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Sonntag, 9. Februar 2014, 14:36

Goga, Susanne: Der verbotene Fluss



Autor: Susanne Goga
Titel: Der verbotene Fluss
Verlag: Diana Verlag
Erschienen: 13. Januar 2014
ISBN-10: 3453356500
ISBN-13: 978-3453356504
Seiten: 464
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro

Inhalt:
Um eine unglückliche Liebe in Berlin zu vergessen, möchte Charlotte in England ein neues Leben beginnen. Sie fängt als Gouvernante der 8-jährigen Emily an, die vor kurzem ihre Mutter verloren hat.
Emily wird von schlimmen Täumen geplagt und behauptet, ihre Mutter würde ihr erscheinen.
Hilflos wie er sich verhalten soll, wendet sich Emily`s Vater an die SPR, eine Organisation, die Paranormales untersucht. Die Vereinigung schickt Tom Ashdown und mit Hilfe von Charlotte versuchen die beiden, die Emily schnell in Herz geschlossen haben zu helfen.

Meine Meinung:
Hier ist der Autorin ein spannender Roman gelungen, der mich von der ersten Seite an begeistern konnte. Susanne Goga versteht es perfekt, den Leser bis zur letzten Zeile unter Spannung zu halten.
Charlotte ist eine sehr sympathische und mutige Hauptfigur, die sich trotz der Anfeindungen des Personals nicht unterkriegen läßt und unbeirrbar ihren Weg geht um der kleinen Emily zu helfen.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist flüssig und leicht zu lesen und fesselt den Leser ans Buch. Zudem konnte ich die unheilvolle und düstere Atmosphäre die teilweise geherrscht hat förmlich durchs Buch spüren. Andererseits hatte ich aber auch viele Wohlfühlmomente in der Geschichte.

Dies war mein erster Roman der Autorin, da ich aber absolut begeistert war, möchte ich schnellstens noch andere Werke von Susanne Goga lesen.
Von mir gibt es 5/5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung.

LG Karin

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Montag, 23. Februar 2015, 15:16

Meine Meinung:

England 1890. Die junge Lehrerin Charlotte Pauly verlässt Berlin und bekommt im Hause des reichen Abgeordneten Sir Andrew Clayworth eine Anstellung als Gouvernante für dessen achtjährige Tochter Emily.
Chalk Hill ist ein altes Herrenhaus, auf dem ein düsterer Schatten zu liegen scheint. Das liegt auch daran, dass Sir Andrew allen Angestellten und sogar seiner Tochter verboten hat, über den Tod seiner Frau zu sprechen. Lady Ellen Clayworth ist vor einem halben Jahr anscheinend in den nahen Fluss gestürzt.
Charlotte ist überzeugt, dass es nicht gut ist für das Mädchen, ihre Trauer tot zu schweigen und versucht, so viel wie möglich über die Umstände des Todes von Emilys Mutter herauszufinden. Sir Andrew ist davon alles andere als begeistert, aber als das Mädchen immer mehr Albträume bekommt und behauptet, ihre tote Mutter zu sehen, kann Charlotte ihn endlich überzeugen, etwas zu übernehmen. Erscheint Emily wirklich der Geist von Lady Ellen? Um das herauszufinden engagiert er Tom Ashdown, der seit kurzem zur "Society for Psychical Research" gehört, die sich mit dem Erforschen von übersinnlichen Phänomenen befasst.

Ich bin begeistert. "Der verbotene Fluss" ist ein wunderbarer historischer Roman mit einem Hauch Mystery. Atmosphärisch dicht, manchmal düster, sehr fesselnd und flüssig geschrieben. In manchen Szenen bekommt man wirklich eine Gänsehaut. Die Charaktere haben viele Facetten und auch die Nebenfiguren bleiben keineswegs blass. Charlotte ist eine resolute junge Frau, die trotz der Zeit in der sie lebt, weiß was sie will und den Mut hat, ganz alleine in England ein neues Leben zu beginnen. Auch ihre Art, mit der sensiblen Emily umzugehen fand ich sehr sympathisch.
Tom Ashdown, der auch vor ein paar Jahren einen schweren Verlust erleiden musste, mochte ich von Anfang an. Er lässt sich auch von dem einflussreichen Sir Andrew nicht einschüchtern, dessen Ruf anscheinend wichtiger für ihn ist als seine Tochter. Nach und nach deckt er zusammen mit Charlotte das Geheimnis von Chalk Hill auf.

Zu Ende des 19. Jahrhunderts ist Spiritismus gerade in England sehr angesagt. Geisterbeschwörungen, Seancen und ähnliches sind gerade in der besseren Gesellschaft sehr beliebt. Die damals gegründete "Society of Psychical Research" gibt es tatsächlich und laut Nachwort der Autorin existiert sie heute noch. Sehr interessant. :-)

Wer historische Romane mit einem Touch Mystery mag, die auch noch im nebeligen England spielen, der liegt mit "Der verbotene Fluss" genau richtig.

Veröffentlicht am: 23.02.2015
:lesen-buch50:


:liegestuhl: :sonne: :grill:

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Mittwoch, 7. März 2018, 00:17



Meine Meinung:

Charlotte hat eine Stelle als Gouvernante in Surrey bekommen, dort soll sie der achtjährigen Emily einiges beibringen, was auch gar nicht so schwer ist, denn die Kleine ist sehr wissbegierig und äußerst höflich. Doch Emily hat vor kurzem ihre Mutter verloren und sie plagen deswegen schon seit einiger Zeit unheimliche Träume, allerdings werden diese immer schlimmer und bald scheint es als würde Emily mit ihrer verstorbenen Mutter in Kontakt treten können. Charlotte macht sich immer mehr Sorgen um Emily, denn sie scheint sich eine ganz eigene Welt aufgebaut zu haben und ihr Vater kann es nicht mal über sich bringen über Lady Ellen zu reden und hat es auch allen anderen im Haus verboten. Darum versucht Charlotte mehr über Emilys Mutter und deren Tod herauszufinden.

Charlotte fand ich ziemlich sympathisch, sie hat ihre eigene Meinung und weiß sich auf jeden Fall durchzusetzen. Auch wie sie das alles mit Emily handhabt fand ich sehr gut, denn sie ist einfühlsam und weiß eigentlich fast immer was sie ihr sagen soll, damit sie sich beruhigt. Emily mochte ich auch ganz gerne, aber das sie acht ist ist mir manchmal echt entfallen, denn sie wirkt teilweise um so vieles älter, schon alleine durch das was sie sagt. Das sie ein achtjähriges Kind ist blinzelt nur ab und zu durch, ich glaube, ihr Vater verlangt auch viel zu viel von ihr und sie will ihm unbedingt gefallen. Wen ich noch total nett fand war Tom, er ist ein sehr guter Gesprächspartner und seine Rezensionen fand ich immer sehr interessant zu lesen, vor allem wenn es Verrisse waren, denn da hat er echt ein Händchen für.

Die Geschichte spielt Ende des 19ten Jahrhunderts und ich war am Anfang echt skeptisch, denn ich hatte so überhaupt keine Ahnung in welche Richtung das ganze gehen soll. Aber das hat sich dann ganz schnell wieder gelegt, denn so bald Charlotte bei ihrer neuen Arbeitsstelle ankommt wird es direkt spannend und es hatte einige Elemente dabei die an Schauerromane erinnern und ein wenig Paranormales war auch dabei. Die Mischung hat mir auf jeden Fall richtig gut gefallen und als Charlotte und Tom aufeinandertreffen, was leider erst recht spät geschieht, wurde es nochmal interessanter, denn die beiden ergänzen sich echt gut bei ihren Nachforschungen. Meine Vermutungen haben sich zwar alle als zutreffend herausgestellt, aber es war trotzdem total spannend, das alles mit zu verfolgen. Das Ende hätte ich mir vielleicht etwas anders gewünscht, aber es war auch so noch ganz ok. Auf jeden Fall habe ich das Buch fast in einem durch gelesen und ich werde sicher bald noch mehr Bücher von Susanne Goga lesen, denn sie hat einen richtig schönen und bildlichen Schreibstil.

Veröffentlicht am: 07.03.2018