Kinder ihrer Zeit: Teil 8 + 9


  • Zitat von Amazon.de

    Die Zwillinge Emma und Alice werden 1945 auf der Flucht aus Ostpreußen getrennt. Beide glauben, die andere hätte nicht überlebt. Emma wächst in Westberlin auf, Alice in einem Heim in der DDR. Erst zwölf Jahre später finden sie sich überraschend wieder. Durch Alice lernt Emma den Ost-Berliner Physiker Julius Laakmann kennen. Als Julius Zeuge einer Entführung wird, gerät er zwischen die Fronten der Geheimdienste. Dann verschwindet Alice spurlos. Zu spät erkennt Emma, welcher drohenden Gefahr sie und ihre Schwester gegenüberstehen. Währenddessen erreicht der Kalte Krieg einen neuen Höhepunkt – Berlin soll für immer geteilt werden ...



    LG Karin

  • Ich bin durch und irgendwie war es bei Julius ja dann alles auf einmal, sie haben Versprechungen gemacht, gedroht und auch an ihn selbst appelliert, weil er dadurch ja helfen kann. Aber wie sie dann nachher mit ihm umgesprungen sind war schon heftig. Sie haben einfach angenommen das das alles stimmt, dabei hat Kai Max ja gesagt, das da nirgends Fingerabdrücke von Julius drauf waren, da hätte man doch mal hellhörig werden müssen. Als ob es sowas vorher noch nie gegeben hat. Aber wahrscheinlich waren beide Seiten immer schnell dabei mit solchen Anschuldigungen und wollten dann denjenigen auch direkt bestrafen.


    Das Alice Max nichts von seiner Tochter erzählt hat fand ich auch nicht gut, vor allem, hätte man dann vielleicht sogar vorher schon dafür sorgen können, das Lisa erst gar nicht so ins Visier genommen werden kann, da es ja noch den Vater gibt, der dann die Kleine hätte bekommen können, auch wenn er aus Westdeutschland kommt, aber da hätte man halt im westlichen Teil reagieren können, aber da Alice ja nie den Vater angegeben hat konnte man das am Ende natürlich nicht einfach so behaupten.


    Um Markov tat es mir jedenfalls nicht leid am Ende, um Sergej schon, auch wenn ich glaube, das er nicht gestorben wäre, wenn Alice schon früher geflohen wäre und somit nicht mehr spioniert hätte. Da denke ich wirklich, das er nur degradiert worden wäre was seinen militärischen Rang angeht.


    Ich bin übrigens froh, das Max nichts passiert ist, vielleicht ist es sogar gut, das er dann nicht genommen wurde, er scheint ja jetzt bei dem Anwalt auch sehr glücklich zu sein. Er wollte ja eh immer nur helfen und hat deswegen ja auch Jura studiert.


    Julius und Emma sind zum Glück auch wieder vereint und ich hoffe sie können jetzt wirklich in Ruhe leben und werden nicht noch weiter beobachtet oder verfolgt. Genauso Alice und Lisa, Markov ist zwar tot und es war ja auch Sergej, aber das könnte man ja auch leicht so aussehen lassen als wäre es Alice gewesen. Man hat es ja an Julius gesehen was sie einem alles zuschustern können. Trotzdem bin ich nie wirklich warm mit Alice geworden, Emma war mir irgendwie immer näher.

  • Du hast alles schon so toll zusammengefaßt.


    Für Julius war alles ganz schön happig und alles hat sich gegen ihn verschworen. Aber Gott sei Dank ist für ihn und Emma alles gut ausgegangen.

    Ich mochte Emma auch lieber.

    Vor allem hat mich an Alice gestört, dass sie Julius wegen des Spitzelns so verurteilt hat. Und was macht sie? Auch das sie Max nichts von Julia gesagt hat, fand ich auch nicht schön.


    Um Sergej tat es mir sehr Leid, Markov hat seine gerechte Strafe bekommen.


    Ich fand die Geschichte sehr emotional und aufwühlend, spannend ohne Ende. Für mich war das Claire Winters bestes Buch.


    LG Karin

  • Stimmt, sie hat Julius sofort verurteilt, obwohl sie nicht mal wußte warum er das überhaupt alles macht mit der Spionage. Ich meine sie hat ja auch nur spioniert weil ihr gedroht wurde. Woher will sie also wissen das es bei ihm nicht genauso war. Sie hat sich das alles für sich immer irgendwie schön geredet, aber andere dann sofort verurteilt. Natürlich ist sie anders aufgewachsen, aber wenn man bedenkt wie viele Menschen damals jedes Jahr in den Westen geflohen sind, die ja eigentlich genauso aufgewachsen sind, dann hätte ich ihr irgendwie mehr zugetraut. Vor allem weil sie ja auch Emma und Max kennt, die beide im Westen wohnen und sie eigentlich vieles selbst haben entdecken lassen und nicht dauernd auf sie eingeredet haben.


    Ich finde die Bücher von Claire Winter ja auch immer super und sie ist echt eine meiner Lieblignsautorinnen, aber trotzdem habe ich noch keinem ihrer Bücher die volle Punktzahl gegeben, weil es trotzdem immer was gab was mich gestört hat, hier leider auch wieder. Aber ich mag ihren Schreibstil einfach und wie sie geschichtliches verpackt.

  • Genau, ich sehe es mit Alice genauso.


    Ich vergebe schon die volle Punktzahl, auch wenn mir Alice weniger sympathisch war, hat das aber für mich den Lesegenuß ausgemacht.


    LG Karin

  • Wobei es nicht nur an Alice lag. Ich meine was war jetzt zum Beispiel mit Irma, die wurde irgendwann gar nicht mehr erwähnt und ein Epilog, der ein paar Jahre später spielt wäre vielleicht auch ganz schön gewesen, weil jetzt ist mir das alles bezüglich Alice noch zu sehr in der Schwebe, da hätte ich gerne erfahren, ob man sie wirklich einfach so ziehen läßt oder Vergeltung übt, weil das wurde ja öfters gemacht.