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Montag, 1. Mai 2017, 18:28

Peters, Pauline: Die rubinrote Kammer



Autor: Peters, Pauline
Titel: Die rubinrote Kammer
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 13. Mai 2016
ISBN 10: 3404173422
ISBN 13: 978-3404173426
Seiten: 525 Seiten
Einband: Taschenbuch
Serie: Victoria Bredon-Reihe Band 1
Preis: 9,99 Euro

Inhaltsangabe:

Zitat

London, 1907: Gegen den Willen ihrer adeligen, einflussreichen Familie lebt die junge Victoria allein mit dem alten Butler ihres kürzlich verstorbenen Vaters. Sie ist nicht reich, aber glücklich. Doch ihre Welt gerät ins Wanken, als hässliche Andeutungen über ein dunkles Familiengeheimnis laut werden. Der einzige Mann, der ihre Fragen beantworten könnte, wird ermordet. Victorias guter Ruf ist in Gefahr, doch als Retter in der Not entpuppt sich der attraktive Journalist Jeremy Ryder. Aber kann sie ihm vertrauen?

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Meine Meinung:

Victoria ist, für ihre Zeit, eine recht emanzipierte junge Dame, die auch schon mal an den Demonstrationen der Sufragetten teilnimmt und sich auch ansonsten nicht einschüchtern läßt. Allerdings gefällt dieser Lebensstil nicht allen, gerade ihr Großvater und ihre Großtante sind davon alles andere als begeistert und versuchen Victoria immer wieder zu bändigen. Doch da keiner von beiden ihr gesetzlicher Vormund ist, denn nach dem Tod ihres Vaters ist dies Mr. Montgomery geworden, der Anwalt der Familie, können sie nicht viel dagegen machen, zumindest bisher nicht. Eines Tages wird Victoria zu Sir Francis Sunderland gebracht, der seltsame Andeutungen über ihren Vater macht und somit dafür sorgt, das sie an ihm anfängt zu zweifeln. Als Sunderland dann auch noch ermordet wird macht Victoria sich mit ihrem Butler Hopkins auf den Weg um Licht in das Dunkel zu bringen und bringt sich dabei selbst in Gefahr.

Victoria mochte ich eigentlich recht gerne, nur was sie an Randolph findet ist mir echt schleierhaft, denn den fand ich von Anfang an total unsympathisch und er paßt auch irgendwie gar nicht zu Victoria. Ich bin da ganz auf Hopkins und Mrs. Dodgsons Seite. Ansonsten ist Victoria aber wirklich toll, sie ist nicht auf den Mund gefallen, weiß sich zu wehren, vor allem, weil ihr Vater ihr Jiu-Jitsu beigebracht hat, gibt nichts auf Konventionen, ist freundlich zu ihren Mitmenschen, zumindest bis zu einem gewissen Grad, denn alles gefallen läßt sie sich nicht und sie ist sehr belesen. Neben ihr fand ich aber auch Jeremy, Hopkins, Mrs. Dodgson und Constance noch ziemlich sympathisch. Hopkins und Mrs. Dodgson sind immer für Victoria da, die Drei sind wie eine kleine Familie und da ist es auch ganz egal, das Hopkins eigentlich der Diener ist und Mrs. Dodgson sich ein wenig um den Haushalt kümmert. Die Drei haben irgendwie eine richtig schöne Bindung zueinander. Constance ist Victorias beste Freundin, sie sind auf einer Wellenlänge und reden immer sehr offen miteinander. Und Jeremy ist ein richtiger Gentleman, er und Victoria haben mir zusammen ausgezeichnet gefallen.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, es war ziemlich spannend und selbst die etwas detailreichen Beschreibungen der Umgebung fand ich hier gar nicht langweilig, sondern es paßte einfach toll zu dem ganzen drumherum. Das Setting fand ich aber sowieso gut angesetzt, da es recht interessant war von einigen Themen her, gerade die Frauenbewegung hat dort ja doch einen sehr großen Schritt gemacht, zumindest haben sie dort angefangen sich für ihre Rechte einzusetzen. Einigen wird Victoria sicher zu emanzipiert sein für das Jahr 1907, aber ich fand das perfekt, denn ihr Vater hat ihr ja auch eine ganz andere Erziehung mit auf den Weg gegeben und war eigentlich immer recht offen zu ihr. Wäre Victoria bei ihrem Großvater und ihrer Großtante aufgewachsen wäre vieles vielleicht anders gekommen., aber es ist schon gut so wie es ist. Neben dem Geheimnis das Victoria aufklären möchte versucht sie auch noch, zusammen mit Hopkins, einige Mordfälle zu klären. Ich fand es ab einem gewissen Zeitpunkt eigentlich recht gut zu durchzuschauen wer denn nun der Täter ist, aber das hat der Spannung trotzdem keinen Abbruch getan, ich war nämlich echt neugierig wie Victoria darauf reagiert. Das Ende fand ich ganz ok, nur hätte ich gerne noch ein wenig mehr über Jeremy erfahren, aber das kommt dann hoffentlich im zweiten Band und auch etwas mehr über Victorias Mutter wäre schön gewesen, aber ansonsten hat mir die Geschichte wirklich zugesagt.

Veröffentlicht am: 01.05.2017

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