Koelle, Patricia: Wo die Dünen schimmern


  • Autor: Koelle, Patricia
    Titel: Wo die Dünen schimmern
    Verlag: FISCHER Taschenbuch
    Erschienen: 23. Mai 2018
    ISBN 10: 359629763X
    ISBN 13: 978-3596297634
    Seiten: 512 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Serie: Nordsee-Trilogie Band 2
    Preis: 10,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Jessieanna lebt in Kalifornien. Sie arbeitet in der Kosmetikfirma ihrer Großmutter. Ihr großes Ziel ist es, eine Lotion herzustellen, die nicht nur auf die Haut, sondern auch auf die Seele wirkt. Doch der perfekte Duft dafür will ihr nicht gelingen. Als ihr Vater darauf besteht, dass sich Jessieanna nach einer schweren Lungenerkrankung in seiner alten Heimat auskuriert, ist sie alles andere als begeistert. Was soll sie in der Fremde auf der kalten Nordseeinsel Amrum? Dafür müsste sie ihre Hochzeit mit Ryan verschieben! Doch auf der Insel gibt es jemanden, der ihr zu der fehlenden Komponente für ihre Lotion verhelfen könnte. Aber wie soll sie ihm sein Geheimnis entlocken? Bei ihren Bemühungen hilft ihr jemand, der sie völlig unerwartet in Verwirrung stürzt...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Jessieanna lebt in Amerika, hat aber auch Verwandte in Deutschland, eher gesagt auf Amrum und dort soll sie, wegen ihrer Lungenprobleme, hin. Allerdings gefällt ihr das überhaupt nicht, denn sie kennt diesen Teil der Familie überhaupt nicht und hat auch genaue Vorstellungen von der Insel, die nicht gerade sehr positiv sind. Also weigert sie sich erstmal, doch dann läßt es sich nicht mehr hinausschieben, denn es wird immer schlimmer mit ihrer Lungenerkrankung und so sieht sie sich plötzlich einer Familie gegenüber, der sie erstmal etwas kritisch gegenübersteht, genauso wie Amrum. Aber je näher sie alle/s kennenlernt, desto mehr nimmt sie ihre Familie und Amrum gefangen, vor allem scheint es dort auch endlich die fehlende Zutat zu ihrer Lotion zu geben, die sie unbedingt herstellen möchte und auch das ein oder andere Geheimnisse wartet darauf gelöst zu werden.


    Mit Jessieanna bin ich leider überhaupt nicht warm geworden, sie ist manchmal echt egoistisch, sie blockt auch irgendwie vieles ab und was das mit Lian sollte weiß ich auch nicht. Denn das was am Ende von ihr entschieden wurde hätte sie ja eigentlich schon die ganze Zeit so haben können. Aber auch die anderen Charaktere sind teilweise etwas untergegangen, vielleicht war es einfach zu viel auf einmal, weil jeder zu Wort kommen und auch von jedem seine Geschichte weitererzählt werden sollte, dadurch blieb halt einiges auf der Strecke und manche Personen konnten sich daher wohl nicht richtig entfalten. Pinswin mag ich ja recht gerne, genauso wie Kalle, aber das war dann doch zu wenig von beiden, auch wenn gerade Pinswin ja sogar eigene Abschnitte hatte, aber da kannte man einiges auch schon durch Filine und Rhea, außerdem war er ja schon manchmal ziemlich leichtisinnig und da kann man sich eigentlich auch nicht immer auf seinen Schutzengel verlassen.


    Auch die Geschichte selbst konnte mich diesmal nicht so sehr überzeugen wie sonst, es schwebt über allem so eine Düsternis, mir fehlte irgendwie die Leichtigkeit, die Patricia Koelle sonst in ihren Büchern hat, auch wenn mal ernste Themen aufkommen. Das mit den Windrädern, die Jessieanna herstellt fand ich zwar eine schöne Idee, aber sie ist nicht so präsent, es geht eher um die Lotion, die sie herstellen möchte und das hat mich dann leider so gar nicht interessiert. Die Wirkung, die diese Lotion haben soll, ist zwar toll, aber das ganze drumherum war halt eher nicht so meins. Die Suche nach dem Töveree Fisk wird hier allerdings auch weiter vorangetrieben und man bekommt immer wieder neue Hinweise zu ihm, die ich ganz interessant fand. Gerade Pinswins Leidenschaft für die Archäologie und die Paläontologie gefällt mir ziemlich gut und ich mag das nachforschen. Das Ende war ganz ok, auch wenn ich das wie gesagt mit Lian nicht verstanden habe. Und was ich ja sonst eigentlich immer ganz toll finde ist der Epilog, wo die Autorin dann auch selbst erscheint und mit ihren Charakteren redet, nur hier hat er mich diesmal leider auch nicht so begeistern können.


    Veröffentlicht am: 17.06.2018