Helmin, Anna: Die Mondrose


  • Autor: Helmin, Anna

    Titel: Die Mondrose

    Verlag: Knaur

    Erschienen: 2. April 2013

    ISBN 10: 3426508230

    ISBN 13: 978-3426508237

    Seiten: 736 Seiten

    Einband: Taschenbuch

    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:

    Zitat

    England, 1860. Die Schwestern Mildred und Daphne, aufgewachsen in Londons Armenvierteln, träumen von einem besseren Leben in Australien. Doch ihr Traum endet bereits in der Hafenstadt Portsmouth. Dort verlieben sich beide in den Arzt Hyperion, der die zarte Daphne heiratet, aber auch Mildreds Reizen nicht widerstehen kann. Als Daphne spurlos verschwindet, gerät Mildred unschuldig unter Mordverdacht. Jahre später macht sich Mildreds Enkelin auf, das Geheimnis um ihre verschwundene Tante zu lösen...

    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Mildred und Daphne sind Schwestern und könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Mildred die Resolute ist, die sich auch schon mal gehörig die Hände schmutzig macht, ist Daphne eher die Zartbesaitete, von der man annehmen könnte, das sie alleine nie überleben würde. Mildred hat für sie beide jedenfalls den Plan, das sie zusammen nach Australien sollen, aber in Portsmouth ändert sich alles und so muss Mildred ihre Pläne erstmal umschmeißen. Vor allem als Hyperion auf den Plan tritt, in den sich beide Schwestern verlieben.


    Mildred war mir megaunsympathisch, sie ist so egoistisch, klar, kann man in ihrer Situation auch mal nur an sich denken, aber bei ihr geht das über das normale Maß ziemlich hinaus und sie bereitet vielen Menschen über Jahre hinweg Kummer, nur weil sie bestimmte Vorstellungen hat. Außerdem behandelt sie jeden total schrecklich, wenn ich da zum Beispiel an Victor denke, der für sie da war und gemacht hat was sie wollte, den sie aber dauernd beleidigt und beschimpft hat. Aber eigentlich gibt es viele Charaktere, die ich nicht mochte und die mich manchmal sogar richtig wütend gemacht haben.


    Das Buch umfasst ja die Jahre 1860 bis 1912 und somit drei Generationen, aber alle sind total unglücklich, was oft an Mildred liegt. Da hat wirklich niemand richtig Glück, alles ist düster, es passieren schlimme Dinge und wenn nur ein Hauch von Liebe und Fröhlichkeit in der Luft liegt wird das sofort wieder zerstört, man nehme da nur Charles und Chastity oder auch Lydia und Horatio. Horatio überschüttet Lydia mit Liebe und steht voll hinter ihr, denn sie ist für die Frauenrechtsbewegung tätig, aber sie behandelt ihn wie das Allerletzte und das habe ich überhaupt nicht verstanden.


    Um das was es am Anfang hauptsächlich geht, das Verschwinden von Daphne, wird das ganze Buch über kontinuierlich ein Bogen drum gemacht, man kann es sich natürlich denken, aber wieso das alles so geschehen ist, habe ich überhaupt nicht verstanden. Und am Ende wird es dann mal kurz erwähnt und das wars, dabei nimmt das doch damit eigentlich alles seinen Anfang. Und das Mildred und Hector so gut wegkommen am Schluss habe ich ebenfalls nicht verstanden, das war mir echt total unbegreiflich. Mir hat die Geschichte auch überhaupt nicht zugesagt, alles war nur depremierend, die Charaktere waren nicht wirklich meins und am Ende ging mir alles zu schnell vonstatten und das Wichtigste wurde nur kurz abgehandelt. Ich meine, das Buch hat über 700 Seiten, da hätte man den Schluss ja ruhig etwas ausführlicher gestalten können.


    Veröffentlicht am: 20.03.2019