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Donnerstag, 2. März 2017, 19:47

Gentry, Amy: Good as Gone



Autor: Gentry, Amy
Titel: Good as Gone
Originaltitel: Good as Gone
Verlag: C. Bertelsmann (Random House)
Erschienen: 27.2.2017
ISBN-10: 3570103234
ISBN-13: 9783570103234
Seiten: 317
Einband: Klappbroschur
Serie: -
Preis: 12,99€

Inhaltsangabe:

Zitat

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …

Quelle: Random House

Meine Meinung:

Zuviel Durcheinander!

Ein 13jähriges Mädchen namens Julie wird nachts vor den Augen ihrer jüngeren Schwester entführt und taucht nach acht Jahren urplötzlich wieder auf.
Sie sei an einen Menschenhandel verkauft worden und in Mexiko gelandet.
Mehr ist aus ihr nicht heraus zu bekommen und fürs Eerste glaubt ihr auch jeder.

Doch Julies Mom Anna wird plötzlich von einem Privatdetektiv konsultiert der Zweifel sät. Und nun versucht die Mutter herauszufinden was Wahr ist und was Lüge.

Das Cover ist schlicht gehalten. Der Titel ist in gelben Großbuchstaben zu sehen, und in dem ersten "O" von "Good" ist eine Shiloutte zu sehen, die vor einem hellen Hintergrund steht.
In meinen Augen allerdings eher nichtssagend.

Die Story an sich ist interessant und überzeugend geschrieben.
Der Schreibstil ist in einzelnen Kapiteln äußerst fesselnd und die Handlung nachvollziehbar.
Doch die Autorin verstrickt sich in Nebenhandlungen oder vergangenen Handlungen bei denen ich Anfangs nur zum Teil durchblickte.
Wenn es nicht gerade um die Eltern, bzw. meistens ging es um die der Mutter, deren Kapitel mit Nummern versehen waren, ging es um die verschwundene Tochter Julie, sowie um zig verschiedene Frauennamen. Diese haben zwar alle etwas mit Julie und ihrem Verschwinden zu tun, doch es wurde mir einfach zu viel.
Erst im Laufe des Lesens wurde mir klar, WAS es genau mit den vielen verschiedenen Sichtweisen zu tun hatte. Es waren höchst interessante Eindrücke die halfen, zu verstehen was mit Julie passierte, doch es riss mich jetzt nicht vom Hocker.

Schon nach den ersten 100 Seiten begann ich mich durch den Roman zu quälen, da mir ein flüssiger Handlungsstrang fehlte. Durch die Namens-Unterbrechungen gab es für mich keine sichtbar durchgängige Handlung, was mir nicht half, am Stück an dem Buch dran zu bleiben. Und so legte ich teils ziemlich lange Pausen wegen fehlender Fesselkunst der Autorin ein, was sich natürlich an der Bewertung entsprechend zeigt.

Es tut mir leid, aber mit der Meinung die auf dem Coverrücken abgedruckt ist, stimme ich leider nicht überein. Von mir erhält der Roman nur drei von fünf Sternen, da mich der Roman nicht durchgehend fesseln konnte und sich in meinen Augen die Spannung nur am Anfang und am Ende zeigte. Das Geplänkel dazwischen war mir leider zu lange ein großes Fragezeichen.

© 27.2.2017 Tikvas Schmökertruhe
gesegnete grüße, dine

2

Montag, 6. März 2017, 17:07

Zitat

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …


Meine Meinung:

Gleich zu Beginn erlebt der Leser die Entführung der 13jährigen Julie, welche ihre jüngere Schwester Jane miterlebt und davon auch traumatisiert ist. 8 lange Jahre gehen Anna und Tom durch die Hölle, gibt es doch kein Zeichen von Julie, weder tod noch lebendig. Und dann eines Tages steht sie einfach vor ihrer Tür. Natürlich sind Anna und Tom glücklich, ihre Tochter wieder zu haben, die jetzt eine junge Frau ist, aber gleichzeitig tun sich, besonders bei Anna, Zweifel auf. Ist Julie wirklich ihre Tochter? Oder versucht eine andere die Stelle als ihre Tochter einzunehmen?

Im Laufe der Geschichte gibt es immer wieder Kapitel, welche Frauennamen tragen. Und immer wieder wird eine schreckliche Geschichte dazu erzählt. Was das alles mit Julie und ihrer Entführung auf sich hat, wird mir relativ schnell klar und so kann ich diese Kapitel mit ganz anderen Augen sehen.

Die Autorin erzählt scheinbar verwirrend, wo sich aber im Laufe der Geschichte die Fäden nach und nach verknüpfen und als die Geschichte zu Ende erzählt war, war ich einfach nur geschockt! Kann man sein Kind wirklich so wenig kennen? Weiß man so wenig über die Menschen, die man liebt?
Bis zum Schluss kam die Liebe zu den eigenen Kindern nicht wirklich zum tragen, große Gefühle gab es hier nicht, und es wurde mehrmals geäußert, dass die Mutter doch Professorin ist und alles eher rational als emotional angeht. Das hat mich selbst etwas geschockt.
Ich selbst habe eine 13jährige Tochter und denke, wir haben ein gutes, offenes Verhältnis zueinander. Aber das so in dem Buch zu lesen, dass die Eltern ahnungslos waren, was da auf die 13jährige Julie zu kam, war für mich doch erschreckend. Eben wahrscheinlich auch, weil ich gerade selbst so ein Mädel habe.

Wie gesagt, kamen mit dem Roman keine großen Gefühle rüber. Alles fühlte sich recht emotionslos an, was es vielleicht auch sollte, aber mir sehr gefehlt hat. Die einzigen freudigen Emotionen kamen, als Julie mit ihrer Schwester beim Friseur / Tattoo waren. Da merkte man die Geschwisterliebe, ansonsten blieb das Buch recht unterkühlt.
Auch konnten mich die Protagonisten nicht wirklich vom Hocker reißen. Tom wurde zwar liebevoll beschrieben, aber immer hatte ich den Verdacht, er will Anna nur raus stechen, weil sie noch gefühlloser wirkte. Ja, Julie hat vieles erlebt und war wahrscheinlich älter, als sie wirklich war, aber trotzdem kamen auch von ihrer Seite keinerlei Gefühle rüber, die der Leser so mitnehmen konnte.

Die Geschichte jedoch war sehr spannend und ich wollte unbedingt wissen, was Julie alles erlebt hat, wieso sie entführt wurde und warum sie nicht eher nach Hause kommen konnte. Und vor allem, wieso sie dann mit einmal so vor der Tür stand.
Trotz fehlender Gefühle seitens der Protagonisten hat mich dieses Buch emotional berührt und gefesselt, wie lange keins mehr.

Mein Fazit:

Good as Gone ist von Anfang bis zum Ende spannend. Auch wenn es zwischenzeitlich etwas verwirrend war, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich endlich wissen wollte, wie es ausgeht.

Von mir bekommt das Buch gute 4 Sterne, wären mir die Protagonisten sympathischer gewesen, wären es auch 5 geworden.

Veröffentlicht: 06.03.2017
:lesen-buch36:
Lesende Grüße von Nyx
Nyx (griech. Νύξ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Nacht. Laut Homer fürchtete sich selbst Zeus vor der Nacht.



:lesen-buch47: Seite 5 von 320

3

Freitag, 13. Juli 2018, 22:21

Inhaltsangabe:
Juli wurde im Alter von 13 Jahren direkt aus ihrem Elternhaus entführt. Die Suchaktionen der Polizei brachten leider keinerlei Hinweise, sodass der Fall irgendwann zu den Akten gelegt wurde.
Doch nach acht Jahren taucht Julie wieder auf und die Familie kann ihr Glück kaum fassen.
Julie lebt sich auch schnell wieder ein. Doch dann erhält ihre Mutter Anna geheime Informationen eines Privatdetektives über den Entführungsfall.....

Meine Meinung:
Zu Beginn der Geschichte ist man gleich mitten im Geschehen. Julie wird von zu Hause entführt und ihre Schwester Jane beobachtet alles vom Schrank aus indem sie sich versteckt. Ihre Schwester gibt ihr ein Zeichen, sich ruhig zu Verhalten.
Doch genau dieses Verhalten kreidet Anna Jane an und diese macht sich schwere Vorwürfe, warum sie nicht um Hilfe gerufen hat.
Es ist auch sehr interessant zu lesen, wie die Eltern damit umgehen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Mutter und Julie erzählt. Dazwischen gibt es immer wieder Rückblicke mit anderen Personen, die leider den Lesefluß etwas stören.
Trotzdem habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, es ist sehr emotional zu lesen, wie jeder mit der Situation umgeht und sich viele Fragen stellt. Wer ist der oder die Entführer? Warum? Lebt Julie überhaupt noch?
Auch Julie stellt sich Fragen, warum sie ihre Eltern gefunden hat und nicht andersrum?
Ich möchte die Geschichte sehr gerne weiterempfehlen, sie ist durchweg spannend und man kann das Buch kaum zur Seite legen, will man doch wissen, wie sich alles aufklärt.

LG Karin