Gier, Kerstin: In Wahrheit wird viel mehr gelogen


  • Autor: Kerstin Gier
    Titel: In Wahrheit wird viel mehr gelogen
    Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Audio)
    Serie: --
    Erschienen:2010
    ISBN 10:3785741855
    ISBN 13:978-3785741856
    Preis: 10,99


    Klappentext


    Zitat

    Carolin ist sechsundzwanzig - und ihre große Liebe (der Vater ihres Exfreundes) gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten. Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen "Nummer zweihundertdreiundvierzig" helfen ihr bei einem Neuanfang ... Ein wunderbar vergnüglicher Roman über das Leben, die Liebe und das liebe Geld.


    Zum Inhalt
    Carolin ist 26, überdurchschnittlich intelligent - sie spricht mehrere Sprachen fließend, kann mehrere Instrumente spielen, hat mehrere Studienabschlüsse und kann die kompliziertesten Aufgaben im Kopf rechnen - und Witwe.


    Als ihr Mann Karl völlig unerwartet an einem Herzinfarkt gestorben ist, ist Carolin in ein tiefes Loch gefallen. Sie hasst jeden, außer vielleicht ihrer Schwester Mimi und deren Mann Ronnie, und empfindet alle Menschen um sich herum nur noch als Idioten. Sie interessiert sich für nichts um sich herum, denn alles, woran sie denken kann, ist, dass ihr geliebter Mann tot ist.


    Carolin ist vorübergehend erst einmal zu ihrer Schwester gezogen, die sich rührend um sie kümmert und ihr helfen will, diese schlimme Zeit zu überstehen. Schließlich wird sie von Mimi dazu genötigt zu einer Therapeutin zu gehen, von der Carolin allerdings auch nicht viel hält. Die Therapeutin soll ihr helfen, ihr Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Immerhin kann Carolin nicht für immer bei ihrer Schwester wohnen und muss sich langsam überlegen, was sie mit ihrem restlichen Leben anfangen will, bisher hat sie ja immer nur studiert.


    Zu allem Überfluss muss sie sich auch noch mit dem Bruder ihres Mannes und deren Kinder um das Erbe streiten, das erheblich höher ist, als Carolin es je für möglich gehalten hätte.


    Vor allem die Begegnung mit Karls Sohn Leo möchte Carolin lieber vermeiden, schließlich hat sie ihren Mann nur kennen gelernt, weil sie damals Leos Freundin war.


    Außerdem ist da ja noch der nette Apotheker, der gegenüber vom Schuhladen ihrer Schwester arbeitet. In ihm findet Carolin zum ersten Mal einen richtigen Freund, der ihr nach und nach dabei hilft, ihre Trauer zu überwinden.


    Meine Meinung
    Carolin ist so sympatisch und man kann sich mit ihr identifizieren - auch wenn man nicht so intelligent wie sie ist. Und sie hat so einen bissigen Humor, und sie stellt alle in Frage - umgeben von Idioten, einfach, weil alle die falschen Fragen stellen.
    Während ihrer Therapie durch ihre inkompetente Therapeutin schreibt Carolin ihre erste Begegnung mit Karl auf - schon da kann man Tränen in den Augen bekommen. Aber dann auch noch andere Storys rund um sich und Karl. Und man weiss: Sie haben sich geliebt. Umso tragischer die Geschichte rund um Karls Tod.
    Auch schrieb sie, was ihre letzten Worte waren, was sie gemacht haben, an dem letzten Morgen, den sie sich gesehen haben. Das ist alles in so einem tollen Stil geschrieben, ich war fasziniert. Auch der Austausch ihres Telefonats wegen eines yahoo - Passwortes. Einfach herlich!

    Fazit

    Alles in allem fand ich dieses Hörbuch so schön, auch wenn für mich das Ende etwas überraschend kam, da ich dachte, jetzt müsste doch eigentlich noch etwas kommen. Trotzdem, es war einfach nur schön.


    Ganz besonders fand ich auch, dass das Höruch von Mirja Boes gesprochen wurde - sie passte einfach perfekt zum Stil des Buches und ich habe manches mal losgelacht und seltsame Blicke aus meiner Umgebung dafür geerntet.

    Lesende Grüße von Nyx
    Nyx (griech. Νύξ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Nacht. Laut Homer fürchtete sich selbst Zeus vor der Nacht.

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