Burseg, Katrin: Unter dem Schnee


  • Autor: Burseg, Katrin

    Titel: Unter dem Schnee

    Verlag: Diana Verlag

    Erschienen: 04. Oktober 2021

    Seiten: 400

    ISBN10: 3453292227

    ISBN13: 978-3453292222

    Einband: Broschiert

    Preis: 18,00 Euro


    Inhalt lt. Amazon.de:

    Schloss Schwanenholz, Ende Dezember 1978: Fünfzig Jahre führte Luise von Schwan die Baumschule auf dem Gut an der Ostsee mit strenger Hand. Nun wird die Gräfin beerdigt. Doch als die Trauerfeier beginnt, fegt ein heftiger Schneesturm über das Land. Bevor das Familienanwesen von der Außenwelt abgeschnitten wird, trifft ein ungebetener Gast aus Frankreich ein. Wer ist die geheimnisvolle Frau, die behauptet, Luises Tochter zu sein? Und hat Luise tatsächlich während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter auf dem Gut ausgebeutet? Fünf Tage, in denen die Familie mit verborgenen Wahrheiten konfrontiert wird. Fünf Tage, die das Schweigen beenden, das sich jahrzehntelang über alles senkte wie Schnee.


    Meine Meinung:

    Die Geschichte beginnt mit der Beerdigung von Luise von Schwan, die über 50 Jahre lang die Baumschule auf dem Gut an der Ostsee geleitet hat. Doch die Trauerfeier muß unterbrochen werden, denn ein riesen Schneesturm fegt übers Land und die Bewohner schaffen es gerade noch auf ihr Anwesen zurück, bevor sie von der Außenwelt abgeschnitten werden. Auch die Französin Aimée, die angeblich die Tochter von Luise sein soll, kann sich noch auf das Gut retten ...


    Ich kam gleich gut in die Geschichte rein, der Schreibstil ist sehr flüssig und bildhaft zu lesen und wir lernen die 6 Hauptprotagonisten kennen.

    Die Köchin Isa, die eine ganz besondere Freundschaft mit Luise verband und die sehr unter deren Tod leidet, die beiden Brüder Carl und Johann, die sich gegenseitig nicht ausstehen können, aber die Baumschule von nun an gemeinsam leiten sollen.

    Auch die Schwestern Klementine und Luise verstanden sich nicht immer, denn Klementine tat etwas, was Luise sehr verletzt hat.

    Die junge Caroline, die ihren Platz im Leben noch nicht so recht gefunden hat und eben Aimée, die auf der Suche nach ihrer Familie ist.

    Die Geschichte springt immer zwischen den Protagonisten hin und her, was ich normalerweise sehr gerne mag, denn so wird Spannung erzeugt. Aber hier konnte ich mich leider nicht damit anfreunden. Die Schicksale, die durchlitten wurden, gehen eigentlich sehr ans Herz und erzeugen Gänsehaut. Wir erleben die Schneekatastrophe, den zweiten Weltkrieg, die Vertreibung der Deutschen, die Zwangsarbeiter.

    Allerdings sind die Kapitel nicht sehr lang und durch den ständigen Perspektivenwechsel konnte ich leider keine nähere Verbindung zu den Charakteren und deren Schicksalen aufbauen.

    Den Schluß fand ich dann allerdings doch sehr berührend und er rundet die Geschichte gut ab.


    Fazit: Eine Geschichte, die mich leider nicht durchgehend überzeugen konnte, die aber bestimmt sehr viele Anhänger finden wird. 3/5 Sterne.

    Zum Schluß möchte ich noch die Aufmachung des Buches loben, ich finde das changierende Cover wunderschön und auch der Stammbaum am Ende des Buches ist sehr hilfreich.


    Veröffentlicht am: 05.10.2021


    LG Karin