Das Haus in der Nebelgasse: Seite 208 - Seite 324 (Ende Kapitel 26)

  • London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt.

  • Das kam jetzt doch etwas überraschend, das Stephen verheiratet ist. Und ich bin auch gerade etwas zwiegespalten deswegen. Verstehen kann ich es schon, das er die Scheidung will um vielleicht nochmal glücklich zu werden. Und seine Frau scheint ja wirklich in ihrer eigenen Welt zu leben. Ausserdem wohnt sie in keiner von diesen schrecklichen Anstalten und er will weiter für sie aufkommen. Aber trotzdem stört es mich auch ein wenig. Und wie reagiert wohl Matilda darauf?! Ich bin gespannt was Du zu dieser Wendung sagst.


    Ansonsten ist es echt bedrückend die Worte von Katherine zu lesen, auch wenn sie nicht mehr vollständig sind. Vor allem hat man wahrscheinlich auch gesunde Menschen durch dieses einsperren in den Häusern zum Tode verurteilt. Das ist echt schrecklich.


    Übrigens denke ich seit dem Moment, an dem Annes Mutter erzählt hat, das Mr. Easterbrook gerade an diesem einen Wochenende nicht zu Besuch bei den Ancrofts war, daran das er vielleicht Schuld an allem ist. Nur warum?! Wusste er schon die ganze Zeit etwas?! War klar das er anders nicht an den "Schatz" kommt?!


    Leider bin ich nun doch etwas müde, ansonsten hätte ich wohl weiter gelesen, denn das Motiv von Mr. Easterbrook interessiert mich gerade ziemlich.

  • Da habe ich auch geschaut, dass Stephen verheiratet ist. Ich mache ihm da aber keinen Vorwurf, denn er hat ja nicht geplant, sich in jemanden zu verlieben. Mathilda ist ja in sein Leben geschneit. Er hat sich ja die ganzen Jahre sehr toll um seine Frau gekümmert und vielleicht wollte das Schicksal ja sogar, dass er sich wieder verliebt. Er hat ja sogar ein schlechtes Gewissen, was ihn sehr ehrt finde ich, aber seine Frau reagiert ja gar nicht auf ihn und laut dem Arzt wird es auch nie wieder besser, somit kann ich seinen Entschluß schon verstehen und auch gut heißen. Ich denke mal, sogar seine Frau würde ihn freigeben.

    Ich hoffe nur, dass er es Mathilda nicht länger verschweigt.


    Katherine tut mir auch sehr Leid, das ist ja, wie lebendig begraben zu sein.


    Mit Mr. Easterbrook sehe ich das genauso und habe Angst um Laura. Ich verstehe auch Mathilda ehrlich gesagt nicht, sie hält sich so lange mit dem Kästchen und den Nachforschungen auf, das hilft aber doch Laura auch nichts, wenn sie in Gefahr ist. Warum sucht sie nicht nach ihr? Sie hat jetzt schon soviele Sachen rausgefunden, die eigentlich auch unmögich scheinen, dann müßte doch in Erfahrung zu bringen sein, wo sich Laura aufhält. Zumal ja auch etwas in der Zeitung gestanden ist.


    Die ersten beiden Abschnitte hat mir die Geschichte eigentlich gefallen, aber mittlerweile zieht sie sich so endlos.


    LG Karin

  • Wie gesagt, ich verstehe Stephen schon, aber irgendwie bleibt da trotzdem ein ungutes Gefühl. Die Autorin baut ja immer so einen Twist ein, auch wenn die beiden Hauptcharaktere dann meist nicht lange sauer aufeinander sind und auch schnell wieder miteinander reden, aber diese Sache gefällt mir irgendwie nicht. Dann lieber sowas wie im letzten Buch bei Benjamin.


    Ich denke, wenn Laura noch im Ausland ist dann ist es schwer dahin zu fahren. Matilda hat ja "nur" ein Lehrerinnengehalt und muss ja auch Miete zahlen. Außerdem ist Easterbrook bei vielen ja hoch angesehen, wenn sie da ohne Beweise ankommt, dann sieht es für sie und Laura sicher noch schlechter aus.


    Teilweise zieht es sich wirklich, da muss einfach mal mehr passieren, als nur von A nach B zu fahren und das dann noch genaustens zu beschreiben.

  • Teilweise zieht es sich wirklich, da muss einfach mal mehr passieren, als nur von A nach B zu fahren und das dann noch genaustens zu beschreiben.

    Ganz genau.


    Ich dachte nicht, dass Matilda gleich hinfahren soll, aber einfach mal nachforschen, wo Laura sein könnte. Es geht durch das Kästchen so viel wertvolle Zeit verloren.


    LG Karin

  • Wenn Easterbrook wirklich eine Heirat mit ihr anstrebt, dann muss er sie ja sowieso erstmal dauernd zeigen. Früher war das ja irgendwie so. Und es wird ja in Zeitungen meist erwähnt wo sie sich aufhalten oder zumindest aufgehalten haben. Ich denke, Laura ist erst nach der Heirat in ziemlich großer Gefahr. Auch wenn er jetzt ihr Vormund ist, so kann es ja trotzdem noch irgendwo entfernte Verwandte geben, aber wenn sie verheiratet sind und ihr dann was passiert, dann geht ja alles an ihn über. Warum das für ihn so wichtig ist weiß ich zwar nicht, aber da muss ja was Größeres hinterstecken oder er ist einfach ein Sadist.