Die vergessene Burg: Seite 328 - Ende

  • 1868. Paula Cooper führt ein zurückgezogenes Leben, bis sie einen unerwarteten Brief erhält. Ihr schwer kranker Onkel Rudy bittet eindringlich um ihren Besuch – im fernen Bonn. Voller Neugier reist Paula von England an den Rhein. Fasziniert von der malerischen Landschaft entdeckt sie eine fremde Welt und lernt den Fotografen Benjamin Trevor kennen. Aber sie ahnt, dass ihr Onkel etwas verheimlicht, und auch die Widersprüche um das Schicksal ihres verstorbenen Vaters mehren sich. Welcher dunklen Wahrheit über ihre Familie muss sich Paula stellen?

  • Oh mein Gott, was für ein grausamer Tod.


    Ich kann mich Paulas Worten nur anschließen, ihr Vater mag viele Fehler gehabt haben, aber nichts rechfertigt Mathildas Verhalten. Wie kann sie nur die ganzen Jahre mit so einer großen Schuld weiterleben? Und ich glaube, das ist ihr nichtmal besonders schwer gefallen, da sie sich als absolutes Opfer sieht.


    Benjamin ist wirklich ein lieber Kerl, hat sich nicht gescheut, ebenfalls sein Leben zu riskieren, als er in den Brunnen hinabgestiegen ist. Ich finde es schön, dass die beiden nun auf Reisen gehen und sich die Welt anschauen.


    Das war wieder ein 5 Sterne Buch für mich.


    LG Karin

  • Margaret ist wirklich eiskalt gewesen und ehrlich gesagt wissen wir ja auch immer noch nicht wirklich was denn nun zwischen William und Caroline war. Die beiden können sich ja wirklich nur gut verstanden haben und da sie beide zusammen unterwegs waren hat William halt bei der Frauenstimme erstmal angenommen das sie es ist. Und er schrieb ja auch „Margaret...warum?“. Das klingt für mich eigentlich eher so als ob er er nichts Schlimmes getan hat. Für mich ist das Verhalten von Margaret einfach nur unverständlich und ich würde ihr ehrlich gesagt nie verzeihen.


    Richtig traurig war ich wegen Rudy, das ist so unfair gewesen. Da hat er endlich seine Nichte bei sich, hat einen lieben Freund und dann muss er viel zu früh gehen. Hätte Margaret nicht die Verbindung abgebrochen, dann hätte Paula Rudy sicher schon eher richtig kennengelernt und hätte mehr Zeit mit ihm gehabt.


    Das Paula und Benjamin nun heiraten wollen finde ich auch super und auch das mit dem reisen ist toll. Schön fand ich ja auch wie Benjamin bei dem einen Gastwirt reagiert hat, der ja anscheinend Probleme mit Frauen hat, die selber Fragen stellen und Sachen entscheiden.


    Volle Punktzahl ist es nicht geworden bei mir, aber 9 von 10 Punkten, in der Mitte waren es mir mal zu viele Beschreibungen, da ging die Geschichte irgendwie nicht so gut vorwärts und das mit Rudy hat mich doch ziemlich getroffen. Aber ansonsten war das Buch ziemlich spannend und gut geschrieben.

  • Das stimmt, ich könnte das Margaret auch nie verzeihen, vor allem hätte ich keinerlei Vertrauen mehr zu ihr. Wer weiß, ob das überhaupt stimmt, wie sie das erzählt. Bestimmt hat er sie erkannt, aber in ihrer Rachsucht hat sie keine Hilfe geholt und ihn erbärmlich sterben lassen. Das ist so schlimm, was die Frau alles angerichtet hat.

    Sie hat ihrer Tochter nicht nur den Vater genommen, sondern auch ein liebevolles Verhältnis zu ihrem Onkel. Aber wenigstens hatten sie dieses Glück noch für kurze Zeit. Sie hat Paula auch ihre Freiheit genommen, wenn man bedenkt, dass sie ja schon über 30 ist, als ihr eigenes Leben endlich beginnt.


    Ja, das beim Gastwirt fand ich auch toll. :)


    Zwischendrin ging es mir auch so mit der Länge und ich wollte eigentlich 4 Sterne hergeben, aber durch den aufwühlenden Schluß, mit dem ich niemals gerechnet hätte, habe ich mich doch für die volle Punktzahl entschieden.


    LG Karin

  • Ich verstehe aber auch nicht, wie man immer darauf kommt, das man sowas auf Dauer verheimlichen kann. Margaret hat Paula ja richtig versteckt bei Harriet, aber geholfen hat es doch nicht. Vor allem hat sie ja nicht mal irgendwas zu erwarten, denn Paula wird das ja wohl niemandem erzählen, außer halt ihren engsten Vertrauten. Sie kann jetzt so weitermachen wie bisher und sich auch weiter als Opfer darstellen. Mit Paula hatte sie doch eh nicht wirklich viel Kontakt.


    Auch wenn ich nicht die volle Punktzahl vergeben habe, so ist es doch auf jeden Fall eines der besseren Bücher, wie bisher immer bei Susanne Goga. Einen Flop hatte ich bei ihr noch nicht und ich hoffe natürlich das bleibt auch so :)

  • Stimmt Sabrina, ich glaube auch, dass einem im Leben alles wieder einholt und man nichts verheimlichen kann.


    Das war ja mein zweites Buch von Susanne Goga und mir haben beide sehr gut gefallen und ich finde auch, sie sticht irgendwie aus der Menge raus.


    LG Karin

  • Das ist wahr, ich finde es vor allem echt gut, das sie Missverständnisse nicht ewig aufbauscht, sondern meist schnell klärt, damit die Charaktere weiterhin miteinander agieren können und nicht jeder erstmal seinen eigenen Weg geht und den anderen meidet. Am besten gefallen hat mir ja bisher von ihr "Der verbotene Fluss", das Buch hat von mir auch die volle Punktzahl bekommen :)

  • Habe fertig. Der Kreis hat sich jetzt bei Rudi geschlossen, deswegen hat er jetzt Die Augen für immer geschlossen. Fand ich schon ein wenig traurig aber wahr zu erwarten. Paula s Mutter ist eiskalt, sie hat sich nur als Opfer gesehen und war in ihrer Antwort Eitelkeit so gekränkt. War jetzt mein zweites Buch Dieser Autorin. Und sicher nicht mein letztes