Mele, Dana: Eine wie wir


  • Autor: Mele, Dana

    Titel: Eine wie wir

    Originaltitel: People like us

    Verlag: Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG

    Erschienen: 28. Februar 2019

    ISBN 10: 303880021X

    ISBN 13: 978-3038800217

    Seiten: 364 Seiten

    Einband: Broschiert

    Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

    Preis: 16,00 Euro


    Inhaltsangabe:

    Zitat

    Kay Donovan ist siebzehn und hat ihr Leben am Bates-Internat in Neuengland neu eingerichtet. Doch als ihre Clique die Mitschülerin Jessica Lane tot auffindet, ändert sich alles und Kays sorgsam konstruiertes Dasein beginnt zu bröckeln. Denn Jessica hat Kay einen verschlüsselten »Racheblog« hinterlassen, in dem nahezu alle verdächtigt werden, die etwas mit ihrem Tod zu tun haben könnten. Und Kay soll alle Betreffenden mit ihren Vergehen konfrontieren – tut sie dies nicht, würden alle anderen von Kays Geheimnis erfahren …

    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Kay geht auf ein Internat und hat sich dort einen Namen gemacht, allerdings nicht wirklich einen guten, denn die meisten finden sie ganz schön schlimm, was aber auch für ihre Freundinnen gilt. Die Gruppe um sie herum ist nämlich nicht gerade nett und es kam auch schon zu einigen Beschwerden. Als dann die Leiche von einer Mitschülerin gefunden wird, die angeblich Selbstmord begangen hat und anscheinend auch schon mal im Fokus von Kay und ihren Freundinnen stand, entwickelt sich eine ganz eigene Dynamik, vor allem als dann auch noch Kay Jessicas letzten Wunsch erfüllen soll, ansonsten würden alle erfahren, was für ein Geheimnis Kay hat.


    Kay ist total unsympathisch, ich hatte das Gefühl, das sie gerne ihre Mitmenschen leiden läßt und das es ihr auch nach Jessicas Tod nicht in den Sinn gekommen ist, sich zu ändern, auch wenn sie es ab und zu behauptet hat, aber für mich kam sie immer noch absolut schrecklich rüber. Aber das galt eigentlich für alle Charaktere, ich habe wohl selten ein Buch gelesen, wo wirklich alle Personen so schlimm sind. Sie sind alle so intrigant, verletzend, bösartig und egoistisch, das war manchmal schwer zu ertragen, aber ich glaube, es würde zur auch Geschichte gar nicht wirklich passen, wenn da jemand nett gewesen wäre. Vor allem hat man so alles irgendwie auch aus einer gewissen Distanz heraus betrachtet, was aber teilweise ganz gut war.


    Die Story ist allerdings wirklich ziemlich spannend und es tun sich einige Abgründe auf mit der Zeit. Ich konnte manchmal echt nicht fassen zu was Kay und ihre Freundinnen in der Lage gewesen sind. Gerade die "Dear Valentine"-Geschichte war einfach nur grausam, wie man überhaupt auf so schreckliche Ideen kommen kann ist mir echt immer wieder aufs neue unbegreiflich. Für mich klangen diese angeblichen Freundschaften, aber irgendwie auch mehr als wären es nur Zweckgemeinschaften, man macht halt mit, damit man ja nicht selbst so bloßgestellt wird. Kays Vergangenheit war auch nicht ohne und mich haben die letzten Seiten in dem Buch dann auch nochmal total entsetzt, denn mit dem, was da noch heraus kam, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Es ist wirklich ein schockierendes, aber auch sehr authentisches Buch.


    Veröffentlicht am: 18.06.2020