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Montag, 7. Mai 2018, 00:07

Romer, Anna: Am dunklen Fluss



Autor: Romer, Anna
Titel: Am dunklen Fluss
Originaltitel: Lyrebird Hill
Verlag: Goldmann
Erschienen: 20. März 2017
ISBN 10: 3442486262
ISBN 13: 978-3442486267
Seiten: 477 Seiten
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro

Inhaltsangabe:

Zitat

Ruby Cardel war zwölf, als ihre Schwester Jamie nahe der elterlichen Farm in den Tod stürzte. Ein traumatisches Erlebnis, von dem sie sich nie vollständig erholte und das ihre Erinnerung an das ganze folgende Jahr auslöschte. Dennoch scheint es, dass sie nun endlich ihr Glück an der Seite eines erfolgreichen Autors gefunden hat, mit dem sie in einem kleinen australischen Küstenort lebt. Doch als sie zum ersten Mal seit Kindertagen wieder nach Lyrebird Hill zurückkehrt, drängen plötzlich lang verschüttete Bilder in ihr Bewusstsein. Stück für Stück setzt Ruby die Puzzleteile der Ereignisse um Jamies Tod zusammen. Und die Wahrheit, die nun ans Licht kommt, birgt ein tödliches Geheimnis...

Quelle: Amazon.de

Meine Meinung:

Ruby hat ihre Schwester Jamie vor einigen Jahren bei einem Unfall verloren, zumindest dachte sie immer, das es einer war, denn sie selbst kann sich an nichts erinnern, obwohl sie dabei gewesen sein soll. Aber nun kommen Dinge ans Licht, die alles in einem anderen Licht erscheinen lassen und die Ruby ziemlich viel Angst machen, doch sie ist entschlossen endlich mehr herauszufinden. Außerdem geht es noch um Brenna, die lange vor Ruby gelebt hat, doch irgendwie scheinen die Schicksale der beiden Frauen miteinander verknüpft zu sein.

Ruby fand ich eigentlich ganz sympathisch, nur hat sie irgendwie kaum Selbstbewusstsein und lässt sich von ihrem Freund Rob viel zu viel gefallen, denn er hat ja ihr ganzes Aussehen und Leben geplant und wenn sie nicht so spurt wie er möchte, macht er sie schlecht und gibt ihr das Gefühl wertlos zu sein. Genauso hält es auch Rubys Mutter, denn diese hat Jamie immer irgendwie vorgezogen und gab dauernd Ruby die Schuld, wenn was passiert ist. Außerdem hat sie Sachen gemacht, die man sicher nicht so einfach wegstecken kann, gerade wenn man noch ein Kind ist und eigentlich von der Mutter beschützt werden sollte. Pete fand ich noch ganz nett, genauso wie Esther.

In der Vergangenheit fand ich Brenna recht sympathisch, auch wenn ich ihre Entscheidung bezüglich Whitby nicht wirklich nachvollziehen konnte, auch wenn sie natürlich somit ihrem Vater geholfen hat, aber es war einfach nicht das Richtige für sie. Auch Adele hat mir total gut gefallen, allerdings tat sie mir auch leid, denn sie hat es nicht leicht in ihrem Leben gehabt, aber sie ist eine so großherzige und liebenswürdige Frau und sie hätte wirklich besseres verdient gehabt. Lucien blieb mir irgendwie zu blass, obwohl er so viel Potenzial hatte und Whitby war einfach ein Mistkerl, da hätte ich manchmal echt ins Buch springen können, denn er war total intrigant, skrupellos und grausam.

Die Geschichte an sich hat mir eigentlich wieder recht gut gefallen, beide Zeitebenen waren spannend, auch wenn man sich einiges schon recht früh zusammenreimen konnte. Aber trotzdem fehlt mir immer irgendwas bei den Büchern der Autorin, es bleibt irgendwie so eine gewisse Distanz. Auch fand ich das mit Old Boy total unnötig, über sowas möchte ich einfach nicht lesen, auch das mit Esmeralda tat mir leid. Ansonsten war es aber wie gesagt gut zu lesen und hatte einige interessante Passagen. Vor allem am Ende gibt es nochmal eine ziemliche Überraschung mit der ich so nicht gerechnet habe, aber das war schon klasse gelöst. Nur schade, das man darüber, bzw. über die Jahre danach nicht mehr so wirklich viel erfahren hat.

Veröffentlicht am: 07.05.2018