Shaffer, Mary Ann: Deine Juliet


  • Autor: Shaffer, Mary Ann

    Titel: Deine Juliet

    Originaltitel: The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society

    Verlag: Kindler

    Erschienen: 1. April 2008

    ISBN 10: 3463405245

    ISBN 13: 978-3463405247

    Seiten: 296 Seiten

    Einband: Hardcover

    Preis: 12,00 Euro


    Inhaltsangabe:

    Zitat

    Eines Tages erhält die Schriftstellerin Juliet, die in den späten vierziger Jahren in London lebt, einen erstaunlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey, der antiquarisch ein Buch erworben hat, das zuvor ihr gehörte. Da ihre Adresse vorn im Buch steht, wendet er sich an sie, um mehr über den Autor zu erfahren, der ihn fasziniert. Zwischen der Literatin und dem Bauern entspinnt sich ein anrührender Briefwechsel, durch den Juliet von der Existenz der „Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“ erfährt, einer literarischen Gesellschaft, die die Inselbewohner – ungeübte Leser – gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen. Je mehr Juliet über Dawsey und die anderen erfährt, desto mehr wünscht sie sich sie zu treffen. Sie beschließt, auf die Insel zu reisen. Dort stößt sie auf die Geschichte von Elizabeth, einem verschollenen Mitglied der Literarischen Gesellschaft, und ihre große Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey kennen…

    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Nachdem ich den Film gesehen hatte, wollte ich unbedingt auch das Buch lesen und auch wenn einiges doch ziemlich anders ist, so hat mir auch das Buch ziemlich gut gefallen.


    Juliet bekommt einen Brief von einem Dawsey Adams, der auf Guernsey lebt. Er hat in einem Buch ihre Adresse gefunden und wollte ihr einfach mal schreiben und eine Bitte äußern. Es entsteht ein reger Briefwechsel zwischen den beiden, dem sich bald noch andere anschließen. Denn Juliet interessiert sich sehr für den Buchclub, den die Menschen auf der Insel, im Krieg gegründet haben und so bekommt sie bald jeden Tag Post von jemand anderem, der ihr seine Erlebnisse schildert.


    Juliet fand ich ziemlich sympathisch, sie hat einen sehr interessanten Humor und ich mochte besonders die Briefwechsel zwischen ihr und Dawsey, aber auch wenn sie Sidney schreibt. Sie ist sehr offen und erzählt gerne etwas über sich, wenn sie gefragt wird. Nur bei Mark hatte ich oft das Gefühl, das die beiden überhaupt nicht auf einer Wellenlänge liegen. Dawsey ist ein sehr ruhiger Mensch und das ist vielleicht nicht immer von Vorteil, aber Juliet hat sich da auch manchmal in etwas hineingesteigert, was gar nicht da war. Die Menschen auf Guernsey sind fast alle sehr nett, natürlich gibt es auch ein paar Ausnahmen, aber die kommen zum Glück nicht so oft vor.


    Das Buch besteht ja nur aus Briefen, Telegrammen und einmal auch aus den Beobachtungen von Isola. Ich mag solche Bücher ja recht gerne und auch hier hat es mir wirklich gut gefallen. Die Geschichte spielt im Jahre 1946, also kurz nach dem zweiten Weltkrieg und so ist es natürlich nicht verwunderlich, das auch öfters darüber geredet wird. Vor allem, weil der Buchclub ja auch nur deswegen gegründet wurde und weil Elizabeth immer sehr präsent ist, obwohl sie gar nicht mehr auf der Insel ist, aber fast alles was über sie erzählt wird hängt irgendwie mit dem Krieg zusammen. Juliet blüht in Guernsey auch irgendwie richtig auf, in der Stadt hatte ich ja manchmal das Gefühl, sie würde sich teilweise erdrückt fühlen. Das Ende hätte ich ja gerne etwas ausführlicher gehabt, aber ansonsten war es ganz nach meinem Geschmack.


    Veröffentlicht am: 21.03.2019