Der Frauenchor von Chilbury: Seite 389 - Ende


  • Zitat

    1940: Als immer mehr Männer nach London gehen oder eingezogen werden, beschließt der Pfarrer von Chilbury in der Grafschaft Kent, den Chor der Gemeinde aufzulösen. Die Frauen sind zutiefst enttäuscht. Was bleibt ihnen im schwierigen Kriegsalltag noch? Doch dann kommt die Musikprofessorin Primrose Trent aus London im Ort unter. Sie ist der Überzeugung, dass Musik gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist und schlägt die Gründung eines reinen Frauenchors vor. Die Idee stößt auf Skepsis. Ein Chor ganz ohne Bässe und Tenöre? Aber Primrose gibt nicht auf: Mit Energie und Leidenschaft treibt sie ihr Projekt voran – ihr Enthusiasmus und die wundervolle Musik, die entsteht und die sie sich selbst nie zugetraut hätten, überzeugen die Frauen und richten sie auf. Der Chor hilft ihnen, ihre eigene Stimme zu finden. Fünf grundverschiedene Frauen und Mädchen erzählen von ihrem Leben im Dorf und davon, wie der Krieg ihr Leben verändert – wie er Verlust, Trauer und Angst erzeugt, aber doch nicht verhindern kann, dass auch Freundschaft und Liebe entstehen.


    Quelle: Amazon.de

  • Da hattest Du mit Mrs. Tilling und dem Colonel recht :)


    Und Mr. Slater ist wirklich ein Spion, bzw. ein Agent im Dienste seiner Majestät. Schön, das er und Venetia wieder zueinander gefunden haben. Venetia hat sich auch ordentlich gewandelt, nur schade, das erst so schlimme Dinge passieren mussten damit sie merkt, das sie sich vorher ziemlich blöd verhalten hat.


    Auch Kitty ist reifer geworden, wobei ich ja fand, das sie in ihren Tagebucheinträgen oft viel älter als 13 rüber kam, nur ab und zu gab es halt einige Dinge, die das verraten haben, aber ansonsten war sie schon sehr erwachsen. Aber im Krieg wurden ja viele schnell erwachsen.


    Das Elsie echt glaubte, das Henry sie zur Frau nehmen würde war ja auch irgendwie verrückt und nun ist sie mit Gibbs verbandelt.


    Irgendwie hätte ich ja gerne noch einen Epilog gehabt, denn einiges ist ja doch noch etwas offen gewesen, wie das mit dem Geld, das Edwina sich ja immer noch beschaffen wollte. Außerdem hätte mich interessiert, wie es nach dem Krieg für alle weiter gegangen ist.


    Ach ja, neben dem Colonel fand ich Carrington noch recht nett und ich musste ja ehlich gesagt auch etwas schmunzeln, als er erzählt hat, das das Akt-Bild von Venetia jetzt bei ihnen zu Hause hängt.

  • Eigentlich kann ich Deinen Beitrag genauso unterschreiben. :)


    Ich freue mich auch, dass der Colonel und Mrs. Tilling zusammengekommen sind.


    Slater ist auch wieder da und Venetia hat sich wirklich sehr zu ihrem Vorteil verändert. Ich war auch ganz erstaunt, als ich Kittys Alter erfuhr, denn ich dachte auch, das sie schon älter ist. Aber es stimmt schon, im Krieg ist alles anders und da muß man schon frühzeitig erwachsen werden und überhaupt viele Schicksalsschläge einstecken. Man kann aber auch über sich hinauswachsen, wie Mrs. Tilling. Ihre Verwandlung hat mir am besten gefallen.


    Wogegen Henry sich sehr zu seinem Nachteil entwickelt hat, was aber u. U. auch dem Krieg zuzuschreiben ist.


    Carrington mochte ich auch sehr gerne, schade, dass er nur eine kleine Rolle spielte, die dafür aber umso sympathischer.


    Edwina schätze ich mal hat weder ihr Geld wieder bekommen, noch das restl. vom Brigadier. Aber interessant wäre es schon, was aus ihnen geworden ist.


    LG Karin

  • Stimmt, es geht im Krieg wohl in beide Richtungen, manche wachsen über sich hinaus, andere werden bösartig. Aber die Männer an der Front mussten sicher auch einiges mitmachen und einstecken, wie muss es sein, wenn ein Kumpel neben einem stirbt und man nichts tun kann. Man konnte sie ja meist nicht mal sofort in ein Lazarett bringen, weil die Kämpfe noch weitergingen. Aber ich würde mich dann auf jeden Fall vor solchen Leuten wie Henry fernhalten und es ist gut, das Venetia noch früh genug bemerkt hat wie er nun tickt.


    Wie hast Du das Buch am Ende bewertet?!

  • Ich denke, ich gebe 4/5 Sternen. Ein paar Längen waren zwar drin, aber es wurde dann doch immer wieder spannend.


    Die Kriegserlebnisse sind wirklich sehr schlimm und ich kann es niemanden verdenken, wenn sich sein ganzes Wesen ändert.

    Nur ist es halt schlecht, wie in Henrys Fall, wenn man dann so gemein und aggressiv wird.


    LG Karin

  • Das ist auch meine Bewertung :jaja: Irgendwie hatte es ja auch was, auch wenn es natürlich oft schwer zu lesen ist, gerade wenn dann eine Stadt total zerbombt wird und gute Freunde oder Familienmitglieder deswegen sterben. Ich muss dann irgendwie immer an meine Verwandten denken, die das miterlebt haben und eventuell auch nicht wieder gekommen sind.

  • Deine Eltern waren schon geboren?! Meine nicht, mein Vater ist Jahrgang 1956 und meine Mutter 1960, ich kenne das alles nur aus Erzählungen von meiner Oma. Meine anderen Großeltern haben darüber nichts erzählt, aber meine Oma hatte mehrere Brüder und da sind leider nicht alle wieder nach Hause gekommen.

  • Ja, meine Eltern waren schon auf der Welt, meine Mutter ist Jahrgang 1941 und mein Vater war Jahrgang 1936.

    Und die Eltern von meinen Eltern haben ja beide Kriege mitgemacht.


    LG Karin