht mag glaube ich nicht, da sie es ja sogar erwähnt hat und er hat ja sogar selbst zugegeben, das er eigentlich eher der Pirat ist, aber das nur auf dem Festival ist, weil er außerhalb ja die Erwartungen der anderen erfüllen wollte, die ihn so halt nicht kennen. Mitch hat das ja auch mal gesagt. Man hat ja auch am Schluß gemerkt, als endlich mal alle miteinander geredet haben, das sie das alles so von Simon gar nicht verlangt haben, er das aber dachte und darum war es eigentlich gut, das Emily da mal was gesagt hat. Selbst seine Eltern haben ja angenommen, das er das Haus irgendwann verkauft, aber er dachte, das er es behalten müsste, weil sie es so wollten und wegen der Erinnerungen. Er hat nicht wirklich für sich eingestanden und Emily hat halt gemerkt, das er ganz anders sein kann und das er dann auch viel lockerer ist und nicht so angespannt.


    Aber sie kramt den steifen Simon ja immer wieder hervor, wenn ihr es nicht passt und wirft es ihm vor. Ich glaube es geht gar nicht so sehr darum die Erwartungen der anderen zu füllen. Ich glaube es geht eher um sich selbst. Er nimmt vieles etwas zu ernst und weiß nicht wie er das ändern soll. Das störte mich ja auch wieder. Vielleicht wäre hier oft Simons Version nicht schlecht gewesen. Denn haben wirklich alle miteinander geredet oder ist Simon einfach mal zu ihnen gekommen und hat sie um Hilfe gebeten? Das ging nicht wirklich daraus hervor und man kann es sich nur denken. Es fehlt halt ein richtiges Gespräch. Man selbst bekommt es nicht mit. Na ja. Ich finde halt die Fehler liegen nicht nur bei Simon und die Sache mit dem Haus sehe ich auch kritischer, denn genauso gut hätten die Eltern ja einfach mal richtig mit ihm reden können. Wie gesagt. Hier fehlen mir einfach die klärenden Gespräche, denn wenn es sie gab bekommt man nichts mit. Sie werden nur oberflächlich erwähnt. Das ist mir zu wenig. Man hätte sich das ganze Drama einfach sparen können indem man mehr erklärt und das hat mich geärgert. Wenn es zu den Situationen passt okay, aber ich fand hier wurde viel Drama um nichts gemacht.

  • Simon wollte doch keine Hilfe, er hat ja auch Emilys immer abgeschmettert, weil er halt seine Vorstellung vom Festival hatte, die aber halt eher die seines Bruders war. Er wollte alles so behalten wie es war zu Ehren von Sean, was aber nicht richtig war. Nicht nur das er damit die Weiterentwicklung des Festivals verhindert hat, er hat auch sich viel zu viel aufgebürdet damit. Mitch meinte das doch auch und er hat sich ja auch Sorgen gemacht. Aber man kam wohl auch einfach nicht durch zu Simon in dem Punkt, hat man ja auch bei Chris gesehen, als sie meinte, man sollte die Gaukler nicht mehr bestellen, aber Simon so darauf beharrt hat, weil sie schon immer da waren, egal ob sie teurer geworden sind oder sie eigentlich keiner wirklich wahr nimmt. Darum fand ich Emily eher als Aufrüttler für ihn, natürlich hätte das am Ende nicht so kommen müssen, das wäre sicher auch anders gegangen, aber es ist jetzt nichts, wo ich halt sage, das das Buch für mich nun ein Flop wäre, da hätte anderes passieren müssen. Zwar gab es einen kleinen Abzug, aber nicht so viel.

  • na, ja, ich bin mir nicht sicher ob das so einfach ist. Es geht ja auch nicht ums Festival. Es geht um seinen seelischen Beistand und ihn zu unterstützen und das hat halt auch gefehlt. Emily hat auch immer gleich sehr schnell aufgegeben. Und das er alles so behalten wollte wie es ist kann ich verstehen. Da war er zwar etwas extrem, aber im Prinzip ist das nichts schlechtes. Ja gut. Mitch hat sich Sorgen gemacht. Aber hat er wirklich mal mit Simon darüber gesprochen? Ich denke nicht. Und genau das ist mir auch zu schwammig. Kam man wirklich nicht zu Simon durch oder hat man es gar nicht erst versucht? Das wurde ja nie wirklich erwähnt. Aber genau so haben es die anderen doch auch so gesehen. Simon braucht man nicht ändern, weil er so ist wie er immer ist. Ich denke bei dir ist es auch so, dass du vorher schon begeisterter warst als ich. Mir haben ja vorher schon ein paar Sachen bei Emily gefehlt/gestört. Und niemand ist hartnäckig genug geblieben um Simon wirklich zu helfen. Alle haben vielleicht Ratschläge gegeben und was Simon draus macht war seine Sache. Selbst Emily hat nicht weiter hinterher gehakt als er sich verschloss.

    Ich sehe gerade in meinem aktuellen Buch wie es anders gehen kann. Es geht auch nicht immer glatt, aber immer wenn es leicht anfängt mich zu nerven kommt wieder irgendwas schönes praktisch gleich danach. Und die Charaktere interessieren sich füreinander, sprechen miteinander und man merkt, dass man wirklich jeden kennen lernt. Und das sind ja hier nicht wenige. Klar gibts mal Missverständnisse oder Reaktionen, die mal blöd sind, aber ausser von einem Charakter (teilweise 2) sehen die anderen dann auch ganz schnell ein, wenn sie was falsch machten und entschuldigen sich. Klar sind sie nachtragend, aber wenn es berechtigt ist, weil es zur Situation passt find ich das auch nicht schlimm. Und es wird nie zu lange hinaus gezögert was zu klären. Und das hat mir bei unserem Buch eindeutig gefehlt. Konflikte wurden so ausgezehrt und sie redeten so lange nicht drüber bis es nicht mehr ging. Das war mir zu gewollt. Aber wie gesagt. Da du das schon vorher nicht so schlimm fandest wie ich kam es dir halt auch nicht so extrem vor. Das kann ich schon verstehen.

  • Ich finde aber, bei Simon war es schon sowas wie eine Sucht mit dem Festival. Und wenn derjenige das nicht selbst merkt, dann hat man sowieso schlechte Karten, da kann man dann reden wie man will, es wird alles abgeblockt. Ich denke, das er genau das mit Emily gebraucht hat um mal in Ruhe über alles nachdenken zu können.


    Das nicht konkret erwähnt wurde, ob man schon mit Simon geredet hat, fand ich jetzt nicht schlimm. Ich habe mir das meiste deswegen zusammengereimt, da ja trotzdem immer mal kleine Anhaltspunkte dazu gegeben wurden.


    Kann sein, das ich es nicht so schlimm fand, weil ich vorher auch schon einige Sachen nicht so krass gesehen habe.

  • hm, na ja. Mit Simon sind wir einfach anderer Meinung.

    Mir fehlten da einfach die wirklichen Gespräche bei. Ich fand das hätte einiges klarer werden könnte, denn jeder interpretiert das ja anders.